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  5. Hannover 96: Martin Kind verweigert Christian Titz Jobgarantie

Ex-FCM-Coach Keine Rückendeckung nach Aufstiegs-Pleite: Kind zählt Trainer Titz an

Der letzte Saisonspieltag wurde für Hannover 96 und Trainer Christian Titz zum Debakel. Jetzt muss der Ex-Magdeburger offenbar um seinen Trainerstuhl bangen.

Aktualisiert: 21.05.2026, 12:39
Christian Titz hat mit Hannover 96 am letzten Zweitliga-Spieltag alle Aufstiegschancen in die Bundesliga verspielt. Hannover-96-Investor Martin Kind (kleines Bild).
Christian Titz hat mit Hannover 96 am letzten Zweitliga-Spieltag alle Aufstiegschancen in die Bundesliga verspielt. Hannover-96-Investor Martin Kind (kleines Bild). (Foto: IMAGO / DeFodi Images; Maximilian Koch)

Hannover/DUR - Im Sommer hatte Christian Titz den 1. FC Magdeburg auf eigenen Wunsch verlassen, um mit Hannover 96 in die Bundesliga aufzusteigen. Dieser Traum ist am Sonntag am letzten Spieltag allerdings dramatisch geplatzt.

Kein Sieg, kein Aufstieg: Hannover 96 hat im finalen Showdown der 2. Bundesliga folgenschwer gepatzt und muss weiter auf die Rückkehr in die Bundesliga warten. Durch das 3:3 (2:1) gegen den 1. FC Nürnberg rutschten die Niedersachsen vom Relegationsrang noch auf den undankbaren vierten Tabellenplatz ab.

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Ein Nicht-Aufstieg, der für den Ex-FCM-Coach Folgen haben könnte. Obwohl Titz noch bis 2027 Vertrag in Hannover hat. Eine Jobgarantie bei den 96er wird ihm aber von höchst prominenter Stelle verweigert.

Kind zählt Hannover-Trainer Titz an

"Ich würde es erst mal offenhalten. Er hat trotz allem gute Arbeit geleistet, aber man sieht, wo gewisse Probleme und Grenzen liegen" zitiert verschiedene Medien 96-Mäzen und Aufsichtsrat Martin Kind. Titz sei laut Kind seriös und er schätze ihn sehr, aber: "Zum Schluss werden wir alle wie immer im Leben an Ergebnissen gemessen". 

23 Punkte verspielte Hannover 96 in der abgelaufenen Saison nach Führungen. Einer der Gründe, warum den Niedersachsen der Aufstieg aus der Hand geglitten ist. Kind zählt Titz öffentlich an. Und sorgt so für Unruhe beim Klub - ob gewollt oder nicht.

Christian Titz nach verpasstem Aufstieg tief enttäuscht

Offenbar knirscht es bei den 96ern ordentlich. Nach dem verpassten Aufstieg soll laut Christian Titz laut Bericht vor versammelter Mannschaft eine Wutrede gehalten haben, er prangerte unter anderem den fehlenden Zusammenhalt an, bedankte sich aber auch bei den Spielern für die Zusammenarbeit.

"Ich bin total leer. Wir haben uns heute etwas ganz anderes vorgestellt. Jetzt ist unser Traum vom Aufstieg geplatzt, das tut richtig, richtig weh", sagte Kapitän Enzo Leopold bei Sky, der wie viele andere Tränen der Enttäuschung vergoss. Auch Trainer Titz meinte: "Das wird eine Zeit dauern."

Bis zuletzt hatte die ganze Stadt sogar auf den direkten Aufstieg gehofft, doch Hannover scheiterte am letzten Spieltag an sich selbst. Der unnötige Patzer gegen die Franken reichte letztlich nicht mal für Rang drei - weil die Konkurrenz ihre Spiele gewann.

Spielbericht: Hannover 96 verspielt zwei Führungen gegen Nürnberg

Kolja Oudenne (30.), Waniss Taibi (45.) und Stefan Teitur Thordarson (51.) sorgten in Hannover für die Treffer des Heimteams, Mohamed Alì Zoma (25./47.) und Luka Lotschoschwili (84.) trafen für den FCN, der die Saison im Tabellenmittelfeld beendet.

2019 waren die 96er, die Anfang der 2010er-Jahre auch in Europa für Furore gesorgt hatten, abgestiegen. Der Anfang einer entbehrungsreichen Zeit im Unterhaus, die auch diesmal nicht endete. 16 Siege waren nach dem Drama am letzten Spieltag im Endeffekt zu wenig für das Team von Christian Titz.

Den besseren Start erwischten vor 49.000 Zuschauern die Gastgeber - Mustapha Bundu ließ etwas überrascht die erste Chance aus (9.), Daisuke Yokota acht Minuten später eine noch bessere. Doch auch der Club zeigte sich eine Woche nach dem 3:0 über Meister Schalke 04 immer wieder gefährlich.

Schiedsrichter nimmt Elfmeter für Hannover 96 zurück

Gegen Mitte der ersten Hälfte übernahm Hannover dann scheinbar die Kontrolle, doch der Treffer fiel auf der Gegenseite. Nürnbergs Topstürmer Zoma profitierte bei seinem 13. Saisontor von einem Fehler Nahuel Nolls im 96-Tor. Das Stadion verfiel jedoch nur für fünf Minuten in Schockstarre, ehe Oudenne nach einem schönen Doppelpass die Hoffnung zurückbrachte.

Etwas später reagierte FCN-Keeper Jan Reichert zum zweiten Mal stark gegen Daisuke Yokota (41.), gegen Taibi war er dann aber machtlos. In der Nachspielzeit nahm Daniel Schlager einen Handelfmeter für 96 nach Ansicht der Videobilder zurück.

Nach Wiederanpfiff war es abermals der überragende Zoma, der für Nürnberg per Lupfer zurückschlug - Thordarson konterte umgehend. Doch auch das sollte nicht der Schlusspunkt bleiben.

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