Kommentar Jetzt erst recht! FCM kann Klassenerhalt schaffen, wenn ...
Der 1. FC Magdeburg spielte besser als der SC Paderborn, verkaufte sich teuer beim Tabellenzweiten. Jetzt gibt es nur eine Option für den FCM, um auch nächstes Jahr zweitklassig zu bleiben, meint Autor Nico Esche.

Magdeburg/DUR – Kaum eine Niederlage wird dem 1. FC Magdeburg so schmerzen wie das 3:4 am Sonntag gegen den SC Paderborn. Magdeburg dominierte, zauberte, traf sehenswert, war hellwach. Dreifach kam die Sander-Elf nach Rückschlägen zurück und spielte stark wie seit Monaten nicht. Doch an solchen Tagen wie diesen, reicht manchmal einfach nur ein einziger gegnerischer Spieler, der Träume platzen lässt.
Ein Sieg gegen den SCP wäre für die Magdeburger verdient gewesen. Sie bestätigten ihre starke Form aus den vergangenen Wochen. Die Pleite gegen den SCP ist ein Dämpfer. Ausgerechnet, während der Club ums Überleben in der 2. Bundesliga kämpft und mit Rückenwind aus drei ungeschlagenen Spielen in Folge nach Paderborn gefahren war.
Spielbericht: Magdeburg kämpft stark – aber Bilbija war nicht zu stoppen
Doch Filip Bilbija hatte etwas dagegen. Genauer gesagt: vier Treffer, mitten ins Magdeburger Herz. Mit einem Viererpack zerlegte der Stürmer die Magdeburger Defensive fast im Alleingang. Sein letztes Tor, das auch noch das entscheidende war, hämmerte der SCP-Stürmer – na klar – per Distanzschuss in die Maschen. Der Schlussakt der großen Bilbija-Show am Sonntag.
FCM nach SCP-Pleite: Abschütteln und weitermachen
Was kann der FCM aus diesem Spiel an Erkenntnis gewinnen? Zuallererst, dass er selber eigentlich eine Spitzenmannschaft ist, die in dieser Saison vor allem viel Pech hatte. Später mangelte es an Selbstvertrauen und damit an Punkten.
Am Sonntag war der Club gegen Paderborn auf Augenhöhe, spielte den frischgebackenen Tabellenführer der 2. Bundesliga phasenweise an die Wand. Der Club war zwar bei Standards wie gewohnt wackelig, bewies aber enorm viel Moral.
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Dennoch: Wieder einmal schaffte es der 1. FCM nicht eine längere Serie zu starten. Noch nie in der Vereinsgeschichte konnten die Ottostädter in der 2. Bundesliga drei Spiele hintereinander gewinnen. Das bleibt vorerst so. Allen voran wegen eines Mannes namens Filip Bilbija.
Die Lehre daraus muss für den 1. FC Magdeburg lauten, dass man diese Pleite am besten gleich morgen früh abhakt. Spielt der FCM in den ausstehenden fünf Ligaspielen wie zuletzt gegen Paderborn, ist der Klassenerhalt machbar. FCM-Albtraum Bilbija gibt es ja nur einmal und diesen Schrecken hat Magdeburg am Sonntag fürs Erste hinter sich gelassen.