DFB-Pokal "Riesenkompliment" und harte Kritik: So sah Sander den FCM-Sieg in Bahlingen
Der 1. FC Magdeburg hat seine Pflicht erfüllt und beim Bahlinger SC das Ticket zur zweiten DFB-Pokalrunde gelöst. Ein Thema stand nach Abpfiff aber im Mittelpunkt.

Bahlingen/Magdeburg/DUR/dpa - Magdeburgs Trainer Petrik Sander hat sich nach dem Erstrundenspiel im DFB-Pokal beim südbadischen Oberligisten Bahlinger SC mächtig über den Rasen im Kaiserstuhlstadion beschwert.
„Wir wollten Fußball spielen, sie wollten Fußball spielen, es gab nur einen, der das nicht zugelassen hat, und das war der Platz. Das muss man einfach so klipp und klar sagen“, schimpfte Sander gleich zu Beginn der Pressekonferenz nach dem 4:0-Sieg des Zweitligisten.
„Ich bin schon eine ganze Weile dabei, aber ich habe das so in dieser Dimension noch nicht mitbekommen, noch nicht so erlebt“, sagte Sander weiter. „Wenn ich Fußball spielen will, brauche ich einen vernünftigen Untergrund. Das ist kein guter Untergrund.“ Seiner Meinung nach genüge der Rasen nicht den Ansprüchen an eine erste Runde im DFB-Pokal.
Sander macht Bahlinger SC „Riesenkompliment“
Den Bahlinger Trainer Marco Schneider und dessen Team nahm Sander explizit von seiner Kritik aus. Der Oberligist habe aktiv Fußball spielen wollen, dafür gebühre den Gastgebern „ein Riesenkompliment“. Dank der beiden Doppeltorschützen Torjäger Mateusz Zukowski (5. und 44. Minute) sowie Falko Michel (31./77.) zog Sanders Elf vor 3.545 Zuschauern dennoch souverän in die nächste Runde ein.
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Schneider erklärte die schlechten Platzverhältnisse mit den hohen Temperaturen der vergangenen Wochen. „Ist jetzt sicherlich kein Wembley-Rasen, kein Teppich, aber war schon deutlich besser“, gestand der BSC-Coach. „Wir hätten natürlich auch gerne einen besseren Untergrund gehabt.“
Sein Kapitän Hasan Pepic wollte die Sander-Aussagen so nicht stehen lassen: „Ich bin mir sicher, dass der Herr Sander Mannschaften trainiert hat, die noch auf einem schlimmeren Platz gespielt haben. Ich bin jetzt auch lange in dem Geschäft dabei und ich kann sagen, ich habe über 100 Mal auf einem schlechteren Platz gespielt.“
Zumal, wie der 33-jährige Pepic anmerkte, die Bahlinger trotz des unebenen Geläufs zu guten Chancen gegen den Favoriten kamen. Nur die Effizienz fehlte. „Es war ein Highlight“, resümierte der Kapitän dennoch. „Das genießen wir noch heute und vielleicht morgen und ab übermorgen geht der Alltag wieder los, Oberliga, Verbands-Pokal. Wir wollen den nochmal holen, damit wir nochmal ein Highlight nächstes Jahr haben.“