debüts, tor-premieren und rekorde 4:0 in Bahlingen: FCM löst die Pflichtaufgabe im DFB-Pokal eiskalt
Der 1. FC Magdeburg siegt in Bahlingen. Zwei Club-Akteure netzen erstmalig in ihrer Karriere im DFB-Pokal, zwei andere freuen sich über (Startelf-)Debüts.

Bahlingen - Der 1. FC Magdeburg steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals: Auf effiziente Weise gewannen die Elbestädter die Begegnung beim Oberligisten Bahlinger SC 4:0 (3:0). Mit dem Sieg hat der FCM 456.377 Euro eingenommen. Durch den deutlichen Halbzeitstand musste Magdeburg nach dem Seitenwechsel keineswegs zittern.
Beim Blick auf die Startelf vor der Partie zeigte sich: Der von Trainer Petrik Sander angekündigte Verzicht auf eine Rotation bedeutete lediglich eine Veränderung in der Startelf im Vergleich zum 3:0 in Osnabrück. Tony Reitz rückte rein für Leon Mergner, der auf der Bank Platz nahm. Reitz gab sein Startelfdebüt in einem Pflichtspiel für den FCM.
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Sturm-Neuzugang Roko Simic stand wie erwartet ebenfalls als möglicher Einwechselspieler im Kader – ebenso wie der von Magen-Darm genesene Moritz-Broni Kwarteng. Torben Müsel (Oberschenkelprobleme) fehlte hingegen erneut. Auch Herbert Bockhorn war nicht im Aufgebot (trainierte laut Club dosiert unter der Woche).
In den ersten Minuten der Partie fiel das forsche Agieren, das Pressing der Hausherren auf. Für den FCM war es sichtlich gewöhnungsbedürftig, auf dem holprigen Platz in Bahlingen gepflegten Ballbesitz-Fußball zu spielen.
Frühe Führung hilft
Mit der ersten Chance gingen die Elbestädter in Führung: Magdeburg kombinierte, Luka Hyryläinen brachte die Hereingabe, Mateusz Zukowski bekam die Kugel und hatte viel Platz. So war es für den Torjäger eine vergleichsweise einfache Aufgabe, die Kugel unterzubringen. Er schoss seinen ersten DFB-Pokal-Treffer.
Das frühe 1:0 in der 5. Minute bedeutete für den Club einen idealen Start. Danach kontrollierte der Favorit um Unruheherd Zukowski die Partie, weitere Tormöglichkeiten folgten. Die Gastgeber mussten sich erstmal von dem Rückschlag erholen, spielten dann aber weiter mit breiter Brust.
Bahlinger SC mit Chancen
Vor den Toren passierte wenig. Magdeburg ließ die Kugel laufen, spielte aber keinen Vollgas-Fußball. In der 26. Minute kamen die Bahlinger zu ihrer bis dato besten Chance: Nach einem recht ungestörten Vortrag über die Außenbahn hatte Alex Echner in der Mitte zu viel Platz, sein Schuss aus sehr guter Position ging deutlich rüber – da hätte es 1:1 stehen können.
In der 31. Minute erhöhte Falko Michel auf 2:0. Nach einem Einwurf und einer Flanke von Baris Atik köpfte der zentrale Mittelfeldakteur ein. Es war das erste DFB-Pokal-Tor seiner Laufbahn. Und es brachte dem FCM etwas Entspannung. Daraufhin gab es vereinzelt Torraumszenen.
FCM eiskalt vor dem Tor
FCM-Keeper Dominik Reimann musste nach einem Spielzug erstmals parieren (41.). Das war eine sehr gefährliche Szene des Heimteams. Drei Minuten später sorgte Zukowski für eine Vorentscheidung: Nach Pass von Atik zog er knapp außerhalb des Strafraums ab, es war ein wuchtiger Schuss. Nach dem 3:0 schien die Gegenwehr der gastgebenden Amateure weniger zu werden.
Der FCM hatte weitere Chancen, Keeper Dennis Klose wurde gefordert. Dann war Pause. Eine Gala-Leistung hatte Magdeburg hier bis dato nicht gezeigt. Aber es war ein abgezockter Auftritt auf einem schwer bespielbaren Rasen in einer Partie, bei der quasi schon in der Halbzeit der Sieger feststand.
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Aus der Kabine kamen die Bahlinger mit neuem Mut. In Folge eine Flanke wurden sie gefährlich im Strafraum (48.). Dann kreierte auch Magdeburg wieder Offensivszenen. Zeitig wechselte Blau-Weiß (62.) und das früher als die Hausherren: Youngster Magnus Baars durfte sich zeigen, er kam für Emmanuel Iyoha, und Simic gab sein Debüt, Reitz verließ den Rasen. Der FCM agierte jetzt also mit zwei nominellen Mittelstürmern.
Im weiteren Verlauf spielte es Magdeburg vor 3.545 Zuschauern schlichtweg souverän runter – Torchancen inklusive. Die Bahlinger waren auch weiterhin hin und wieder im Strafraum zu sehen, Torhüter Reimann (der nun mit zehn Einsätzen Magdeburgs alleiniger Rekordspieler im DFB-Pokal ist) musste teils halten. In der 76. Minute zwang Zukowski derweil Bahlingen-Keeper Klose nach Flanke von Baars zu einer klasse Parade.
FCM: Höchster Sieg im DFB-Pokal
Eine Minute zuvor war beim Club Außenverteidiger Eldin Dzogovic reingekommen, Alexander Nollenberger hatte Feierabend. In Person von Tobias Müller setzte wenig später ein Innenverteidiger zum Dribbling an, es folgte ein Zuspiel in Richtung Tor, Michel brachte die Kugel mit seinem zweiten Treffer über die Linie (77.).
Durch das 4:0 sah es jetzt nach einem neuen Rekord aus: Noch nie zuvor hatte der 1. FC Magdeburg im DFB-Pokal mit vier Toren Abstand gewonnen. In der Schlussphase wechselte das Trainerteam des FCM auch die Offensivakteure Richmond Tachie (für Atik) und Kevin Manthey (Zukowski) ein. Weitere Torraumszenen hätten im fünften Tor der Blau-Weißen münden können, doch es blieb beim 4:0. Der neue Rekord stand fest.