DREI TRADITIONSVEREINE Es rumort gewaltig in Liga zwei: Das sind neben dem FCM die Krisenteams
Bereits nach fünf Spieltagen befinden sich neben dem 1. FC Magdeburg einige Mannschaften in einer extrem angespannten Lage. Wir schauen drauf.

Magdeburg/DUR - Der 1. FC Magdeburg ist derzeit nicht das einzige Krisenteam der 2. Bundesliga. Auch bei anderen Traditionsvereinen rumort es – teils heftig, teils nach dem vergangenen Wochenende etwas weniger. Wir verschaffen einen Überblick.
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VfL Bochum: Angst vor dem Absturz in Liga drei
Der VfL Bochum befindet sich aktuell sicherlich in der größten Misere aller Vereine im Unterhaus. Dies lässt sich allein schon an der Doppel-Entlassung von Sportgeschäftsführer Dirk Dufner und Trainer Dieter Hecking am Dienstag erkennen.
Während die meisten VfL-Fans die Freistellung des erfolglosen Sportchefs befürworten, gibt es für das Feuern von Hecking auch viel Kritik. Der Tenor: Es liege nicht am Trainer, die Mannschaft sei einfach nicht gut genug. Interimsweise hat U-19-Coach David Siebers übernommen.
Der Verein aus der Bergbaustadt reiht sich ein in die Historie von Bundesliga-Absteigern, die im Unterhaus Probleme bekommen haben. Nicht mal der Absturz in Liga drei scheint ausgeschlossen. Wie der FCM haben die Bochumer dreimal in Folge verloren, auch die Punkteausbeute ist mit drei Zählern gleich.
Hertha BSC: Skepsis trotz des Dreiers im Duell mit Christian Titz
Bei Hertha BSC bestand nach einer sehr starken Phase zum Ende der vergangenen Saison unter Trainer Stefan Leitl die Hoffnung, in dieser Serie deutlich besser abzuschneiden als 2024/2025. Doch in den vergangenen Wochen folgte der harte Aufprall.
Die ersten vier Ligaspielen blieb das Team aus der Bundeshauptstadt ohne Sieg, zwei dieser Partien gingen unentschieden aus. Die gute Stimmung aus der Vorsaison konnten die Berliner also nicht transportieren.
Der 3:0-Sieg am Wochenende bei Hannover 96 um Christian Titz war also ein richtiger Befreiungsschlag. Der Ex-Magdeburger Luca Schuler trug sich in die Torschützenliste ein. Die Fans hoffen nun auf weitere Schritte in eine gute Richtung. Skepsis bleibt aber.
1. FC Nürnberg: Lediglich ein einziges Testspiel endete siegreich
Als einzige Mannschaft der Liga hat der 1. FC Nürnberg bisher noch nicht gewonnen. Lediglich einen mickrigen Punkt holten die Franken bisher. Und der FCN hat einschließlich der Vorbereitung überhaupt erst ein Spiel gewonnen in dieser Saison.
7:2 endete die Partie beim Fünftligisten Sportfreunde Schwäbisch Hall Anfang Juli. Im DFB-Pokal schied das Team von Trainer Miroslav Klose beim Zweitrunden-Gegner der Magdeburger – dem Bayern-Regionalisten FV Illertissen – im Elfmeterschießen aus.
Gravierend ist der Saisonstart besonders deshalb, weil Sportchef Joti Chatzialexiou das Ziel ausgab, die Saison unter den besten sieben Mannschaften zu beenden. Trotz der heiklen Lage sitzt Trainer Klose augenscheinlich noch recht fest im Sattel. Er hat die schwierige Aufgabe, mit einem Kader zu arbeiten, der sehr groß, noch nicht eingespielt und vor allem wohl schlechter als im Vorjahr ist.