Ein Überblick 1. FC Magdeburg: Das sind die Verlierer der Hinrunde
Welcher Spieler vom 1. FC Magdeburg konnte in der Hinserie überzeugen - und wer nicht? Verletzungen und Leistungseinbrüche verhinderten so manchen FCM-Akteur.

Magdeburg/DUR - Umbruch im Sommer, dann ein schneller Trainerwechsel und Abstiegskampf pur: Die Hinrunde war eine harte Zeit für die Spieler des 1. FC Magdeburg. Was bei einem Kader von 36 Profis nicht verwundert, gab es einige Verlierer der vergangenen sechs Monate in Blau-Weiß.
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Andi Hoti
Im Sommer wäre Hoti gerne zu Dynamo Dresden gewechselt, der FCM legte aber sein Veto ein. Rückblickend war das keine gute Entscheidung. Der Kosovare spielt beim FCM keine Rolle mehr und ist trotz massiver Ausfälle in der Abwehr Dauerreservist.
Unter Trainer Markus Fiedler war das zum Saisonstart noch anders, doch verlor Hoti seinen Stammplatz recht schnell und rutschte seitdem in der Verteidiger-Hierarchie immer weiter ab. Ein Wechsel im Winter scheint möglich, Dynamo soll weiterhin an Hoti interessiert sein.
Daniel Heber
Unverschuldet wurde Heber zum Verlierer. Schon seit der Vorbereitung kämpft der so wichtige Abwehrspieler mit Verletzungen, die ihn fast das ganze halbe Jahr gekostet haben.
Zu lediglich fünf Pflichtspiel-Einsätze reichte es für den 31-Jährigen, im November hatte ihn ein Muskelbündelriss erneut lange außer Gefecht gesetzt. Erst beim letzten Spiel des Jahres feierte er sein Kurz-Comeback.
Samuel Loric
Noch heftiger als Heber traf das Verletzungspech allerdings Loric. Der Franzose kam nur zu einer Spielminute und stand nur in zwei Partien im Kader.
Erst laborierte der 25-Jährige bis Anfang Oktober an einer Muskelverletzung, dann folgte eine langwierige Fußverletzung, die der Flügelspieler auch bis zur Winterpause nicht mehr loswurde. Es war ein vertanes Halbjahr für Loric.
Abu-Bekir El-Zein
Der Kreativspieler kam unter Christian Titz im Vorjahr regelmäßig zum Einsatz, ohne fester Stammspieler zu sein. Seit Sommer geht es für den 22-Jährigen sportlich komplett in die falsche Richtung.
El-Zein blieb in der Hinrunde ohne Einsatzminute bei den Profis. Weder Fiedler noch Petrik Sander setzten auf seine Dienste im Abstiegskampf, El-Zein durfte nur in der Regionalliga Nordost für die U23 ran.
Philipp Hercher
Sieben Saisontore schoss Hercher in seiner ersten FCM-Saison unter Trainer Titz, dabei stand er knapp 1600 Minuten auf dem Rasen. "Hecke" war gefragter Stammspieler und wichtiger Faktor in der Offensive.
Das hat sich inzwischen geändert. Der 29-Jährige muss um Einsatzminuten kämpfen, nur knapp 600 sind es bislang - verteilt auf 15 Spiele. Hercher ist zumeist Kurzarbeiter und wartet trotz offensiverer Rolle noch immer auf sein erstes Saisontor.
Connor Krempicki
Gegen Illertissen im DFB-Pokal durfte der Mittelfeldspieler mal von Beginn an ran, hinzu kommen aber nur noch 44 Einsatzminuten in der 2. Bundesliga. Krempicki war unter Trainer Fiedler komplett raus, unter Sander spielte er zumindest noch eine kleine Nebenrolle.
Zuletzt wurde der 31-Jährige durch eine Verletzung gestoppt, was zu seiner gebrauchten Hinrunde insgesamt passt. Lediglich bei der U23 konnte er sich im Sommer und Herbst mit guten Leistungen etwas empfehlen.
Kandet Diawara
Seit Ende September ist der Zugang aus Frankreich wieder fit, seine Leistungsbilanz fällt mit 32 Einsatzminuten in Liga und DFB-Pokal sehr mager aus. Eine echte Startelfoption war der 25-Jährige auch im Dezember nicht für Trainer Sander.
Auch vom Ex-Nationalspieler aus Guinea hatte sich der 1. FC Magdeburg sicher mehr versprochen. Vielleicht löst Diawara das ja noch in der Rückrunde ein?
Alexander Ahl-Holmström
Nach dem Weggang von Martijn Kaars war der Weg eigentlich frei für den Schweden, Stürmer Nummer eins beim FCM zu werden. Doch nach einer enttäuschenden Hinrunde ist der 26-Jährige davon weit entfernt.
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Zwar schoss Ahl-Holmström gegen Fürth seine ersten beiden Tore für den FCM, der Knoten platzte dadurch aber nicht. Immer wieder warfen ihn Verletzungen zurück und limitierten seine Einsatzminuten auf nur 420 in der 2. Bundesliga. Dazu kommt, dass er bei seinen Auftritten nur selten überzeugen konnte.
Ado Onaiwu
Der am "Deadline Day" verpflichtet Ex-Nationalspieler aus Japan ist noch gar nicht angekommen in Magdeburg. Unter Trainer Sander ist er komplett außen vor und kann auch in Liga vier nicht positiv auf sich aufmerksam machen.
Angesichts seiner durchaus bemerkenswerten Vita - Onaiwu spielte in Toulouse und Auxerre - war seine Halbserie sehr enttäuschend, zumal Trainer Sander wenig Hoffnung auf schnelle Besserung machte.