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  5. FCM und die Deadline-Day-Transfers: Wer schlug ein, wer nicht?

Wer schlug ein, wer nicht? Glücksfälle und Fehlgriffe: Das sind die Deadline-Day-Transfers des FCM

Am 1. September endet das Sommer-Transferfenster, legt der 1. FC Magdeburg noch einmal nach. Mit Last-Minute-Zugängen hat der FCM schon so seine Erfahrungen gemacht.

Von Marcel Fritze Aktualisiert: 31.08.2026, 12:13
Ado Onaiwu (l.) und Samuel Loric waren zwei Last-Minute-Zugänge beim 1. FC Magdeburg in der Vergangenheit.
Ado Onaiwu (l.) und Samuel Loric waren zwei Last-Minute-Zugänge beim 1. FC Magdeburg in der Vergangenheit. (Foto: imago/Christian Schroedter)

Magdeburg/DUR – Der 1. FC Magdeburg hat seinen Kader im Sommer umgebaut, aber ist dieser schon fertig? Noch bis zum 1. September um 20 Uhr darf der FCM auf dem Transfermarkt zuschlagen und neue Spieler verpflichten.

In der Vergangenheit tat der Club das oft am letzten Tag - mit sehr unterschiedlichem Erfolg. Wir blicken auf die letzten "Deadline-Day"-Transfers des 1. FC Magdeburg zurück

Richmond Tachie (Februar 2026)

Im Winter 2026 holte der FCM Stürmer Richmond Tachie vom 1. FC Kaiserslautern auf den letzten Drücker. Mehr als eine Option für etwas Tiefe im Kader wurde der Angreifer in der Rückrunde aber nicht.

Richmond Tachie schloss sich am 2. Februar 2026 dem 1. FC Magdeburg an.
Richmond Tachie schloss sich am 2. Februar 2026 dem 1. FC Magdeburg an.
(Foto: imago/Maximlian Koch)

Trainer Petrik Sander setzte selten auf den Zugang, der mit dem FCM-System so seine Probleme hatte und auf nur ein Saisontor kam.

Ado Onaiwu (September 2025)

Am 1. September 2025 und damit am letzten Tag des Sommer-Transferfensters zauberte der FCM Onaiwu aus dem Hut. Wenige Tage zuvor hatte der Club Torjäger Martijn Kaars an den FC St. Pauli verloren und suchten nach Ersatz.

Ado Onaiwu kam aus Frankreich mit der Empfehlung von Länderspielen für Japan, tat sich aber beim FCM von Beginn an schwer, kam sportlich nie an und zog schnell wieder weiter.

Ado Onaiwu konnte sich beim FCM bislang nicht durchsetzen.
Ado Onaiwu konnte sich beim FCM bislang nicht durchsetzen.
(Foto: imago/Christian Schroedter)

Maximilian Breunig (September 2025)

Parallel zu Onaiwu wurde auch die Leihe von Breunig perfekt gemacht, der Stürmer steht eigentlich beim 1. FC Heidenheim unter Vertrag. In seinen ersten Monaten sorgte er als "Joker" immer mal für Tore und Impulse.

Zwar konnte auch Maximilian Breunig die Lücke von Kaars nicht ansatzweise füllen, doch war sein Transfer als Leihe insgesamt eine solide Lösung für den 1. FC Magdeburg, um mehr Tiefe im Kader zu haben. Am Ende der Saison trennten sich die Wege wieder.

Maximilian Breunig gab dem Kader des 1. FC Magdeburg zumindest mehr Tiefe.
Maximilian Breunig gab dem Kader des 1. FC Magdeburg zumindest mehr Tiefe.
(Foto: imago/Björn Reinhardt)

Mateusz Zukowski (September 2025)

Als dritter Spieler wurde noch Zukowski am Deadline Day unter Vertrag genommen. Der Pole, eigentlich für die Außenbahn geholt, kam verletzt, fiel mit einem Mittelfußbruch aus und war eigentlich als Vorgriff auf Rückrunde oder Folgesaison eingeplant.

Doch kam es erfreulicherweise ganz anders. Kaum war Mateusz Zukowski fit, holte er sich den Stammplatz als Mittelstürmer und schoss regelmäßig seine Tore - stolze 17 waren es am Ende der Saison! Der 24-Jährige entpuppte sich als wahrer Glücksgriff von Otmar Schork.

Mateusz Zukowski entpuppte sich beim 1. FC Magdeburg als wahrer Glücksgriff.
Mateusz Zukowski entpuppte sich beim 1. FC Magdeburg als wahrer Glücksgriff.
(Foto: imago/Christian Schroedter)

Patric Pfeiffer (Februar 2025)

Der Abwehrmann wurde vom FC Augsburg geliehen, um die Verteidigung abzusichern. Schließlich hatte der FCM Bedarf, nachdem man Andi Hoti an Dynamo Dresden verliehen hatte.

Patric Pfeiffer machte seine Sache solide, spielte aber nur eine Nebenrolle, da der FCM bärenstark und eingespielt war. Für eine Weiterverpflichtung reichten die Auftritte nicht, die Wege trennten sich nach fünf Monaten wieder.

Patric Pfeiffer konnte sich beim FCM nach nachhaltig für einen festen Transfer empfehlen.
Patric Pfeiffer konnte sich beim FCM nach nachhaltig für einen festen Transfer empfehlen.
(Foto: imago/Christian SchroedterU

Dariusz Stalmach (Februar 2025)

Das Mittelfeldtalent kam aus dem Nachwuchs des AC Mailand und war ein Vorgriff auf den Sommer, wo die Verpflichtung ohnehin geplant war. So hatte der junge Pole etwas mehr Zeit, in Magdeburg anzukommen.

Unter Trainer Christian Titz blieb Dariusz Stalmach ohne Bundesliga-Einsatz, dann debütierte er aber in der Folgesaison unter Markus Fiedler. Im Sommer 2026 zog er aber auf eigenen Wunsch in die Bundesliga zu Werder Bremen weiter.

Dariusz Stalmach ist beim FCM ein Versprechen auf die Zukunft.
Dariusz Stalmach ist beim FCM ein Versprechen auf die Zukunft.
(Foto: imago/Nordphoto)

Bryan Teixeira (Januar 2024)

Bei Bryan Teixeira bot sich dem FCM eine günstige Gelegenheit. Vor knapp einem Jahr kam sein Wechsel von Sturm Graz nach Magdeburg erst in den finalen Stunden der Transferphase zustande.

Am Nachmittag des "Deadline Day" wurde Teixeiras Berater bei FCM-Sportchef Otmar Schork vorstellig und bot seinen Schützling an. Eigentlich hatte Magdeburg nach einem Mittelstürmer gesucht. Dann ging alles ganz schnell.

Bryan Teixeira erwies sich für den 1. FC Magdeburg als guter Griff auf dem Transfermarkt.
Bryan Teixeira erwies sich für den 1. FC Magdeburg als guter Griff auf dem Transfermarkt.
(Foto: imago/Fußball-News Saarland)

Allerdings konnte sich der Flügelstürmer nicht nachhaltig beim 1. FC Magdeburg durchsetzen und verließ den Club im Sommer 2025 wieder.

Emir Kuhinja (Winter 2024)

Ebenfalls relativ spät in der Wintertransferphase der Saison 2023/24 wurde Emir Kuhinja verpflichtet. Der Stürmer kam vom SGV Freiberg aus der Regionalliga Südwest und sollte beim FCM den nächsten Schritt machen.

Emir Kuhinja durfte sich beim FCM bislang kaum beweisen.
Emir Kuhinja durfte sich beim FCM bislang kaum beweisen.
(Foto: imago/Christian Schroedter)

Genau eine Woche nach seiner Vorstellung hatte er seinen großen Auftritt im Heimspiel gegen Holstein Kiel, als er in der Nachspielzeit eingewechselt wurde und mit seinem ersten Ballkontakt zum 1:1 traf.

Bis auf zwei weitere Kurzeinsätze für die Profis war er dann jedoch ausschließlich in der FCM-Reserve zum Einsatz gekommen. Ein Kreuzbandriss warf ihn zurück, im Winter 2026 verließ er Magdeburg dann Richtung Bulgarien, wo er ebenfalls erfolglos blieb.

Samuel Loric (Sommer 2024)

Ein weiterer Späteinkauf, der sich gut einfügte, war Samuel Loric, der Ende August 2024 vom französischen Klub Quevilly-Rouen Métropole an die Elbe wechselte. Er wurde als Reaktion auf den langfristigen Ausfall von Herbert Bockhorn geholt, der sich zu Saisonbeginn einen Kreuzbandriss zugezogen hatte.

Samuel Loric hat sich beim 1. FC Magdeburg gut eingefunden.
Samuel Loric hat sich beim 1. FC Magdeburg gut eingefunden.
(Foto: imago/IPA-Foto)

Der Franzose überzeugt durchaus, hat aber ein großes Manko: Loric ist zu oft verletzt und verpasst viel zu viele Spiele. So wurde sein auslaufender Vertrag 2026 nicht mehr verlängert.

Maximilian Ullmann (Januar 2023)

Als ein weiterer, recht später Transfer ist auch Maximilian Ullmann zu nennen, der im Januar 2023 von Venezia FC ausgeliehen wurde. Damit sicherten sich die Verantwortlichen auf der linken Abwehrseite ab, wo Leon Bell Bell bis dato die einzige Option war.

Maximilian Ullmann hinterließ beim FCM keinen bleibenden Eindruck.
Maximilian Ullmann hinterließ beim FCM keinen bleibenden Eindruck.
(Foto: imago/Christian Schroedter)

Die Dienste des Österreichers wurden durchaus gebraucht. Dreimal durfte er starten und achtmal wurde er eingewechselt. Zu einer Festverpflichtung kam es im Anschluss nicht.

In der weiteren Vergangenheit sind zudem Florian Kath und Maximilian Franzke in der Saison 2020/21 zwei Beispiele für Transfers, die der FCM am “Deadline Day” über die Bühne brachte.