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Blau-Weiße Historie Immer im März – Frühlingsbeginn verleiht FCM Flügel

Im März knisterte es zwischen Magdeburg und Jena besonders. Wenn der FCM und der FC Carl Zeiss Jena aufeinandertrafen, ging es oft um mehr als nur Punkte – es ging um Meisterschaften, Serien und Prestige.

Von Hans-Joachim Malli 03.03.2026, 09:53
Joachim Streich in den 80er Jahren: Eine Ikone vom 1. FC Magdeburg.
Joachim Streich in den 80er Jahren: Eine Ikone vom 1. FC Magdeburg. (Foto: IMAGO / Kruczynski/Archiv)

Magdeburg – Der FC Carl Zeiss Jena bzw. dessen Vorgängerverein Motor Jena war über Jahrzehnte ein Dauerrivale der Magdeburger Oberliga-Kicker. Speziell im Monat März gab es gleich mehrere emotionsgeladene Duelle mit für die Meisterschaft entscheidendem Ausgang gegen die Thüringer.

Lange bevor Dynamo Dresden und später der BFC Dynamo die Szenerie in der DDR-Oberliga maßgeblich bestimmten, waren Jena und der ASK Vorwärts Berlin in den 1960er Jahren die herausragenden Teams.

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Während die Berliner als Armeesportklub ihre Spieler aus der gesamten Republik per Befehl rekrutieren konnten, griff man in Jena mit dem Kombinat Carl Zeiss im Rücken zu anderen Lockmitteln – monetären wie materiellen – und machte sich so nicht nur Freunde unter den Fußballanhängern der Republik.

Von Magdeburg nach Jena: Blochwitz-Wechsel sorgte für Aufsehen

So wechselten Roland und Peter Ducke bereits in den 1950er Jahren von Motor Schönebeck an die Kernberge, wurden später Nationalspieler. Ein Wechsel von Schönebeck ins nahe Magdeburg wäre sicherlich auch denkbar gewesen, doch der SC Magdeburg dümpelte seinerzeit noch in der Zweitklassigkeit herum.

Anders war das bei Keeper Wolfgang Blochwitz, der nach dem Oberligaabstieg und 110 Spielen für den SCM/FCM im Sommer 1966 nach Jena ging und dort zum Nationalspieler reifte.

Aufmerksam wurde Jena-Trainer Georg Buschner auf „Blocher“ durch das verlorene Finale im FDGB-Pokal 1965 und besonders durch die Auftritte im Europapokal, speziell gegen West Ham United. Unter dem späteren Auswahltrainer Buschner nahm Blochwitz auch an der WM-Endrunde 1974 teil.

Jenas "Fiat-Elf" und Magdeburgs Top-Spiel

In den 1970er Jahren erhielt der FC Carl Zeiss Jena den Beinamen „Fiat-Elf“, weil wohl auch der PKW zu den Verlockungen für einen Wechsel gehörte. So sicherte sich Buschner die Dienste von Harald Irmscher, Eberhard Vogel, Lothar Kurbjuweit, Bernd Bransch und Rüdiger Schnuphase, alles Nationalspieler. Bei Joachim Streich blitzte er jedoch 1975 ab, der Rostocker wurde letztlich zum FCM „delegiert“.

In der Saison 1969/70 holte Jena trotz aller Verstärkungen seinen letzten Meistertitel, musste sich danach oftmals mit Silber begnügen, woran auch der FCM maßgeblichen Anteil hatte. Und jetzt kommt der Schicksalsmonat März ins Spiel.

In der ersten Saison nach dem Wiederaufstieg kam es am 30. März 1968 zum Gipfeltreffen vor 45.000 Zuschauern im Ernst-Grube-Stadion. Der FCM gewann das Topspiel mit 3:2. Die Buschner-Elf wurde am Ende zwar dennoch souveräner Meister, Heinz Krügel führte Aufsteiger Magdeburg auf einen beachtlichen dritten Platz im Abschlussklassement.

FCM: Immer wieder März

Eindeutig war das Duell am 3. März 1972, als der FCM im heimischen Grubestadion den FC Carl Zeiss Jena unter Flutlicht, das zwischenzeitlich auch ausfiel, mit 5:0 förmlich deklassierte, und am Saisonende seinen ersten Meistertitel holte – wobei alle dreizehn Heimspiele gewonnen wurden. Eine Bilanz, von der der heutige Zweitligist FCM nur träumen kann.

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Der FCM war es auch, der am 30. März 1974 die bislang makellose Heimbilanz der Jenenser mit einem 2:1-Erfolg im Abbe-Sportfeld beendete und einen ganz wichtigen Schritt in Richtung zweiten Meistertitel machte. Die Gastgeber waren seit dem 17. August 1968 im eigenen Stadion in 75 Heimpartien unbesiegbar geblieben.

Heute kämpft der FCM in der 2. Liga ums sportliche Überleben, während der FC Carl Zeiss Jena, 1981 immerhin Europapokalfinalist, seit Jahren in der Regionalliga Nordost gefangen ist.

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