2. Bundesliga Einen Monat nach dem 6:1 beim FCM: Braunschweig steckt tief in der Krise
Mit einem furiosen 6:1 beim 1. FC Magdeburg war Eintracht Braunschweig in die Saison gestartet. Seitdem setzte es aber nur noch Niederlagen für die Niedersachsen.

Braunschweig/Magdeburg/DUR/dpa - Ein Kantersieg zum Auftakt vor knapp einem Monat - und dann gar nichts mehr: Eintracht Braunschweig rutscht in der 2. Bundesliga in die Krise.
Trotz starker erster Halbzeit verlor die Mannschaft von Trainer Lars Kornetka beim Aufsteiger VfL Osnabrück am Sonntag mit 1:3 (0:0). Es war die vierte Pflichtspielniederlage in Serie seit dem überzeugenden 6:1 beim 1. FC Magdeburg am ersten Spieltag.
Die Braunschweiger waren zwar lange deutlich stärker, ohne allerdings in Führung zu gehen, wie es verdient gewesen wäre. Von zwölf Torschüssen der Gäste (Osnabrück: 1) vor der Pause war ein Pfostenschuss von Ex-FCM-Verteidiger Andi Hoti (21.) der gefährlichste, Osnabrücks Kapitän Jannik Müller hatte den Ball abgefälscht.
Eintracht Braunschweig: Absturz in der Liga, Aus im Pokal
Die VfL-Profis wirkten vier Tage nach ihrem Pokal-Spiel gegen den FC Bayern München (1:4) anfangs müde. Selten näherte sich das Team von Trainer Timo Schultz dem gegnerischen Strafraum - auch Robin Meißner, gegen die Bayern Schütze eines Traumtores, war lange abgemeldet. Dann aber genügte eine Szene mit zwei Kopfbällen nach einer Ecke für das 1:0. Der sieben Minuten zuvor eingewechselte Daniel Kofi Kyereh stocherte den Ball über die Linie (52.).
Die Gäste gerieten dadurch völlig aus dem Rhythmus, mehrfach bekam Osnabrück noch die Chance, nachzulegen. Bjarke Jacobsen (76.) traf ebenfalls nach einem Eckball, dann schoss auch Meißner (80.) sein Tor. Yann Sturm (88.) erzielte noch den Braunschweiger Ehrentreffer.
Mit nun drei Punkten aus der Gala beim 1. FC Magdeburg steht Braunschweig auf Rang 14 der Tabelle. Aus dem DFB-Pokal schied man durch ein 2:4 gegen Union Berlin ebenfalls schon in Runde eins aus.