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2. BundesligaFCM-Legende Christian Beck über möglichen Kwarteng-Abgang

FCM-Spieler Moritz-Broni Kwarteng gehört zu den wichtigsten Spielern und Gesichtern des Zweitligavereins. Das weckt Begehrlichkeiten. FCM-Clublegende Christian Beck findet das gut – und hat eine klare Meinung zu Abgängen.

Von Nico Esche Aktualisiert: 06.06.2023, 14:28
Ex-FCM-Spieler Christian Beck über den möglichen Abgang von Torjäger Moritz-Broni Kwarteng.
Ex-FCM-Spieler Christian Beck über den möglichen Abgang von Torjäger Moritz-Broni Kwarteng. Fotos: IMAGO / Christian Schroedter; Nico Esche | Montage: Nico Esche

Kaum ein zweiter Spieler vom 1. FC Magdeburg schlug so heftig in der jüngeren Vergangenheit ein, wie Moritz-Broni Kwarteng. Der Offensivspieler weckt daher Begehrlichkeiten, auch von Bundesligisten. FCM-Vereinslegende Christian Beck über die Personalie Kwarteng.

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„Es war schön, dass ich diesen Rekord hatte“, sagt Christian Beck, der rund 300 Pflichtspiele für den FCM absolvierte, schmunzelnd. Gemeint ist der Zweitliga-Rekord des Stürmers, der in der Saison 18/19 insgesamt 10 Tore für den FCM schoss – und jüngst von Kwarteng gebrochen wurde. Beck: „Aber ich gönne ihm das.“

FCM-Spieler Kwarteng: Entwicklung zur Zweitliga-Torjäger

Kaum zu glauben: 2021 steckte Moritz-Broni Kwarteng noch in der Vereinslosigkeit. Zwei Jahre später netzt der Deutsch-Ghanaer im Trikot des FCM in 29 Zweitliga-Partien 10 Mal ein, ist an fast jedem dritten Tor des Clubs beteiligt. „Kwarteng ist eine Bereicherung für den Verein und einer der wichtigsten, wenn nicht der wichtigste Spieler beim FCM“, adelt Christian Beck.

Das haben wohl auch die Scouts aus anderen Vereinen beeindruckt. Zuletzt wurde der 25-Jährige mit den Bundesligisten VfB Stuttgart, VfL Bochum und Borussia Mönchengladbach in Verbindung gebracht. Auch der Schweizer Erstligist FC Basel soll an Kwarteng dran sein.

„Wenn ein Spieler die Möglichkeit hat, vielleicht auch in die Bundesliga zu wechseln, sollte der Verein das nicht verhindern“, betont Christian Beck, der in seiner aktiven Zeit beim 1. FC Magdeburg schon einige Spielerkollegen hat kommen und gehen sehen.

FCM-Legende Beck über Ex-Teamkollege Marius Bülter von Schalke 04

Einer von ihnen: Marius Bülter, der technisch starke Offensivspieler, der sich seinerzeit einen Stammplatz beim Club erspielte und für eine Rekord-Ablöse von 1,5 Millionen Euro an Union Berlin verkauft wurde.

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Bülter startete durch, schlug wenig später bei Schalke 04 auf und mit seinen Toren ein. Beck: „Man hat Bülter angesehen, dass der FCM nicht seine letzte Station ist. Er ist technisch wahnsinnig gut. Gut für ihn, dass er sich weiterentwickeln konnte. Da kann man nur den Hut ziehen, der FCM hat mit seinem Verkauf alles richtig gemacht.“

Die „Größten der Welt“ verloren mit Marius Bülter eines ihrer besten Pferde im Stall, kassierten dafür eine üppige Ablösesumme und ermöglichten einem Spieler im besten Alter den Weg in die Bundesliga. Wird der Verein bei Kwarteng ähnlich agieren?

Kwarteng hat einen Marktwert von rund eine Million Euro (transfermarkt.de). Ließe der FCM ihn ziehen, müsste der interessierte Verein wohl eine siebenstellige Summe zahlen – ein Geldsegen für die Magdeburger.

Beck über den 1. FC Magdeburg als Ausbildungsverein in der 2. Bundesliga

Vereinslegende Christian Beck sieht noch einen Vorteil darin, den Top-Torjäger des FCM ziehen zu lassen. Der FCM als angesehener Ausbildungsverein, der seine Spieler ohne Murren weiterziehen lässt, wenn diese eine Chance erhalten. Beck: „Das ist auch eine Auszeichnung für den Verein, für die Mannschaft, es können alle profitieren. Und vielleicht holt man dann wieder einen Spieler, den man entwickeln kann.“

Junge, talentierte Spieler wie Jason Ceka oder Daniel Elfadli, die vom FCM aus den Tiefen des Amateurfußballs geholt und von FCM-Meistermacher Christian Titz zu gestandenen Zweitliga-Kickern geformt wurden – und vorzeitig ihren Vertrag beim Club verlängert haben. Christian Beck: "Ceka blüht hier auf, hat sich enorm entwickelt, kann sich noch entwickeln und er weiß, was er am Verein hat."