Fehlstart in Zweitliga-saison Braunschweig demütigt Magdeburg: FCM komplett von der Rolle - 1:6!
Es hätte der große Saisonauftakt für den 1. FC Magdeburg werden sollen: bestes Wetter und volles Haus gegen Eintracht Braunschweig. Am Ende war es für den FCM ein Tag zum Vergessen.

Magdeburg – Aufgalopp für den 1. FC Magdeburg! Am Samstag traf die Sander-Elf auf Eintracht Braunschweig und spielte den Saisonauftakt vor 28.508 Zuschauern.
Gleich vier Sommerneuzugänge schafften es bei den Magdeburgern in die Startelf: Anselmo Garcia Mac Nulty und Paul Jaeckel starteten in der Innenverteidigung, Emmanuel Iyoha auf Rechtsaußen und Moritz-Broni Kwarteng im offensiven Mittelfeld.
Die weiteren neuen Spieler Kevin Manthey und Tony Reitz feierten ihr Debüt im Spieltagskader auf der Bank. Ebenfalls mit dabei waren die beiden FCM-Youngster Leon Mergner und Magnus Baars.
FCM zerfällt unter Braunschweiger Druck
In den ersten Minuten in der Partie liefen die Braunschweiger ihren Gegner aggressiv und hoch an. Gift für das ballbesitzorientierte Spiel der Magdeburger, die sich ihrerseits kaum entfalten konnten.
Magdeburg machte das Spiel, Braunschweig traf. In der 15. Spielminute verteidigte der FCM schlecht, Luca Hyryläinen war zu passiv im Zweikampf. Max Marie steckte die Kugel auf Aaron Opoku durch. Paul Jaeckel war letzter Feldspieler, der ein mögliches Abseits aufhob. Opoku schob an Dominik Reimann vorbei zum 0:1.
Nur fünf Spielminuten später erhöhte der Gast auf das 0:2. Iyoha vertändelte im Aufbauspiel den Ball in der gegnerischen Hälfte. Und dann ging es zu schnell für den FCM. Braunschweig konterte eiskalt. Der Ball kam auf Jan Urbich, Mac Nulty kam nicht hinterher, sodass der Braunschweiger überlegt aus sechzehn Metern netzen konnte.
Dann wurde es deutlich. Wieder ein Ball in die Tiefe zu Urbich. Erneut schlief die Magdeburger Abwehr. Der Stürmer schob zum 0:3 ein (26.). Die Verteidigung vom FCM wirkte komplett überfordert von den stark aufspielenden Gästen aus Niedersachsen. Und es kam noch dicker.
Magdeburg in Unterzahl, 0:4 durch Strafstoß
In der 31. Minute konnte Herbert Bockhorn den Ball schlecht kontrollieren. Fabio Di Michele Sanchez eroberte den Ball, Bockhorn ging hinterher und sprang wuchtig in den Gegner. Der Magdeburger traf zwar erst den Ball, aber auch sehr viel Gegner. Der Schiedsrichter zeigte sofort die rote Karte, Magdeburg war damit eine Stunde in Unterzahl.
In Minute 42 bekam der Schiedsrichter auf das Ohr gesagt, dass es zu einer strittigen Situation im Magdeburger Strafraum gekommen war. Hyryläinen zog zuvor am Trikot von Yann Sturm, der in Magdeburgs Sechzehner zu Boden gegangen war. Der Unparteiische entschied auf Strafstoß. Mehmet Aydin traf vom Punkt zum 0:4.
Für den zweiten Durchgang wechselte das Trainerteam Kwarteng aus. Für den Offensivmann kam Pierre Nadjombe aufs Feld, der die vakante Rechtsverteidiger-Position einnahm.
Drei Minuten in der zweiten Halbzeit gelang den Magdeburgern der 1:4-Anschlusstreffer. Hyryläinen eroberte den Ball im eigenen Strafraum. Über Iyoha und Atik gelangte der Ball auf Mateusz Zukowski, der wuchtig treffen konnte.
Magdeburger Tor-Euphorie hält nur kurz
Die Antwort der Braunschweiger folgte prompt. Nach Wiederanstoß kombinierten sich die Gäste durch die Magdeburger Hälfte. Von Außen kam der Ball auf Samuele Di Benedetto, der per Direktabnahme zum 1:5 netzte.
Zukowski verzog freistehend vor dem gegnerischen Keeper (55.), ehe der BTSV das halbe Dutzend voll machte. Ein komplett missglückter Rückpass von Falko Michel landete im Toraus. Die anschließende Ecke sorgte für das 1:6: Magdeburg bekam den Ball nicht geklärt, Florian Flick köpfte ein (60.).
Nach rund 70 Minuten verließen viele FCM-Fans ihre Plätze, nachdem es bereits zum Halbzeitpfiff von den heimischen Rängen einige Pfiffe gab. Zeitgleich war die Luft bei beiden Mannschaften raus, die Partie schleppte sich zäh in die Endphase.
Der Horror-Auftakt vom 1. FC Magdeburg endete nach 95 Minuten für die Magdeburger zu Ende. Vorne war der Club harmlos, hinten beschenkte man die Braunschweiger. Und so verlor der FCM in Unterzahl mit 1:6.