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BURCU, Stalmach, Ceka UND CO. Über Magdeburg nach ganz oben: Diese Ex-FCM-Profis spielen in der Bundesliga

In der Saison 2026/27 haben elf Bundesliga-Profis eine Vergangenheit in der ersten Mannschaft des 1. FC Magdeburg. Wir geben den Überblick.

Von Marcel Fritze Aktualisiert: 05.08.2026, 12:22
Amara Condé und Jason Ceka spielen mit der SV Elversberg in der Bundesliga - beide haben eine Vergangenheit beim 1. FC Magdeburg.
Amara Condé und Jason Ceka spielen mit der SV Elversberg in der Bundesliga - beide haben eine Vergangenheit beim 1. FC Magdeburg. (Foto: imago/Matthias Koch)

Magdeburg/DUR/bbi – Viele Spieler haben den 1. FC Magdeburg in den vergangenen Jahren verlassen: in untere Ligen, in den Ruhestand, ins Ausland oder in höhere Spielklassen. Zur Saison 2026/27 sind insgesamt elf Ex-FCM-Spieler in der Bundesliga aktiv.

Wir geben den Überblick, wo sie spielen und wie es sportlich um sie steht.

Laurin Ulrich (VfB Stuttgart)

Die Leihe zum 1. FC Magdeburg tat dem VfB-Talent gut. In seinen 33 Einsätzen avancierte der Mittelfeldmotor zum Leistungsträger. Zwar dauerte es lange, bis er seine Ladehemmung ablegte. Aber als der Knoten geplatzt war, gelangen ihm drei wichtige Tore zum Klassenerhalt der Blau-Weißen.

Nun ist er erstmal wieder zurück in den Reihen des Champions-League-Teilnehmers und kämpft dort um seine Chance. Der FCM will aber alles dafür tun, um den 21-Jährigen erneut zu verpflichten.

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Leopold Zingerle (RB Leipzig)

Trotz guter Leistungen als Stammkeeper gab Magdeburg den Münchner 2017 ab. Zingerle machte beim SC Paderborn Karriere, wurde dort zu einem Top-Mann in der 2. Bundesliga. 2023 entschied sich der 29-Jährige, die Rolle als dritter Keeper bei RB Leipzig einzunehmen.

Zu Einsätzen kommt Zingerle bei den Sachsen zwar nicht, dennoch wurde sein Vertrag erst Anfang 2026 um zwei weitere Jahre verlängert. Mit seiner Rolle scheint der Ex-FCM-Keeper also nicht unzufrieden zu sein.

Marius Bülter (1. FC Köln)

Bülter war wahrscheinlich der erfolgreichste Ex-FCM-Profi in den vergangenen Jahren im deutschen Fußball. Seit der damalige Shootingstar 2019 den FCM verließ, sammelte er mehr als 160 Bundesliga-Spiele für Union Berlin, Schalke 04, Hoffenheim und seit Sommer 2025 für den 1. FC Köln.

Marius Bülter spielt für den 1. FC Köln in der Bundesliga.
Marius Bülter spielt für den 1. FC Köln in der Bundesliga.
(Foto: imago/DeFodi)

Mit fünf Toren und vier Vorlagen trug der mittlerweile 33-Jährige seinen Teil zum Klassenerhalt des “Effzeh” bei. Der variable Tempospieler hat sich in der Bundesliga längst etabliert.

Daniel Elfadli (Hamburger SV)

Nach seinem FCM-Abschied im Sommer 2024 stieg der Defensivspieler als Stammkraft mit dem Hamburger SV in die Bundesliga auf. Dort war Elfadli zu Saisonbeginn gesetzt und zeigte, dass seine abgeklärte Spielweise, mit der er schon in Magdeburg geglänzt hatte, auch im Oberhaus gut funktioniert. In der Rückrunde verlor er allerdings seinen Stammplatz und muss sich im kommenden Spieljahr neu beweisen.

Livan Burcu (Union Berlin)

Nach einer Drittligasaison für den SV Sandhausen verpflichtete Union den Angreifer und lieh ihn anschließend für eine Saison an den FCM aus, um Spielpraxis zu sammeln. Dieser Plan ging auf: Burcu glänzte in Magdeburg mit Tempo, Dribblings und Spielfreude.

Im Sommer 2025 holten die Berliner das Top-Talent dann zurück. Nach längerer Verletzungspause debütierte er im Winter für die Köpenicker. Seitdem pendelte er zwischen Startelf und Ersatzbank. Am drittletzten Spieltag gelang ihm sein erstes und bislang einziges Bundesliga-Tor mit einem Kunstschuss zum 2:2-Ausgleich gegen den 1. FC Köln.

Dariusz Stalmach (SV Werder Bremen)

Ex-FCM-Profi Dariusz Stalmach im Trikot von Werder Bremen.
Ex-FCM-Profi Dariusz Stalmach im Trikot von Werder Bremen.
(Foto: imago/Matthias Koch)

Nachdem er im ersten Halbjahr beim FCM nur für die zweite Mannschaft zum Einsatz kam, schaffte der Pole in der Saison 2025/26 den Durchbruch. In 24 Spielen steuerte das ehemalige AC-Milan-Talent zwei Tore und drei Vorlagen bei.

Weil sich der ehrgeizige 20-Jährige mehr Einsatzzeiten gewünscht hatte, entschied er sich kurzerhand für den nächsten Schritt und schloss sich den Werderanern an.

Tim Boss (SV Elversberg)

Der ehemalige Ersatzmann von Dominik Reimann wechselte im Sommer 2023 zum damaligen Zweitliga-Aufsteiger SV Elversberg, musste sich aber auch dort hinter dem Platzhirsch Nicolas Kristof anstellen. Am letzten Spieltag der Saison 2023/24 stand bislang das einzige Mal zwischen den Pfosten.

Kurios: obwohl er in den darauffolgenden zwei Spielzeiten ohne Einsatz blieb, handelte er sich zwei gelbe Karten von der Bank aus ein. Nach dem sensationellen Aufstieg darf er nun auf den Ersatzbänken der Bundesliga-Stadien Platz nehmen.

Amara Condé (SV Elversberg)

Nach einem einjährigen Intermezzo beim niederländischen Erstligisten SC Heerenveen (18 Einsätze) kehrte der ehemalige FCM-Kapitän im Sommer 2025 zurück in die 2. Bundesliga zur SV Elversberg. Bei den Saarländern erkämpfte sich der Mittelfeldmann direkt einen Stammplatz.

In einigen Spielen lief er sogar mit der Kapitänsbinde auf, so auch beim 4:0-Erfolg in Magdeburg. Dank seiner hohen Wertschätzung im Team von Vincent Wagner dürfte er auch im Oberhaus gute Einsatzchancen haben.

Jason Ceka (SV Elversberg)

Im Gegensatz zu Condé wurde Ceka bei der SVE nicht glücklich. Nach nur sieben Einsätzen (1 Tor) in der Hinrunde, ließ er sich im Winter zur SG Dynamo Dresden ausleihen. FCM-Erzrivalen blühte der Dribbelkünstler wieder auf.

Bis auf ein Spiel stand er durchgängig in der Startelf, erzielte zwei Tore und eine Vorlage. Bei den Elversbergern muss er allerdings wieder um seinen Platz kämpfen.

Raphael Obermair (SC Paderborn)

Seit seinem Wechsel im Sommer 2022 wurde der variable Außenbahnspieler sofort zu einer festen Größe beim SCP. In der Saison 2024/25 stieg er zum Kapitän auf, musste die Binde nach der Übernahme von Trainer Ralf Kettemann nach einem Jahr aber wieder abgeben.

Raphael Obermair stieg mit dem SC Paderborn in die Bundesliga auf.
Raphael Obermair stieg mit dem SC Paderborn in die Bundesliga auf.
(Foto: imago/osnapix)

Dennoch spielte er unverändert eine bedeutende Rolle, steuerte zwei Tore und sieben Vorlagen bei. Wegen einer Achillessehnenverletzung verpasste er jedoch die letzten vier Ligapartien und die Relegationsspiele, in denen Paderborn den Aufstieg in die Bundesliga klarmachte.

Albert Millgramm (SC Paderborn)

Über die zweite Mannschaft schaffte der dribbelstarke Linksaußen im Januar 2026 den Sprung zu den FCM-Profis. In zwei Kurzeinsätzen durfte er Zweitliga-Luft schnuppern. Das reichte schon, um das Interesse des SC Paderborn zu wecken, der seine Verpflichtung schon im März perfekt machte.

Hinweis: Aufgelistet sind nur Profis, die in Magdeburgs erster Mannschaft zum Einsatz kamen, also nicht nur in der Jugend dort spielten.