BLICK AUF DEN GEGNER SV Darmstadt vor FCM-Spiel: Darum ist das Schlusslicht nicht zu unterschätzen
Für den 1. FC Magdeburg geht es Schlag auf Schlag weiter. Am Samstag steht der SV Darmstadt 98, Tabellenletzter der zweiten Liga, auf dem Plan. Ein Gegner, der sich leicht im Aufwind befindet.

Darmstadt/DUR - Nach dem Pokalkracher gegen Bayern München wartet auf den 1. FC Magdeburg wieder der Liga-Alltag. Am Samstag (13:30 Uhr, live bei Sky) geht es zum SV Darmstadt 98, dem Schlusslicht der 2. Bundesliga. Vor zwei Jahren gewann der FCM nach Toren von Livan Burcu und Connor Krempicki das einzige von vier Gastspielen am Böllenfalltor.
Die Lilien sind nach einem großen Aderlass im Sommer auf der Suche nach Stabilität. Dabei zeigt sich eine große Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen. Alle acht Punkte holten die Darmstädter im heimischen Stadion, unter anderem mit Siegen gegen Bielefeld (2:1) und Cottbus (3:1).
Auswärts wiederum kassierten sie in Kaiserslautern (0:3), Wolfsburg (1:5) und Karlsruhe (0:4) deutliche Niederlagen. Das änderte sich im DFB-Pokal am Dienstag, als der SVD den Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg mit 2:0 schlug. Woran liegen diese schwankenden Leistungen und wer sind die wichtigsten Spieler beim Gegner?
SV Darmstadt: Offensive Zugänge zünden nur teilweise
Knapp verpassten die Darmstädter in der letzten Saison den Aufstieg in die Bundesliga. Anschließend verloren sie durch die Abgänge von Isac Lidberg, Fraser Hornby, Matej Maglica und Killian Corredor die Offensivkraft von 40 Toren. Um diesen Exodus zu kompensieren, schauten die Hessen über den Tellerrand hinaus.
Anfang August saß Milan Smit noch beim Pokalspiel von Stoke City auf der Bank, bevor er per Leihe an das Böllenfalltor wechselte. Mit jeweils zwei Toren in der Liga im Pokal fügte er sich gut ein, ließ aber auch einige Chancen liegen.
Aus Südkorea kam Ho-Jae Lee, der die Pohang Steelers mitten in der laufenden Saison verließ. Der 1,92-Meter-Stürmer traf gleich beim Debüt gegen Kiel, ließ danach aber nur ein weiteres Tor folgen.

Königstransfer Lance Duijvenstijn, der für 800.000 Euro von Sparta Rotterdam kam, steuerte ein Tor und zwei Vorlagen in der Liga bei, ist aber aufgrund wechselhafter Leistungen kein Stammspieler.
Den Schritt aus der zweiten niederländischen Liga in die 2. Bundesliga wagten Nicolas Verkooijen und Ibrahim El Kadiri. Bislang konnten sie sich aber nicht entscheidend durchsetzen.
Hinter den Erwartungen blieb auch Flügelspieler Noah Weißhaupt zurück, der erst ein Tor und eine Vorlage beisteuern konnte. Marco Richter, der beste Vorbereiter der Vorsaison, kehrte erst Anfang September nach seiner Vertragsauflösung bei Mainz 05 zurück. Trotz vier Startelfeinsätzen wartet er noch auf eine Torbeteiligung.
Mehr Stabilität nach Systemumstellung
Die zentrale Mittelfeldachse aus Kai Klefisch und Hiroki Akyiama ist hingegen unverändert, aber agiert nicht auf dem hohen Niveau des Vorjahres.
Gleiches gilt für das Abwehrzentrum um den Ex-Magdeburger Patric Pfeiffer und Aleksandar Vukotic. Beide leisteten sich in dieser Saison schon mehrere grobe Patzer. Mit 18 Gegentoren stellt Darmstadt die zweitschwächste Abwehr der Liga.
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Nach dem 0:4 in Karlsruhe stellte Trainer Florian Kohfeldt auf eine Dreierkette um und brachte Yannik Lührs anstelle von Vukotic. Seitdem blieb Torwart Marcel Schuhen in zwei Spielen ohne Gegentor, wenngleich bei 7:26 Schüssen gegen Elversberg eine gehörige Portion Glück im Spiel war.
“Heute ist unser Matchplan aufgegangen – mit Leidenschaft, mit Intensität und mit dem Quäntchen Glück, das du in einem Pokalspiel auch brauchst”, sagte Kohfeldt nach dem Pokalerfolg und ergänzte: “Jetzt fokussieren wir uns auf unser ganz, ganz wichtiges Spiel gegen Magdeburg.“ Dort wollen die Lilien ihre Serie von drei Heimspiele ohne Niederlage ausbauen.