Vor Duell gegen Magdeburg Nicht nur FCM: Gegen die Clubs blamierte sich der FC Bayern schon im DFB-Pokal
Immer mal wieder schied Rekordgewinner FC Bayern München früh gegen Underdogs aus dem DFB-Pokal aus - zweimal sogar im eigenen Stadion. Ein Überblick.

Magdeburg/DUR - Der FC Bayern München ist mit 21 Titeln zwar Rekordgewinner im DFB-Pokal, doch leistete sich der Club auch immer wieder Blamagen bei unterklassigen Vereinen - und sogar im eigenen Stadion.
Vor dem Zweitrundenspiel des FC Bayern gegen den 1. FC Magdeburg im Oktober blicken wir auf die denkwürdigsten Pokalpleiten der Münchner der vergangenen 50 Jahre zurück.
2023/24 (2. Runde): 1:2 beim 1. FC Saarbrücken
Es ist noch nicht so lange her, dass sich die Münchner bei einem Drittligisten verabschiedeten. Ein Tor von Marcel Gaus tief in der Nachspielzeit sorgte für Extase im Ludwigspark von Saarbrücken und brachte den FCS sensationell eine Runde weiter.
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2020/21 (2. Runde): 5:6 bei Holstein Kiel
Der Zweitligist aus Kiel kam zweimal nach Rückstand zurück und glich in der Nachspielzeit zum 2:2 aus. Die Entscheidung fiel dann im Elfmeterschießen. Holstein traf sechsmal, beim FC Bayern patzte Marc Roca, der an Keeper Ioannis Gelios scheiterte.
2003/2004 (Viertelfinale): 1:2 bei Alemannia Aachen
Stefan Blank und Erik Meijer sorgten mit ihren Toren für die Sensation am Tivoli, Zweitligist Aachen schaffte es am Ende sogar ins Endspiel, wo man Werder Bremen unterlag. Bemerkenswert: 2006 warf die Alemannia den FCB erneut aus dem Pokal, dann aber als Bundesligist.
2000/01 (2. Runde): 2:5 beim 1. FC Magdeburg

Nach 90 und 120 Minuten stand es 1:1, dann versagten den Münchnern vor 26.000 Zuschauern im Ernst-Grube-Stadion die Nerven. Jens Jeremies und Giovane Elber verschossen ihre Elfmeter, Dirk Hannemann traf final für den damaligen Oberligisten zum Sieg.
1994/95 (1. Runde): 0:1 bei SV Vestenbergsreuth
Im Nürnberger Frankenstadion erlebte der FCB um Trainer Giovanni Trapattoni eine schwarze Stunde gegen den Regionalligisten. Vor 24.400 Zuschauer traf Roland Stein für den krassen Außenseiter, der FCB um Stars wie Matthäus, Hamann, Scholl oder Papin fand darauf keine Antwort und schied aus.
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1991/92 (2. Runde): 2:4 gegen FC Homburg
Der damalige Zweitligist aus dem Saarland siegte sogar im Münchner Olympiastadion vor allerdings nur 9000 Zuschauern. 2:2 hatte es nach 90 Minuten gestanden, in der Verlängerung sorgten dann Michael Kimmel und Bernd Gries für die Überraschung.
1990/91 (1. Runde): 0:1 bei FV 09 Weinheim
Im Sepp-Herberger-Stadion von Weinheim wurden 8000 Zuschauer am 4. August 1990 Zeuge der wohl größten DFB-Pokal-Blamage des FC Bayern. Per Elmfeter traf Thomas Schwechheimer nach 28 Minuten für den Oberligisten. Das Tor reichte am Ende, um die Münchner um Effenberg, Reuter, Augenthaler und Strunz schon in Runde eins aus dem Pokal zu werfen.
1979/80 (3. Runde): 0:1 bei der SpVgg Bayreuth

Auf schneebedecktem Spielfeld gewann der damalige Zweitligist mit 1:0 gegen den Favoriten. Uwe Sommerer schoss das "Goldene Tor" für Bayreuth, die von Pál Csernai trainierten Münchner wurden am Saisonende aber zumindest Deutscher Meister.
1978/79 (2. Runde): 4:5 gegen VfL Osnabrück
Nein, nicht im Elfmeterschießen, sondern nach regulären 90 Minuten gewann der VfL im Olympiastadion - da reichten den Bayern auch keine drei Elfmetertreffer von Gert Müller. Matchwinner bei Osnabrück war Andreas Wagner, der ebenfalls dreifach traf, darunter auch zum Siegtor in der 71. Minute.
1977/78 (3. Runde): 1:3 beim FC Homburg
Rund 20.000 Zuschauer waren im Waldstadion dabei, als Zweitligist Homburg den großen FCB um Sepp Maier, Gert Müller und Karl-Heinz Rummenigge aus dem Pokal warf. Gert Schwickert und Manfred Lenz machten mit ihren Toren den Sieg und die Sensation am Ende perfekt.