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  5. 1. FC Magdeburg: FCM-Star Zukowskis schwere Vergangenheit mit Gewalt und Armut

"Ich hatte es zu Hause schwer" Gewalt, Armut, Hoffnung: FCM-Star Zukowski erzählt beeindruckende Lebensgeschichte

Mateusz Zukowski musste früh mit Armut und familiären Problemen umgehen. Heute ist er einer der wichtigsten Spieler des 1. FC Magdeburg. Wie sein schwieriger Weg ihn geprägt hat.

Von Nico Esche Aktualisiert: 03.04.2026, 10:11
Beim 1. FC Magdeburg ist Mateusz Zukowski die Lebensversicherung, seine Tore halten den Verein in der 2. Bundesliga am Leben. Seine Karriere war dabei alles andere als Vorbestimmt.
Beim 1. FC Magdeburg ist Mateusz Zukowski die Lebensversicherung, seine Tore halten den Verein in der 2. Bundesliga am Leben. Seine Karriere war dabei alles andere als Vorbestimmt. (Foto: IMAGO / HMB-Media)

Magdeburg/DUR – Im Fußball gibt es wenig Konstanten. Eine, die den 1. FC Magdeburg betrifft, könnte lauten: Erzielt Mateusz Zukowski ein Tor, gewinnt der FCM. Das ist ein wenig zugespitzt, zeigt aber vor allem, wie wichtig der Stürmer für den sportlich angeschlagenen Club ist.

Ohne die Treffer des gelernten Außenverteidigers und beim FCM als Mittelstürmer eingesetzten Polen, stünden die Magdeburger in dieser ohnehin schweren Saisonphase noch deutlich schlechter da. Der Tabellen-17. braucht die Tore von Zukowski – und bekommt sie sehr oft, wie zuletzt per Doppelpack gegen Preußen Münster.

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Dabei hätte die Karriere des 24-Jährigen bereits jäh zu Ende sein können. Der Drei-Millionen-Mann aus Magdeburg blickte vor wenigen Jahren in einem Interview auf seine Vergangenheit zurück, die geprägt war von Sorgen um Geld und den eigenen Vater.

FCM-Star Zukowski: Magdeburgs Lebensversicherung

„Ich hatte es zu Hause sehr schwer, und meine Mutter konnte sich das Trainingslager oft nicht leisten“, verriet Mateusz Zukowski in der Podcast-Reihe „Znajomi Ze Słyszenia“, frei übersetzt: „Freunde des Hörensagens“, über den Beginn seiner Fußballer-Karriere.

Damals kickte er noch bei Lechia Gdansk, der Sender "Radio Gdansk" transkribierte Auszüge aus dem Podcast. Darin sprach der damals 20 Jahre alte Mateusz Zukowski auch über Geld, das – wie in vielen anderen Familien auch – eine große Rolle spielte. Geld, das offenbar an allen Ecken und Enden fehlte.

Auch das war eine Motivation für den jungen Mateusz, Profifußballer zu werden: „Ich habe mir immer gesagt, dass ich meiner Familie helfen und durch Fußball wieder auf die Beine kommen will, damit wir ein besseres Leben haben können.“ Deshalb, so der heutige Magdeburger, denke er nur an Fußball.

"Er hat meine Mutter geschlagen."

FCM-Spieler Mateusz Zukowski über seinen Vater

In 15 Spielen erzielte der Pole für den FCM 13 Tore. Eine irre Quote, die auch andere Vereine auf den Stürmer aufmerksam gemacht hat. Gemunkelt wird unter anderem über Interessenten aus England. Für die Blau-Weißen wird es eine Herkulesaufgabe werden, den treffsicheren Stürmer über den Sommer hinweg halten zu können.

Für Zukowski war es wiederum seit jeher ein Traum, im Ausland spielen zu dürfen. Nur wenige Monate nach dem Podcast-Interview kaufte der schottische Spitzenklub Glasgow Rangers den jungen Spieler für rund 600.000 Euro.

In Schottland bekam der Pole kaum einen Fuß auf den Boden, noch im selben Jahr ging es für ihn zurück in die Heimat. Im September 2025 holte der 1. FC Magdeburg Zukowski trotz Verletzung an die Elbe. Ein Transfercoup.

Zukowskis Vergangenheit: Von Belastung und Träumen

Mateusz Zukowskis Weg führte nach Magdeburg. Wider alle Umstände und über viele Umwege. Seine Mutter war die Konstante in seinem Leben, half, wo sie konnte. „Ich brauchte Geld für Schuhe oder 60 Zloty Trainingsgebühr. Sie hat immer irgendetwas aufgetan, damit ich Fußball spielen konnte“, erinnert sich der heutige FCM-Star.

Nachdem er Profi wurde, habe er einige Schulden der Familie abgezahlt, verriet er im Interview: „Schon als Kind sagte ich meiner Mutter, dass ich ihr helfen würde, wenn ich Fußball spielen und mehr verdienen würde, so wie sie es für mich getan hatte.“ Ihr Geburtsdatum trägt Mateusz als Tätowierung auf seiner Haut.

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In der Familie Zukowski gab es offenbar viele Sorgen. Allen voran wegen seines Vaters. „Er hat meine Mutter geschlagen, es war eine schwere Zeit zu Hause“, verriet Mateusz Zukowski über seine Kindheit: "Ich denke nicht gern darüber nach. Meine Mutter tut es oft und fängt dann an zu weinen."

Die Mutter habe deswegen vier Operationen hinter sich bringen müssen, er selbst über viele Jahre einen Psychologen besucht. Zwei seiner Brüder seien auf die schiefe Bahn geraten. Gespräche mit seiner damaligen Verlobten, seiner Mutter und den Managern und seinem Trainer hätten „enorm geholfen“, wie er sagt. Denn Mateusz hat es trotz aller Widerstände geschafft.

Heute spielt Mateusz Zukowski in der 2. Bundesliga bei einem Traditionsverein und kann sogar noch Torschützenkönig in seiner ersten Saison in Deutschland werden.

Der Pole sprudelt über vor Selbstvertrauen, selbst ein Kaderplatz in der Nationalelf scheint möglich, für die WM im Sommer hat sich sein Heimatland aber nicht qualifiziert. Der Türen in höhere Sphären stehen dem Fußballer nach all den schweren Jahren offen wie nie zuvor.

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