Kuriose Statistik Wie verhext! Dieses FCM-Phänomen gibt seit Jahren Rätsel auf
Der 1. FC Magdeburg steht in der 2. Bundesliga immer wieder kurz vor einem besonderen Meilenstein. Doch im entscheidenden Moment passiert etwas, das den Lauf stoppt. Gegen Hertha BSC kann der Bann gebrochen werden.

Magdeburg/DUR – Es ist wie verhext! Über vier Jahre spielt der 1. FC Magdeburg in Folge in der 2. Bundesliga, zudem eine Spielzeit lang in der Saison 2018/19. Doch niemals in der Vereinsgeschichte gelang es dem FCM, eine echte Siegesserie zu starten.
Derzeit reiben sich einige Fans verwundert die Augen. Drei Siege holte der Club in Folge, bei allen davon blieb man ohne Gegentor - zumindest wettbewerbsübergreifend. In der Liga konnte der FCM noch nie mehr als zwei Siege hintereinander einfahren. Die Gelegenheit ist am Wochenende da. Aber das wird für den FCM nicht einfach.
Am Sonntag gastiert der FCM bei Hertha BSC (13.30 Uhr, Sky). Ein Sieg im Olympiastadion und der Bann wäre gebrochen. Die Hauptstädter wiederum sind perfekt in die Saison gestartet, haben alle Spiele gewonnen und zuletzt gegen Eintracht Braunschweig aus einen 0:2-Rückstand einen 5:3-Sieg gemacht.
FCM-Serie reißt zu Unzeiten
Drei, vier Siege in Folge setzen bei Spielern neue Kräfte frei, stärken das Selbstvertrauen, lassen die Beine auf dem Feld auch mal den extra Meter gehen. Eine Situation, die dem 1. FC Magdeburg im Unterhaus nie vergönnt war. Dabei stand der Club mehr als einmal denkbar knapp davor.
In der vergangenen Saison blieb der FCM zwischen dem 14. und 18. Spieltag ungeschlagen. Beginnend mit den Siegen gegen den 1. FC Nürnberg (3:0) und Hertha BSC (2:0), beendet mit den Erfolgen gegen den 1. FC Kaiserslautern (3:2) und Eintracht Braunschweig (3:0). Und dazwischen: ein Remis gegen Holstein Kiel, der die Serie unterbrach. Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Klubhistorie.
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Rückblick: Den entscheidenden Kieler 3:3-Ausgleichstreffer setzte es durch einen Distanzknaller von Holstein-Stürmer Steven Skrzybski und das ausgerechnet in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Die FCM-Siegesserie endete, bevor sie zu Laufen begann, Sekunden vor Abpfiff.
Einige Wochen später, der FCM gewann gerade gegen Preußen Münster und den VfL Bochum, da setzte es beim Spektakel gegen den SC Paderborn den 3:4-Treffer von Filip Bilbija – erneut aus der Distanz und nur wenige Minuten vor Abpfiff. Erneut das jähe Ende des Magdeburger Mini-Laufs. Und das sind nur zwei Beispiele aus der abgelaufenen Spielzeit.
Selbst in den erfolgreichsten Zeiten unter Ex-Trainer Christian Titz sollte eine Serie von mehr als zwei Siegen nur ein Traum bleiben. In der vorvergangenen Saison wirbelte das Trio „Kaatikouri“ für die Magdeburger, namentlich Martijn Kaars, Baris Atik und Mo El Hankouri.

Das Trio kam in der Spielzeit 2024/25 allein in zwei aufeinanderfolgenden Spielen auf gemeinsame 14 Torbeteiligungen bei den Spielen gegen Fortuna Düsseldorf (5:2) und SV Elversberg (5:2).
Aber: In den Partien unmittelbar davor (SC Paderborn) und unmittelbar danach (Eintracht Braunschweig) holte der FCM nur ein Remis, beide Spiele endeten 1:1, in beiden Fällen entschied ein Ausgleichstreffer des Gegners.
In der Saison 2023/24 startete der FCM mit fünf ungeschlagenen Spielen in Folge, drei Siege und zwei Remis. Keine Serie. In der Saison 2022/23 hatten die Blau-Weißen gleich sechsmal die Gelegenheit zu einer Siegesserie. Doch Rostock, Heidenheim, St. Pauli, Paderborn, Sandhausen und erneut Heidenheim hatten etwas dagegen. Es ist wie verhext!
2. Bundesliga: Qualität auf breiter Ebene
Was sagt das über den Zustand und das Mindset der Zweitliga-Mannschaft vom 1. FCM aus, die in der bis dato letzten Drittligasaison sogar ganze viermal eine Serie starten konnte?
Wohl eher weniger über die Motivation der Spieler, als über die Gegebenheiten der 2. Bundesliga. Das deutsche Unterhaus zählt zu den besten Ligen in Europa, die Dichte an Qualität ist hoch.
Kommentar: Dass Zukowski noch beim FCM spielt, ist eine kleine Sensation
Top-Teams, wie sie in der vergangenen Zweitliga-Saison der SC Paderborn mit seinen neun ungeschlagenen Spielen in Folge (davon drei Siege in Serie) verkörpern, spielen mit großer Wahrscheinlichkeit kurz darauf erstklassig. Eine Serie zu starten, fällt selbst den besten der Liga nicht leicht.
Und immerhin: Der 1. FCM schafft es trotz überschaubarem Budget und ohne dicke Sponsorenverträge seit Jahren, in der 2. Bundesliga zu bestehen - trotz ausbleibender Zweitliga-Siegesserie. Am kommenden Wochenende können sie gegen Hertha BSC den Anfang machen.
Die Chancen dazu stehen nicht schlecht. Die Magdeburger tankten zuletzt sehr viel Selbstvertrauen und haben mit Baris Atik und Mateusz Zukowski eines der torgefährlichste Zweitliga-Duos in den eigenen Reihen.