1:1 in Fürth FCM teilt ohne Baris Atik die Punkte
Erstmalig in dieser Saison hat der 1. FC Magdeburg unentschieden gespielt. Mit dem Infekt von Baris Atik gab es vor der Partie am Freitagabend eine schlechte Neuigkeit.

Fürth - Ohne seinen offensiven Unterschiedsspieler Baris Atik hat der 1. FC Magdeburg am Freitag nicht gewonnen: Die Elbestädter gingen bei Greuther Fürth zwar in Führung, doch kassierten bald den Ausgleich. Nach einem 1:1 zur Halbzeit lebte die Partie vor 11.491 Zuschauern von der Spannung. Weil es beim 1:1 blieb, gehen die Blau-Weißen mit zehn Punkten in die lange Länderspielpause.
Das Magdeburger Trainerteam veränderte die Startelf am Freitagabend im Vergleich zum 3:0 gegen Kaiserslautern zweimal – einmal bewusst und einmal unfreiwillig. Der krankheitsbedingte Ausfall von Vize-Kapitän Baris Atik war bitter. Torben Müsel gab für den FCM deshalb sein Startelf-Debüt in der 2. Bundesliga. Moritz-Moritz Kwarteng griff über links an.
Vize-Kapitän Tobias Müller rückte nach Gelb-Rot-Sperre wieder rein, er machte sein 200. Pflichtspiel für den Club. Der vor Kurzem erst wieder genesene Daniel Heber nahm auf der Bank Platz. Mittelfeldspieler Felipe Chavez schaffte es nach einem Schlag aufs Knie in den Kader, er stand erneut als Joker zur Verfügung.
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In den Anfangsphase der Partie ließ der FCM die Kugel laufen. Und dann agierte Magdeburg einmal mehr in dieser Saison kaltschnäuzig: Ein Spielzug brachte die erste Chance – und schon wieder netzte Neuzugang Emmanuel Iyoha. Mit diesem Tor in der fünften Minute ging die Partie für die Elbestädter natürlich perfekt los. Nach der frühen Führung ließ der Club den Gegner erstmal machen.
Die Kleeblätter bekamen zunächst nichts Gefährliches zustande. Aber dann nutzte auch Fürth in Person von Omar Sillah die erste Gelegenheit (22.). Ursprünglich ging das Schiedsrichter-Gespann um Christian Ballweg von einer Abseitsstellung beim Spielzug aus – doch die lag nicht vor. Also zählte das Tor nach Videobeweis. Nach dem 1:1 nahm die Begegnung Fahrt auf, beide hatten Offensivszenen.
Weitere Hochkaräter folgten jedoch nicht mehr für eine Weile. Dann kamen beide Teams direkt hintereinander zu einer Großchance: Erst zwang FCM-Torjäger Mateusz Zukowski Fürth-Schlussmann Florian Hellstern zu einer Fußabwehr (38.), daraufhin verfehlte Shinta Appelkamp das Gehäuse auf der Gegenseite mit einem Schlenzer recht knapp (39.). Es war inzwischen eine intensive Angelegenheit.
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Leistungsgerecht ging es mit 1:1 in die Pause. Der zweite Durchgang begann mit einem Schockmoment für den FCM: Nach einem langen Ball setzte sich Sillah gegen Müller im Laufduell durch – Dominik Reimann musste in der 46. Minute halten. Es war in der zweiten Halbzeit ein körperbetontes Duell. Und Reimann war in Minute 55 wieder zur Stelle.
Erneut spielten die Franken da temporeich, der FCM-Kapitän parierte einen Schuss von Appelkamp. Fürth war eine Weile überlegen. Doch der Club brachte Ruhe rein. Iyoha wurde wieder gefährlich, Hellstern hielt (65.). Magdeburgs Trainerteam wechselte noch in der selben Minute: Richmond Tachie kam für Alexander Nollenberger, Chavez für Luka Hyryläinen. Auch Fürth tauschte.
Tachie fügte sich mit einem Torschuss ein (78.), auch Zukowski zog ab (75.). Mit Fürth wiederum war auch jederzeit zu rechnen. Die große Frage lautete: Gelingt einer Mannschaft noch der späte Siegtreffer? Das sorgte für Nervenkitzel. Last-Minute-Jubel beziehungsweise Schlussphasen-Frust blieb aus. Im sechsten Ligaspiel der Saison teilte sich der 1. FC Magdeburg erstmalig die Punkte.