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Neuer Gegner Nach Wolfsburgs Absturz: Das erwartet die FCM-Fans jetzt in der 2. Liga

Ein völlig neues Duell für die 2. Bundesliga: Der VfL Wolfsburg trifft erstmals in einer Spielklasse auf den 1. FC Magdeburg.

Von Nico Esche 26.05.2026, 10:23
2025 trafen Baris Atik (li. 1. FC Magdeburg) und Konstantinos Koulierakis (VfL Wolfsburg) aufeinander. Allerdings nur bei einem Testspiel. Das könnte sich ab der kommenden Saison ändern.
2025 trafen Baris Atik (li. 1. FC Magdeburg) und Konstantinos Koulierakis (VfL Wolfsburg) aufeinander. Allerdings nur bei einem Testspiel. Das könnte sich ab der kommenden Saison ändern. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Magdeburg/Wolfsburg/DUR – Seit Pfingstmontag steht fest, dass der VfL Wolfsburg nach 29 Jahren Bundesliga ins Unterhaus absteigt. In der 2. Bundesliga treffen sie dabei mit dem 1. FC Magdeburg auf einen Gegner, der nahezu unbekannt ist. Nur ein einziges Mal duellierten sich beide Teams.

Denn: Noch nie in ihrer langen Historie spielten die Wolfsburger in einer Liga mit den Magdeburgern. Als der FCM seine Ausflüge in die damalige Regionalliga Nord unternahm, wo man sich hätte begegnen können, spielte der VfL bereits längst Bundesliga.

Das letzte Pflicht-Duell beider Mannschaften ist inzwischen fast 25 Jahre her. Am 26. August 2001 maß man sich in der ersten Runde des DFB-Pokals. Da hießen die Spieler noch Dreszer, Hannemann, Kallnik und Papic. Der FCM verlor mit 1:5 vor 8.800 Zuschauern im Ernst-Grube-Stadion.

VfL Wolfsburg steigt ab: Erstes Liga-Duell mit dem 1. FC Magdeburg

Ähnlich bescheiden sieht die Bilanz aus Sicht der Magdeburger in den Testspielen gegen die (zumindest geografisch) nahegelegenen Wolfsburger aus. 2018 endete die Partie 1:1-Remis. 2020 verlor der Club 1:4. Im Juli vergangenen Jahres erkämpften sich die Magdeburger immerhin ein 3:4 durch Tore von Martijn Kaars, Magnus Baars und Falko Michel.

Seitdem hat sich in beiden Vereinen einiges verändert. Magdeburg musste einige Leistungsträger abgeben, spielte ein ganzes langes Jahr gegen den Abstieg. Die Wolfsburger auf der anderen Seite spielten die schlechteste Saison seit fast drei Jahrzehnten und mussten sich in der Relegation am Montag dem SC Paderborn mit 2:1 in der Verlängerung geschlagen geben (Hinspiel 0:0).

Wolfsburg-Star Christian Eriksen niedergeschlagen nach dem Relegationsspiel gegen den SC Paderborn.
Wolfsburg-Star Christian Eriksen niedergeschlagen nach dem Relegationsspiel gegen den SC Paderborn.
(Foto: IMAGO / Ulrich Hufnagel)

Gemeinsam mit Wolfsburg steigen mit dem 1. FC Heidenheim und Kaars-Klub FC St. Pauli gleich drei Vereine aus der Bundesliga ins Unterhaus ab. Das gab es zuletzt in der Saison 2018/19 mit den Betroffenen 1. FC Nürnberg, Hannover 96 und dem VfB Stuttgart. Letztere gingen gegen Union Berlin in die Relegation, spielten zweimal Remis, hatten aber wegen der damals noch geltenden Auswärtstorregel das Nachsehen.

Zumindest auf dem Papier erwartet die Teams aus der 2. Bundesliga ein echter Brocken. Rein nach Marktwert überflügelt der VfL Wolfsburg alle anderen Vereine um Längen, kommt auf geschätzte 234,6 Millionen Euro – fast zehnmal so viel wie der 1. FC Magdeburg.

Mit Maximilian Arnold steigt ein extrem erfahrener Bundesliga-Spieler ins Unterhaus ab. Christian Eriksen wiederum absolvierte allein 149 Spiele für die dänische Nationalelf, erzielte dabei 46 Tore, unter anderem in Welt- und Europameisterschaften.

Bundesliga-Absteiger Wolfsburg wird zum neuen FCM-Gegner

Allerdings wird sich zeigen, wie viele Spieler einen Vertrag für die 2. Bundesliga bei den Wolfsburgern haben und wer alles mit absteigen wird. Ein Ausverkauf steht bei den „Wölfen“ an. Junge, talentierte Spieler wie Patrick Wimmer (10 Mio. Euro Marktwert), Sael Kumbedi (12) oder Konstantinos Koulierakis (25) werden schnell einen neuen Verein finden, der höherklassig spielt.

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Andererseits wird über einen Transfer von Hertha-Star Fabian Reese nach Wolfsburg spekuliert. Ob dieser nach dem Abstieg noch Interesse am Werksverein hat, muss sich zeigen.

Der VfL Wolfsburg muss sich jedenfalls umgewöhnen. Die 2. Bundesliga hat schon so manchen aus dem Oberhaus abgestiegenen Verein gefressen und in die Bedeutungslosigkeit geschickt. Für den 1. FC Magdeburg wird es ein Duell gegen eine Unbekannte. Praktisch für die Fans: Bis in die Volkswagen-Arena braucht man mit den Öffis nicht einmal anderthalb Stunden.

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