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  5. Alles neu bei Eintracht Braunschweig? Kornetka krempelt Kader und Spielidee um

Erster FCM-Gegner Jünger und dominanter: So krempelt WM-Teilnehmer Kornetka die Eintracht um

Der 1. FC Magdeburg trifft zwar am ersten Spieltag wie im Vorjahr auf Eintracht Braunschweig. Unter Lars Kornetka soll sich bei den Blau-Gelben aber eine neue Spielidee entwickeln

Von Marcel Fritze 07.08.2026, 11:30
Eintracht Braunschweigs Trainer Lars Kornetka gibt seinen Spielern Anweisungen.
Eintracht Braunschweigs Trainer Lars Kornetka gibt seinen Spielern Anweisungen. (Foto: imago/Darius Simka)

Braunschweig/Magdeburg/DUR - Trotz der unzähligen Varianten, die ein Spielplan ermöglicht, kommt es am ersten Spieltag der Saison 2026/27 wieder zum Duell zwischen dem 1. FC Magdeburg und Eintracht Braunschweig (13 Uhr, live bei Sky).

Wie schon vor einem Jahr, als der FCM zum Auftakt in der heimischen Avnet Arena eine bittere 0:1-Niederlage hinnehmen musste.

FCM - Braunschweig: Wer schafft es in Magdeburgs Startelf?

Für die Blau-Weißen war der unglückliche Auftritt der Start in eine Spielzeit mit vielen Turbulenzen, die nur aufgrund eines Endspurts nicht im Abstieg mündete. Noch knapper wurde es bei den Braunschweigern. Nur ein Tor trennte sie vor dem erneuten Gang in die Relegation.

Braunschweig-Trainer Lars Kornetka bei der WM 2026 im Einsatz

Nun hoffen beide Vereine auf eine wesentlich ruhigere Runde. Dahingehend könnte das Auftaktspiel richtungsweisend sein. Wie hat Eintracht Braunschweig den Kader verändert und mit welcher Ausrichtung wollen sie das erste Spiel angehen?

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Beim Deutschen Meister von 1967 liegen die Hoffnungen vor allem auf Trainer Lars Kornetka. Der 48-Jährige übernahm die Mannschaft nach dem 25. Spieltag auf dem 15. Platz, holte elf Punkte in neun Spielen und verhinderte mit etwas Glück den Abstieg.

Anschließend reiste er zur Weltmeisterschaft, wo er als Co-Trainer der österreichischen Nationalelf im Einsatz war. Nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Spanien Anfang Juli konnte er sich voll und ganz auf seine Aufgabe bei der Eintracht konzentrieren.

Eintracht Braunschweig verjüngt den Kader

Langfristig möchte er den Spielstil der Löwen maßgeblich verändern. "Wir wissen, dass wir Luft nach oben haben, um dominanten, attraktiven und spannenden Fußball zu bieten. Da wollen wir besser werden. Wir wollen überraschen", erklärte er auf der Pressekonferenz vor dem Magdeburg-Spiel seine Zielsetzung.

Für dieses Vorhaben baute Sportdirektor Benjamin Kessel den Kader um. Unter den 13 Abgängen befindet sich auch der ehemalige Magdeburger Leon Bell Bell, dessen Vertrag auslief. Bis auf die Leihgabe Erencan Yardimci, der mit fünf Toren bester Schütze war, mussten die Blau-Gelben keinen Leistungsträger ziehen lassen.

Neu verpflichtet wurde eine Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten, die das Unterhaus noch nicht kennen. Defensivspezialist Florian Flick (118 Zweitligaspiele) und HSV-Leihgabe Noah Katterbach (40 Bundesliga- und 25 Zweitligaspiele) sollen ihre Routine einbringen.

Abwehr ist das Prunkstück der Eintracht

Aus der dritten Liga kamen Mittelfeldspieler Samuele Di Benedetto von der Reserve des VfB Stuttgart und Linksaußen Yann Sturm vom SC Freiburg II, der letzte Saison für den FC Ingolstadt neun Tore für den FC Ingolstadt erzielte.

Beide spielten eine gute Vorbereitung und standen bei der Generalprobe in der Startelf. Ebenso zur Garde der jungen Herausforderer gehört Flügelstürmer Junior Zé vom FC Basel, der schon neun Länderspiele für die U21-Auswahl der Schweiz absolvierte.

In der Vorbereitung stellte sich die Abwehr als das Prunkstück der Eintracht heraus. Gegen den österreichischen Bundesliga-Absteiger BW Linz (1:1), den englischen Zweitligisten FC Southampton (0:1) und den belgischen Erstligisten RAAL La Louviere (0:0) überzeugte die Defensive, in der auch der Ex-Magdeburger Andi Hoti viel Spielzeit erhielt.

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Schwer taten sich die Blau-Gelben beim Toreschießen. Neuzugang Maximilian Entrup, der 25 Tore in 81 Spielen der österreichischen Bundesliga vorzuweisen hat, verpasste verletzungsbedingt weite Teile der Vorbereitung. Ob er gegen Magdeburg schon im Kader steht, ist unklar.

Ersetzen könnte ihn Jan Urbich, der von Borussia Mönchengladbach ausgeliehen ist. Der 22-Jährige kam mit der Empfehlung von 14 Toren in 20 Spielen der Regionalliga West und durfte dreimal bei den Profis in der Bundesliga ran. Auch der ein Jahr jüngere Jovan Mijatovic, der im Januar auf Leihbasis kam und in der Rückrunde ein Tor in 14 Spielen erzielte, hofft auf den vakanten Platz im Sturm.

Braunschweig liegt im direkten Vergleich gegen FCM vorne

Gesetzt ist hingegen Mehmet Aydin, der den FCM vor einem Jahr mit seinem Weitschuss aus über 35 Metern überraschte. Der Allrounder wird wahrscheinlich über die rechte Abwehrseite kommen und sich viel im Offensivspiel einschalten. Auf Spielmacher Lino Tempelmann muss die Eintracht nach einer verletzungsgeplagten Vorbereitung ebenso verzichten wie auf Robin Heußer und Frederik Jäkel.

Angesichts der Personallage, den vielen jungen Spielern und der neuen Ausrichtung bremst Trainer Kornetka die Erwartungen vor dem Saisonstart.

"Wir werden Schritt für Schritt gehen müssen. Es geht darum, die Entwicklung in den Vordergrund zu stellen", betonte er. Der Respekt vor dem FCM ist groß. "Sie haben starke Einzelspieler, die es für uns zu kontrollieren gilt und ihr Spiel so zu sabotieren, dass wir zu unserem Spiel kommen."

Im direkten Vergleich hat Braunschweig mit sieben Siegen die Nase vorne. Fünf der bisherigen 16 Pflichtspielduelle entschied der FCM für sich. Der letzte Heimsieg gegen die Eintracht ist allerdings drei Jahre her. Dementsprechend haben die Hausherren noch eine Rechnung offen mit dem BTSV.