1. FC Magdeburg News
  2. >
  3. News
  4. >
  5. 1. FC Magdeburg zerlegt VfL Osnabrück an Bremer Brücke

Deutlicher FCM-Sieg Magdeburg zerlegt Osnabrück an Bremer Brücke

Der 1. FC Magdeburg machte die herbe Niederlage gegen Braunschweig in der Woche zuvor vergessen. Gegen den VfL Osnabrück zeigte der Club Zähne - und die richtige Antwort.

Von Nico Esche 15.08.2026, 14:52
Alexander Nollenberger erzielte für seinen 1. FC Magdeburg gegen den VfL Osnabrpck einen Doppelpack.
Alexander Nollenberger erzielte für seinen 1. FC Magdeburg gegen den VfL Osnabrpck einen Doppelpack. (Foto: IMAGO / Noah Wedel

Magdeburg/Osnabrück/DUR – Vergessen machen wollte der 1. FC Magdeburg am zweiten Spieltag die herbe Auftaktniederlage gegen Eintracht Braunschweig (1:6). Gelingen sollte das beim Auswärtsspiel gegen den VfL Osnabrück am Samstag.

Im Vergleich zum Aufgalopp, wechselte der FCM auf gleich drei Positionen. Pierre Nadjombe startete für den Rot-gesperrten Herbert Bockhorn. Tobias Müller ersetzte Paul Jaeckel (Bank) in der Innenverteidigung. Youngster Leon Mergner gab sein Profi-Startelfdebüt, er kam für Moritz-Broni Kwarteng, der krankheitsbedingt ausgefallen war.

Der FCM hat in der 2. Bundesliga noch nie am zweiten Spieltag verloren, die vergangenen vier davon ging der Club als Sieger hervor. Diese Serie wollten die Magdeburger ausbauen.

Magdeburg belohnt sich gegen zahme Osnabrücker

Eine riesige Möglichkeit dazu hatte der FCM in der 15. Minute durch einen Kopfball von Alexander Nollenberger, der vom Torwart mit den Fingerspitzen abgewehrt wurde. Mateusz Zukowski kam einen Schritt zu spät. Das hätte das 1:0 für den FCM sein müssen.

Magdeburg war in dieser Phase klar spielbestimmend. Osnabrück versuchte den Gästen mit Kontern das Leben schwer zu machen. Doch die vielen langen Bälle ins Angriffsdrittel fanden so gut wie kaum einen Abnehmer.

In der 24. Minute zappelte der Ball das erste Mal in einem Tor. Eine kurzgeschlagene Ecke von Alexander Nollenberger, fand den Weg über Müller wieder zu ihm zurück. Aus spitzem Winkel schlenzte der Magdeburger die Kugel aufs Tor. VfL-Keeper Jonas Krumrey war noch mit Fingerspitzen dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.

Und der FCM ließ nicht nicht locker. Ein strammer Distanzschuss von Baris Atik sauste haarscharf am linken Pfosten ins Toraus (28.), Zukowski verzog unter Druck deutlich (33.). Und dann kam Nollenberger!

FCM erhöht gegen VfL durch ein Traumtor

Magdeburg belohnte sich in der 35. Minute ein zweites Mal. Baris Atik lupfte den Ball aus dem Halbfeld perfekt temperiert auf den in den Sechzehner eingelaufenen Nollenberger, der direkt mit ganz Gefühl aufs Tor schoss und zum 1:0 traf. Traumtor!

Eine der wenigen Torchancen der Gastgeber erfolgte in der 40. Minute durch einen Freistoß aus guter Position. Doch Schütze Ismail Badije verzog deutlich. Kurz vor dem Halbzeipfiff versuchte es VfL-Stürmer Robin Meißner noch einmal, doch der Ball kullerte am Außenpfosten vorbei. Magdeburg ging mit einer 0:2-Führung in die Pause.

Unverändert kamen der 1. FC Magdeburg für den Anstoß zur zweiten Halbzeit aufs Feld. Osnabrück wechselte derweil dreifach. Drei Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte der FCM erneut - vermeintlich. Emmanuel Iyoha steckte auf den marschierenden Zukowski durch, der den VfL-Torwart tunnelte und traf. Der Magdeburger Stürmer stand aber zuvor im Abseits, das Tor wurde zurückgenommen.

Magdeburg verteidigte und attackierte leidenschaftlich, erarbeitete sich zahlreiche Torchancen zu Beginn der zweiten Hälfte. Doch die Lila-Weißen erhöhten den Druck und hatten volle Rückendeckung der atmosphärischen Bremer Brücke.

FCM gierig, Osnabrück schludrig

Die Osnabrücker hatten binnen weniger Minuten drei gute Einschussmöglichkeiten per Kopf und Direktabnahme, verzogen aber dreifach nur knapp. Magdeburg schwamm. In genau dieser Phase erhöhte Iyoha auf 3:0.

Der FCM eroberte sich im Zentrum den Ball. Dann ging es schnell über Luca Hyryläinen, der den losgesprinteten Iyoha in die Spitze schickte. Der Außenstürmer ließ den VfL-Verteidiger mit einer Körpertäuschung aussteigen, schlenzte ins lange Eck und brachte das Stadion kurzzeitig zum Schweigen (70.).

Zehn Minuten vor Abpfiff hatte der VfL die größte Möglichkeit bis dahin. Robin Meißner ging nach einem Steckpass Mutterseelenallein auf FCM-Torwart Dominik Reimann zu. Der blieb lange stehen und parierte den ersten Schuss mit dem Fuß. Die Kugel gelangte erneut zu Meißner, doch auch dessen platzierter Folge-Schuss lenkte Reimann über die Latte. Starke Leistung des Magdeburger Schlussmanns.

Der 1. FC Magdeburg zeigte ein starkes Spiel, war hellwach und schüttelte problemlos den Druck ab, der durch die 1:6-Niederlage in der Vorwoche entstanden war. Osnabrück wiederum machte viele Fehler, wirkte gedankenverloren, nutzte seine Chancen nicht - und verlor zurecht mit 0:3.