Kommentar zum 1. FC Magdeburg Der Chávez-Transfer zeigt: Beim FCM wächst etwas heran
Der 1. FC Magdeburg holt in Felipe Chávez ein vielversprechendes Talent vom FC Bayern und sichert sich sogar eine Kaufoption. Der Transfer zeigt, dass sich beim FCM etwas verändert, meint Reporter Nico Esche.

Magdeburg/DUR - Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, heißt es vor allem immer dann, wenn die Sicht in die Zukunft vernebelt ist. Durch diesen Schleier blicken derweil Fans, Verantwortliche und Spieler des 1. FC Magdeburg in der 2. Bundesliga. Wohin schippert das Boot FCM in den kommenden Wochen und Monaten?
Das Ziel ist längst ausgesprochen: Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Dafür braucht es Geld für Transfers und Leistung auf dem Platz. Die nötige Qualität ist nicht immer so leicht heranzuschaffen, wie der Club in der Vergangenheit ein ums andere Mal erfahren musste.
Vereinzelt kamen Top-Spieler wie Kaars oder Zukowski an den Heinz-Krügel-Platz. Viele andere Zugänge konnten das Tempo der 2. Bundesliga aber nur schwer mitgehen. Und eine Handvoll davon waren große Missverständnisse. Mit dem Deal zwischen dem FC Bayern München, dem Spieler Felipe Chávez und dem 1. FC Magdeburg zeigt sich: Die Sicht klärt in Magdeburg auf.
Peer Jaekel zeigt beim 1. FC Magdeburg seine Qualitäten
Felipe Chávez gilt als eines der größeren Talente beim Weltklub aus der bayerischen Landeshauptstadt. Jetzt muss der junge Spieler Fuß fassen beim FCM und in der gänzlich unbekannten, körperlichen 2. Bundesliga.
Der Deal ist für viele Fans als klares Zeichen zu verstehen: Wir können unsere Konkurrenten im Haifischbecken Profifußball ausstechen und holen sogar noch eine rare Kaufoption für das Riesen-Talent heraus. Beachtenswert für einen Verein, dessen große Tage Jahrzehnte zurückliegen und der bis auf eine Ausnahme stets um den Klassenerhalt im Unterhaus bangen musste.
FCM-Sportdirektor Peer Jaekel baut in Magdeburg etwas auf. Ob die Spieler, die er in seiner ersten Saison als Chef zum FCM geholt hat, funktionieren werden, muss die Zeit zeigen. Jaekel aber beweist in seiner unaufgeregt-hanseatischen Art, welch ein Menschenfänger er ist. Dafür braucht es nicht das größte Budget oder ein besonderes Standing des Vereins. Dafür braucht es manchmal einfach nur das Zwischenmenschliche.