Zum Jahrestag des Anschlags "Trotz deiner vielen Narben": FCM-Ultras zeigen Trauer-Choreo am Betzenberg
Ein Jahr nach dem Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt spielt der FCM beim 1. FC Kaiserslautern. Für Verein und Fans ein sehr spezielles Spiel.

Magdeburg/Kaiserslautern/DUR - Ausgerechnet am ersten Jahrestag des furchtbaren Anschlags auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt muss der 1. FC Magdeburg ein Spiel in der 2. Bundesliga bestreiten.
Über die unsensible Ansetzung der Partie beim 1. FC Kaiserslautern am Samstag wurde im Vorfeld viel diskutiert, dennoch hieß es für Spieler und Trainer des FCM: Ligaalltag anstatt Trauerarbeit. Dennoch stand das Spiel zumindest aus Magdeburger Sicht ganz im Zeichen des traurigen Jahrestages.
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"Die Mannschaft wird in Gedenken des Anschlags mit Trauerflor auflaufen, die aktive Fanszene plant eine besondere Gedenkaktion", teilte der FCM am Samstag mit. Man sei in Gedanken bei Betroffenen, Angehörigen und der Heimatstadt Magdeburg: "Lasst uns gemeinsam diesen für uns alle besonderen und emotionalen Spieltag begehen."
FCM-Ultras kritisieren Ansetzung der DFL
Auch die aktive Fanszene hatte sich im Vorfeld zu Wort gemeldet. "Dass wir nun ausgerechnet am ersten Jahrestag des Anschlags in Kaiserslautern antreten müssen, ist denkbar unglücklich und beweist einmal mehr das fehlende Feingefühl der DFL für die Belange der Fans", hieß es in einer Mitteilung der Ultras von "Block U".

Getrauert wurde am Samstag dann gemeinsam am Betzenberg. Rund 1700 Magdeburg-Fans waren im Gästeblock und zeigten vor Anpfiff ein Banner mit der Aufschrift "In tiefer Trauer" sowie ein gemaltes Stadtwappen und das Datum des Anschlags. Zudem gab es eine gemeinsame Trauerminute für Teams und Zuschauer.
Wenig später war dann etwas farbenfroher zu lesen: "Mein Magdeburg. Trotz deiner vieler Narben". Im Block wurden dazu grüne und rote Fahnen geschwenkt. Die mitgereisten Fans trugen einen einheitlichen FCM-Schal zum traurigen Anlass.

FCM-Fans zeigen Choreografie beim Spiel in Kaiserslautern
Man wolle sich unter dem Motto "Eine Stadt hält zusammen" während des Spiels "nicht nur an der Trauer aufhalten", schrieb Block U im Vorfeld: "Sondern auch die gelebte Solidarität nach dem Anschlag in den Fokus stellen und ganz bewusst daraus Kraft für die Zukunft ziehen."
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