Wer hat wo Vorteile? Mann gegen Mann: Der Formcheck für Dynamo gegen FCM
Am Sonntag steht der Elbclasico in der 2. Bundesliga an. Wir vergleichen Dynamo Dresden und den 1. FC Magdeburg: Wer kann auf welcher Position punkten?

Magdeburg/Dresden/DUR - Dynamo Dresden gegen den 1. FC Magdeburg, in der 2. Bundesliga steht am Sonntag (13.30 Uhr, live bei Sky) der brisante Elbclasico an. Wer hat auf dem Rasen Vorteile? Wir schauen uns die Teams an und schätzen die Positionen im Duell "Mann gegen Mann" direkt an.
Torhüter
FCM: Sieben Spiele, vier Mal zu Null, nur drei Gegentore in der vergangenen sechs Partien: Die Werte von Dominik Reimann können sich sehen lassen. Der Kapitän ist einmal mehr ein sicherer Rückhalt für den FCM und zudem gut in Form.
Dynamo: Bei Dynamo gab es jüngst einen überraschenden Torwartwechsel. Lennart Grill stand für Tim Schreiber zwischen den Pfosten und machte seine Sache gut. Schreiber hatte zuvor satte 14 Gegentore in sechs Spielen kassiert, woran er aber nicht die Hauptschuld trug. Trainer Thomas Stamm entschied sich dennoch für einen Wechsel.
Titelkämpfe und Fäkalienwürfe: Dynamo gegen FCM hat eine lange Historie
Fazit: Form und Konstanz sprechen für den FCM, auch wenn Dynamo über zwei qualitativ gute Schlussmänner verfügt. Punkt für Magdeburg - 1:0
Innenverteidigung
FCM: Anselmo García Mac Nulty wird als Chef immer stärker, an seiner Seite spielt Tobias Müller gewohnt solide und sicher. Daniel Heber steht als dritter Innenverteidiger bereit. Alle haben ihren Anteil an der neuen defensiven Stabilität der letzten Wochen.
Dynamo: Thomas Keller, Kenneth Schmidt, Lars Bünning - sie alle fehlten zuletzt verletzt, wirklich Konstanz kommt hinten nicht auf im Stamm-Team. Youngster Friedrich Müller war zuletzt gesetzt, an seiner Seite wurde aber rotiert.
Elbclasico: Dynamo spielt gegen FCM im Sondertrikot
Fazit: Die Anzahl der Gegentore und die Form der Spieler sprechen hier klar für den FCM. Punkt für Magdeburg - 2:0
Außenverteidigung
FCM: Alexander Nollenberger fehlte zuletzt angeschlagen, sein Einsatz gegen Dresden ist offen. Zuletzt machten Herbert Bockhorn und Pierre Nadjombe ihre Sache rechts und links ordentlich, gehörten aber nicht zu den auffälligsten FCM-Spielern.

Dynamo: Jonas Sterner ist mit zwei Toren und zwei Vorlagen bester Scorer im Team, der Rechstverteidiger ist offensiv ein großer Faktor bei Dynamo. Auf der anderen Seite liefern sich Simon Straudi und Alexander Rossipal ein Duell um den freien Startelf-Platz.
Fazit: Ohne Nollenberger sind die Magderburer Schienen etwas schwächer besetzt, Dynamo kann hier punkten. Punkt für Dresden 2:1
Mittelfeld
FCM: Trainer Petrik Sander musste hier oft rotieren und umbauen, weil Spieler wie Falko Michel oder Moritz-Broni Kwarteng ausfielen. Trotzdem spielte der FCM in der Zentrale mit Luka Hyryläinen und Torben Müsel gut. Ein erneuter Ausfall von Schlüsselspieler Michel wäre im Elbclasico aber eine klare Schwächung.
Fans sind heiß: Dynamo gegen FCM ist ausverkauft
Dynamo: Robert Wagner und Niklas Hauptmann sind die Achse des Dynamo-Spiels. Auch Nikolai Rapp hat hier eigentlich seinen Platz, musste zuletzt aber als Innenverteidiger aushelfen, wodurch Tobias Raschl ran durfte. Alle sind gute, gestandene Zweitligaspieler.
Fazit: Es ist ein Duell auf Augenhöhe ohne klare Vorteile für ein Team. Punkt für beide Clubs - 3:2
Außenstürmer
FCM: Baris Atik (vier Vorlagen) und Emmanuel Iyoha (fünf Tore) gehören zu den formstärksten Flügelstürmern der zweiten Liga und harmonieren prächtig.

Dynamo: Reichlich Potenzial hat auch Dresden mit Ben Bobzien (ein Tor, eine Vorlage) und Patrice Covic (ein Tor), doch fehlt es beiden an Konstanz und Form. Der eigentlich etablierte Jakob Lemmer ist sogar noch ohne Torbeteiligung.
Fazit: Klare Sache, hier ist Magdeburg aktuell besser aufgestellt als Dynamo. Punkt für Magdeburg 4:2
Mittelstürmer
FCM: Seine kurze "Torkrise" konnte Mateusz Zukowski gegen Hannover 96 beenden, der Pole (drei Saisontreffer) gehört zu den Topstürmern der 2. Bundesliga. Einziges Manko: Eine zweiten Stürmer mit Form und Qualität hat Magdeburg aktuell nicht.
Dynamo: Ein Topstürmer ist eigentlich auch Vincent Vermeij, aber der niederländische Routinier sucht aktuell etwas seine Form (ein Tor, zwei Vorlagen). Die Alternativen Christoph Daferner, Kennedy Okpala und Kaan Inanoglu sind allesamt noch torlos, was den Sturm zur wohl größten Dresdener Baustelle macht.
Fazit: Auch hier sprechen die Zahlen insgesamt für den FCM. Punkt für Magdeburg 5:2
Damit ergibt sich ein Endstand von 5:2 für den FCM, wenn man nur auf die Formstärke der voraussichtlichen Startelf schaut. Das schlägt sich auch den aktuellen Tabellenplätzen vier (Magdeburg) und 16 (Dresden) nieder. Für den Elbclasico am Sonntag ist das alles aber Nebensache. Entscheidend wird sein, wer mehr Kraft, Emotionen und Effizienz auf den Rasen bringen kann.