1. FC Magdeburg vor dem KSC-Duell Nach Derby-Pleite: Warum der KSC für den FCM zum Problem werden könnte
Nach der Derby-Niederlage gegen Dynamo Dresden wartet mit dem Karlsruher SC der nächste unangenehme Gegner auf den 1. FC Magdeburg. Das hat viele Gründe.

Magdeburg/DUR – Am Samstag gastiert der Karlsruher SC beim 1. FC Magdeburg (13 Uhr/Sky). Ausgerechnet der KSC. Die Badener haben dem FCM in der Vergangenheit einige schmerzhafte Niederlagen beigebracht.
Obendrein bringen sie etwas mit, das den Magdeburgern offensichtlich derzeit einige Probleme bereitet. Allein ein Blick auf die Statistik beim verlorenen Derby gegen Dynamo Dresden am Wochenende, könnte Aufschluss darüber ergeben, wie der KSC in der Avnet Arena auflaufen wird.
Beim Elbclasico lief der FCM insgesamt ganze zehn Kilometer weniger als die Dresdner. Dynamo ist Spitzenreiter im Dauerlaufen. 991 Kilometer legten die Sachsen in dieser Laufzeit zurück. Auf Rang zwei liegt der Karlsruher SC mit 979,9 gelaufenen Kilometern.
Karlsruhe gehört zu den laufstärksten Teams der Liga
Klar: Wer den Ball hat, muss insgesamt weniger laufen. Und im Ballbesitz macht dem FCM keiner was vor. Im Schnitt hat der Club 55 Prozent die Kugel am Fuß. So viel wie kein anderer. Auch die Passquote stimmt, die beim FCM bei 85,6 Prozent liegt. Nur der 1. FC Nürnberg hat mehr.
Der alten Logik folgend: Wenn der Gegner nicht den Ball hat, kann er keine Tore schießen, greift dann aber nur so lange, wie es einem selber gelingt, Ballbesitz und Passquote in Tore umzumünzen. Daran scheiterte der 1. FCM gegen Dynamo zuletzt deutlich.
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Zudem ist der kommende FCM-Gegner aus Karlsruhe Champion bei den sogenannten intensiven Läufen, also einem Lauf, der zwischen Trab und Sprint eingeordnet wird. 5473 setzten die Badener in dieser Saison an. Der FCM kommt auf fast 1000 weniger, liegt abgeschlagen auf dem letzten Platz.
Magdeburg gegen Karlsruhe: Heimserie macht Hoffnung auf einen Sieg
Der 1. FC Magdeburg hat trotz dieser Statistiken bewiesen, dass sie oben mitspielen können. Im Gegensatz zum KSC, der es enorm schwer hatte, in dieser Saison Fuß zu fassen. Und der sich erst vor wenigen Tagen aus dem Tabellenkeller mit einem eindrucksvollen 4:0-Sieg gegen den SV Darmstadt befreien konnte - die Brust ist dementsprechend breit.
Findet der FCM am Samstag zurück in seine Muster und nutzt seine Heimmacht aus drei erfolgreichen Spielen in Folge gegen den KSC aus, kann der Club erfolgreich sein. Und womöglich sogar den ersten Sieg gegen die Karlsruher seit langem holen, der letzte liegt über vier Jahre zurück. Dann ist eine Statistik nicht viel mehr wert als das Papier, auf dem sie gedruckt ist.