Magdeburgs schwärzeste Tage Braunschweig neu dabei: Die schlimmsten Niederlagen der FCM-Historie
Ob DDR-Oberliga, 2. Bundesliga oder Regionalliga: Immer wieder musste der 1. FC Magdeburg auch herbe Niederlagen hinnehmen. Ein Blick auf die Rekordpleiten des FCM.

Magdeburg/DUR – Die 1:6-Niederlage des 1. FC Magdeburg gegen Braunschweig am Samstag findet ihren Platz in den Geschichtsbüchern des Clubs. Denn nie zuvor in der ruhmreichen Historie verlor der Club im eigenen Stadion höher.
Lediglich 2010, der FCM spielte noch in der Regionalliga Nord, gab es das gleiche Ergebnis gegen den Chemnitzer FC. Zudem war es auch die zweithöchste Pleite des Clubs in der 2. Bundesliga.
Für Platz eins dieser traurigen Liste reichte der Auftritt vom Samstag aber nicht. Da gibt der 17. März 2024 ging beim 1. FC Magdeburg in die Geschichtsbücher ein.
Mit 0:7 war der FCM im Zweitliga-Spiel beim Karlsruher SC untergegangen. Eine herbe Klatsche, die das Team mitten in den Abstiegskampf katapultierte.
So heftig die Niederlage im Wildparkstadion damals auch ausfiel, sie war kein neuer Nachwende-Rekord für den FCM. Der ist datiert auf den 6. November 1993, als Magdeburg in der NOFV-Oberliga Mitte mit 0:9 beim 1. FC Union Berlin unterging.
1. FC Magdeburg: Jens Härtel traf gegen FCM bei höchster Niederlage der Geschichte
Im Stadion an der Alten Försterei wurde der FCM damals von Jürgen Pommerenke trainiert, bekannte Namen wie Frank Siersleben und Dirk Stahmann standen auf dem Rasen.
Alle FCM-News direkt aufs Handy: Magdeburg Blau-Weiß bei WhatsApp
Prominenter besetzt war aber der Gegner aus Berlin: Frank Pagelsdorf war Trainer, Sergej Barbarez schoss gleich drei Tore - beide machten später beim Hamburger SV in der Bundesliga Karriere. Und in der Abwehr der Eisernen stand ein gewisser Jens Härtel, der sogar den Treffer zum 3:0 beisteuerte. Er sollte später als FC'M-Coach große Erfolge feiern.
Hier gibt es das 0:9 des FCM bei Union Berlin 1993 im Video:
1. FC Magdeburg: Höchste Niederlagen nach der Wende
- FC Union Berlin – FCM 9:0 (6.11.1993/NOFV-Oberliga)
- Karlsruher SC – FCM 7:0 (17.3.2024/2. Bundesliga)
- FCM - Eintracht Braunschweig (8.8.2026/2. Bundesliga
- FCM - Chemnitzer FC 1:6 (31.10.2010/Regionalliga Nord)
In der Liste folgen gleich sieben Spiele, die 0:5 endeten, darunter auch das DFB-Pokal-Zweitrundenspiel gegen Borussia Dortmund 2017 und das Heimspiel gegen Preußen Münster am 2. Mai 2025 mitten im Aufstiegsrennen.
Die Pleite gegen Münster ist die höchste Heimniederlage des FCM in der 2. Bundesliga und die zweithöchste überhaupt nach dem 1:6 in Chemnitz 2010 und gegen Braunschweig 2026. Allerdings teilte sie sich diesen Platz mit weiteren 0:5-Niederlagen, die aber allesamt schon länger zurückliegen.
1. FC Magdeburg: Höchste Niederlagen in DDR-Oberliga
Auch zu Zeiten in der DDR-Oberliga sowie nach der Wende geriet der Club, der im Dezember 2025 sein 60-jähriges Bestehen feiern kann, schon mehrfach mächtig unter die Räder.
Gleich in der ersten Oberliga-Saison nach dem Wiederaufstieg 1967 unter Coach Heinz Krügel unterlag der Club mit 0:5 in dessen Geburtsstadt Zwickau, ein Jahr später gar 1:6 bei Rot-Weiß Erfurt.
Lesen Sie hier: Rekordspieler und Rekordtorschützen beim 1. FC Magdeburg
Unter Klaus Urbanczyk gab es in der Saison 1981/82 innerhalb von nicht einmal zwei Monaten zwei 0:5-Rutschen: am 24. Oktober bei Dynamo Dresden und zum Hinrundenschluss am 19. Dezember 1981 beim FC Karl-Marx-Stadt. Im darauffolgenden April musste Urbanczyk vorzeitig seinen Hut nehmen.
Auch im ersten Oberliga-Jahr der Elbestädter überhaupt, der Übergangssaison 1960, damals noch als SC Aufbau Magdeburg, gab es mit dem 1:7 beim SC Motor Jena eine deftige Abreibung. Dem schlossen sich in den Folgejahren mehrere 0:5-Pleiten gegen Zwickau zweimal daheim, Karl-Marx-Stadt und Jena an.
Höchste Niederlagen in 2. Bundesliga: 1. FC Magdeburg auf Rang 32
Zudem gab es ein 0:6 in Zwickau. Zu Beginn der Hinrunde 1965/66 folgte es ein 0:5 beim SC Dynamo Berlin. Das war der Anfang vom Ende, nunmehr als 1. FC Magdeburg stiegen die Elbestädter als Tabellenletzter im Frühjahr 1966 ab.
In der Geschichte der 2. Bundesliga schaffte es das 0:7 beim KSC nur auf einen geteilten 32. Rang. Platz eins belegt Arminia Bielefeld, das im Mai 1980 gegen Arminia Hannover mit 11:0 gewann. Auf Rang zwei liegt der KSC, offenbar ein Experte für Kantersiege: Im Februar 1980 gab es ein 10:0 gegen ESV Ingolstadt.