Mit 83 JAhren gestorben Mit dem FCM schaffte er die Sensation: Trauer um DDR-Legende Eberhard Vogel
Eberhard Vogel war einer der Ausnahmespieler der DDR. Beim 1. FC Magdeburg war er nur kurz als Trainer, doch schrieb er auch dort Vereinsgeschichte.

Jena/Magdeburg/DUR/dpa - Eberhard Vogel ist tot. Der frühere Weltklasse-Linksaußen des FC Karl-Marx-Stadt und des FC Carl Zeiss Jena und DDR-Fußball-Nationalspieler starb am Dienstag im Alter von 83 Jahren nach langer Krankheit. Das gab seine Familie bekannt.
Nach seiner aktiven Karriere trainierte Vogel auch den 1. FC Magdeburg zwischen 2000 und 2001 und schaffte im DFB-Pokal einen sensationellen Sieg gegen den FC Bayern München.

Der FCM kondolierte entsprechend: "Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gilt seiner Familie und allen Angehörigen. Wir werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren." Der FCM würdigte Vogel zudem: "Mit ihm verliert die Fußballwelt einen außergewöhnlichen Sportsmann, dessen Name untrennbar mit Leidenschaft, fachlicher Kompetenz und unermüdlichem Einsatz verbunden bleibt."
Vogel interpretierte in seiner aktiven Zeit das Spiel eines Linksaußen völlig neu. 440 Mal spielte er in der DDR-Oberliga - damit ist er Rekordspieler. 188 Punktspieltore bedeuten Platz zwei hinter FCM-Idol Joachim Streich (229 Treffer).
Eberhard Vogel glänzte für die DDR bei Olympia
74 DDR-Auswahl-Einsätze mit 25 Toren und 24 Spiele für die Olympia-Auswahl mit zehn Treffern stechen aus seinen Karrieredaten hervor.
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Der DDR-Meistertitel mit Karl-Marx-Stadt 1967 und die drei FDGB-Pokalsiege mit Jena (1972, 1974, 1980) werden getoppt von den beiden olympischen Bronzemedaillen 1964 und 1972 sowie dem Finale im Europapokal der Pokalsieger 1981 mit Jena gegen Dynamo Tiflis (1:2). Und auch bei der WM 1974 gehörte er zum DDR-Aufgebot.
„Er war ein begnadeter Stürmer, der in jeder Weltklassemannschaft gespielt hätte“, sagte einmal sein einstiger Mitspieler und späterer Trainer Hans Meyer in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur und legte noch einen Superlativ nach: „Die Art, wie er die Linksaußenposition interpretierte, wäre reif für Lehrfilme gewesen.“
Als DDR-Jugendtrainer feierte Eberhard Vogel Erfolge
Vogels Trainerkarriere war dagegen nur im Nachwuchsbereich von größerem Erfolg gekrönt. Von 1983 bis 1990 arbeitete er für den DDR-Fußball-Verband. 1986 wurde er mit der Junioren-Auswahl um Matthias Sammer Europameister, im Jahr darauf mit der U20 WM-Dritter.
Schließlich holte die U16 1989 noch EM-Silber. Das Ende des DDR-Fußballs erlebte Vogel als Assistenztrainer der letzten Nationalmannschaft an der Seite von Eduard Geyer.
Nach der Wende gab es als Club-Trainer in Jena, bei Hannover 96, beim FCM, beim Dresdner SC oder auch als Auswahltrainer in Togo jeweils Gastspiele, die nie deutlich länger als eine Saison dauerten.