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  5. Hannover 96 und Titz vor Magdeburg-Rückkehr: Alte Fehler, neuer Club

BLICK AUF DEN GEGNER Alte Fehler, neuer Club: Titz plagen bei Hannover dieselben Probleme wie beim FCM

Am Freitagabend kehrt Christian Titz erstmals nach seinem Abgang vom 1. FC Magdeburg zurück an seine ehemalige Wirkungsstätte. Mit seinem neuen Verein Hannover 96 spielt er zwar oben mit, ist aber nicht frei von Kritik.

Von Marcel Fritze 29.01.2026, 10:13
FCM-Cheftrainer Petrik Sander (li.) und Ex-Magdeburger und heutiger Coach von Hannover 96, Christian Titz.
FCM-Cheftrainer Petrik Sander (li.) und Ex-Magdeburger und heutiger Coach von Hannover 96, Christian Titz. (Foto: IMAGO / Noah Wedel; Christian Schroedter)

Magdeburg/DUR - Einen richtigen Abschied vom 1. FC Magdeburg hatte Christian Titz nicht. Nach vier erfolgreichen Jahren, in denen er den Club vom Tabellenkeller der dritten Liga auf den fünften Platz der 2. Bundesliga führte, war es sein Vorgesetzter Otmar Schork, der Titz’ Wechselwunsch nach dem Ende der Saison 2024/25 an die Öffentlichkeit brachte.

Was folgte, war eine wochenlange Hängepartie, bis der 54-Jährige bei Hannover 96 unterschrieb. Bei seinem neuen Arbeitgeber muss er mit einer höheren Erwartungshaltung zurechtkommen, denn der Kader wurde vor Saisonbeginn und im Winter hochkarätig verstärkt. Der Aufstieg, spätestens im kommenden Jahr, gilt als klares Ziel.

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Vor der Rückkehr nach Magdeburg am Freitag (18.30, live auf Sky) liegt Titz mit Hannover auf dem fünften Tabellenplatz, fünf Punkte hinter dem ersten direkten Aufstiegsrang. Wie wurde die Arbeit des 96-Trainers in seinem ersten halben Jahr bewertet und welche Parallelen gibt es zu seiner Zeit beim FCM?

Hannover 96 mit ähnlichen Problemen wie der FCM

96 startete furios in die Saison. Der fast komplett runderneuerte Kader verinnerlichte die Titz’sche Spielidee relativ schnell und gewann die ersten vier Spiele am Stück. Diese hohe Schlagzahl konnte die Elf vom Maschsee aber nicht halten. Vor allem in der Rückwärtsbewegung offenbarten die "Roten" immer wieder Schwächen. Dadurch kassierten sie bereits 26 Gegentore, die meisten aller Klubs im oberen Tabellendrittel.

Die Defizite im Abwehrverhalten arbeitete der "NDR" in einer Kooperation mit der Datenscouting-Agentur von “Global Soccer Network” auf. “Sobald Hannover gezwungen ist, tief zu verteidigen, fehlt es an Kompaktheit, physischem Zugriff und klarer Boxverteidigung”, resümierten die Experten. Zudem mangele es “an Automatismen im klassischen Abwehrverhalten”.

Mit 11 Toren ist Benjamin Källman der beste Torschütze bei Hannover 96.
Mit 11 Toren ist Benjamin Källman der beste Torschütze bei Hannover 96.
(Foto: IMAGO / Maximilian Koch)

Probleme, die auch in seiner Amtszeit beim 1. FC Magdeburg immer wieder auftraten, trotz der insgesamt positiven Entwicklung. “Die Daten und die Entwicklungslinien zeigen, dass sich viele Stärken und Schwächen des Magdeburger Titz-Fußballs aktuell fast deckungsgleich in Hannover wiederfinden”, bilanzierten die Datenanalysten Ende November.

Zwei weitere Phänomene, die aus seiner Magdeburger Zeit bekannt sind, setzten sich ebenfalls bei seiner neuen Station fort. Einerseits: das Verhalten bei Führungen. Sechs Spiele, in denen die Hannoveraner vorlegten, konnten sie nicht gewinnen. So oft gab ligaweit nur Dynamo Dresden eigene Führungen aus der Hand.

Des Weiteren verfolgt Titz weiterhin eine gewisse Heimschwäche. Drei Spiele vor heimischem Publikum verlor 96 in der Hinrunde gegen Hertha, Schalke und Darmstadt. Auswärts hingegen blieben die Niedersachsen bis zum 17. Spieltag ungeschlagen. Dann unterlag man in Nürnberg und zum Jahresauftakt in Kaiserslautern, wodurch die Kritiker neues Futter bekamen.

Hannovers neuer Sportvorstand stärkt Titz den Rücken

Die gelegentlich aufkommende Unruhe lässt den Übungsleiter wie gewohnt kalt. Entscheidend ist letztlich, was die Vereinsführung über seine Arbeit denkt. Auf der sportlichen Ebene gab es in der Winterpause einen Personalwechsel.

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Marcus Mann, der Titz nach Hannover lockte, verließ die 96er und zog zu RB Salzburg weiter. Sein Nachfolger wurde Jörg Schmadtke, der von 2009 bis 2013 bereits als Manager bei den "Roten" fungierte. Unter seiner Leitung mischte Hannover die Bundesliga auf und erreichte erstmals seit 20 Jahren wieder einen europäischen Klubwettbewerb.

Zu Jahresbeginn sprach er in einem Interview mit dem “kicker” von einer guten Hinrunde nach dem “Monster-Umbruch” mit 18 neuen Spielern im Sommer. Dem Cheftrainer stärkte er indes den Rücken: “Christian wird daran feilen, den erkennbaren Spielstil, den er installiert hat, zu festigen. Und dann kann man im nächsten Schritt vielleicht einmal auch über einen anderen Weg nachdenken, noch ist dafür lange nicht die Zeit".

Um die “sechs oder acht Punkte” zu holen, die man in der Hinrunde liegen gelassen habe, nahm Hannover im Winter weitere Offensivkräfte unter Vertrag. Auf Leihbasis kamen die bundesligaerfahrenen Flügelstürmer Noah Weißhaupt (74 Spiele) und Elias Saad (28 Spiele). Mittelfeldspieler Stefan Thordarsson wurde vom englischen Zweitligisten Preston North End verpflichtet.

Über die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte sagte Titz auf der Pressekonferenz am Mittwoch: “Das war lange Zeit mein Heimstadion gewesen. Ich werde viele alte Bekannte treffen und freue mich auf das Spiel.” Dass er seine Mannschaft gut auf die Stärken und Schwächen des FCM einstellen kann, zeigte er schon im Hinspiel.

Allerdings hat sich seitdem auf beiden Seiten einiges getan. “Es ist gut zu sehen, dass sie sich wieder gefangen haben und konsequent Punkte sammeln", so Titz und warnte vor seinem Ex-Klub: "Das wird keine leichte Aufgabe". Bislang konnte Hannover alle drei Gastspiele in Magdeburg für sich entscheiden. Kann Titz diese Serie aufrecht erhalten oder wird der FCM zum Stolperstein für den Ex-Trainer?

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