Was den FCK stark macht „Abwehr aus Granit“: Experte warnt FCM vor 1. FC Kaiserslautern
Der 1. FC Kaiserslautern ist noch ungeschlagen und defensiv kaum zu knacken. Ein FCK-Experte erklärt, was die „Roten Teufel“ aktuell so stark macht und wo der 1. FC Magdeburg trotzdem seine Chance haben könnte.

Kaiserslautern/Magdeburg/DUR – Nach Hertha trifft der 1. FC Magdeburg am Samstag in der Avnet Arena (13 Uhr, Sky) mit dem 1. FC Kaiserslautern erneut auf einen bislang ungeschlagenen Gegner in der 2. Bundesliga.
Der FCK marschiert durch das Unterhaus, hat in vier Spielen nur einen einzigen Gegentreffer kassiert, gewann spektakulär in letzter Sekunde im DFB-Pokal gegen Waldhof Mannheim – und könnte für den FCM zu einem großen Problem werden.
Warum die Lauterer so gut in die Saison gestartet sind, wie weit die Entwicklung zurückgeht und welche Stellschrauben dafür gedreht wurden, weiß Thomas Hilmes. Der Pfälzer Journalist begleitet den 1. FC Kaiserslautern seit Jahren intensiv und schreibt für das Portal „Der Betze brennt“.
1. FC Kaiserslautern: Darum ist der FCK plötzlich so stark
Ein entscheidender Punkt, so Hilmes, war es, dass man trotz kleinerer und mittlerer Täler an Trainer Torsten Lieberknecht festgehalten habe. Keine Selbstverständlichkeit bei den Pfälzern, deren Trainerstuhl in den vergangenen Jahren einer Abschussrampe gleichkam.
Vergangene Saison erreichte der FCK Tabellenplatz sechs, der beste Platz seit dem Aufstieg 2022. „Dennoch keimte immer mal wieder Unruhe auf, weil die Roten Teufel regelmäßig abprallten, wenn sich nochmal die Chance zum oben angreifen geboten hätte – und dabei fünf-, sechsmal auch eine echt desolate Leistung zeigten“, so Hilmes.

Was hat man im Vergleich zur Vorsaison geändert? Man habe laut dem FCK-Experten „Grundlagen gelegt, um jetzt vielleicht nach 15 Jahren endlich die Rückkehr in die Bundesliga zu schaffen.“ Die Ambitionen scheinen da, auch wenn sie freilich vom Verein in dieser noch frischen Saison nicht ausgesprochen worden sind.
„Torsten Lieberknecht ist es gelungen, aus der Schießbude der Liga – 119 Gegentore in zwei Saisons – eine Abwehr aus Granit zu formen“, betont Hilmes und schießt noch eine beeindruckende Statistik hinterher: „Saisonübergreifend hielt der FCK in neun der letzten 14 Spiele die ‚Null‘“, blieb also ohne Gegentreffer.
Neue FCK-Spieler schlagen sofort ein
Und das trotz zahlreicher Verluste im Sommer. Wichtige Akteure wie Daniel Hanslik (ging zu VfL Bochum) und Luca Sirch (SV Elversberg) sind weg. Doch der FCK scheint trotzdem sehr gut eingespielt.
„Jetzt werden peu à peu die Neuzugänge eingebaut, die in Person von Ibrahim Kanaté, Erencan Yardimci, Thierry Tazemeta und Mario Sauer auch prompt für die Siegtore in den letzten drei Spielen sorgten“, so Lautern-Experte Thomas Hilmes.
Das Spiel gegen den 1. FC Magdeburg, sagt der Pfälzer Journalist, wird weitere Erkenntnisse liefern, ob der 1. FC Kaiserslautern mit Zufriedenheit aus einem sehr guten Saisonstart bei einem Sieg, aber auch mit Rückschlägen bei einer Niederlage umgehen kann.
Denn gerade die „jungen Wilden“, wie Hilmes die deutlich verjüngte Mannschaft nennt, begeistern die Fans. „Aber natürlich besteht auch die Gefahr, dass irgendwann mal die Erfahrung fehlt, wenn es darauf ankommt“, räumt der Pfälzer ein.
FCM gegen Kaiserslautern: Diese Statistik macht Magdeburg Hoffnung
Wie hoch die Chancen für einen Sieg der Lauterer gegen die Magdeburger stehen, ist noch ungewiss. Der "Roten Teufel" gehören zu den Lieblingsgegnern vom FCM. Einer, der immer sehr gerne gegen den FCK trifft, ist FCM-Star Baris Atik.
Und eine weitere Statistik spricht eigentlich für einen Sieg der Magdeburger: In 14 Begegnungen ging der Club sechsmal als Sieger hervor, Kaiserslautern nur dreimal, zuletzt im Mai dieses Jahres (0:1). Fest steht: Die Fans dürfen eine unterhaltsame Partie vor vollen Rängen erwarten.