DFB-Pokalturnier Ex-FCM-Stars erleben Pokal-Horror: Kaars verzweifelt, Heidenheim geht unter
Während der 1. FC Magdeburg souverän im DFB-Pokal weiterzieht, erleben zahlreiche Ex-FCM-Profis ein Wochenende voller Pleiten und Überraschungen.

Magdeburg/Hamburg/Saarbrücken/DUR – Im DFB-Pokal zog der 1. FC Magdeburg nach dem Sieg gegen Oberligist Bahlinger SC souverän in die zweite Runde ein. Am Ende schmiss der FCM die Gastgeber aus Südbaden mit einem 4:0 aus dem Turnier.
Und wie das im Pokal immer der Fall ist, schreibt dieser seine eigenen Regeln. Das mussten auch einige ehemalige Spieler vom 1. FCM teils auf die harte Tour erfahren, wie das zurückliegende Turnier-Wochenende gezeigt hat.
So schied mit dem Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli nicht nur das Duo um Ex-FCM-Knipser Martijn Kaars und ehemaligen Vize-Kapitän Marcus Mathisen aus dem Wettbewerb aus, es passierte ausgerechnet gegen den drittklassigen Cub Rot-Weiss Essen. Und wie!
Ex-FCM-Stürmer Martijn Kaars vergibt zwei Großchancen gegen Essen
Mathisen hatte wenig Zugriff auf das Spiel, Kaars wiederum einen rabenschwarzen Tag. Der Niederländer, der beim FCM einst gefühlt aus allen Positionen ein Tor erzielen konnte, vergab gegen Essen kläglich zwei hundertprozentige Chancen. Am Ende gewann RWE mit den Ex-Magdeburgern Noah Pesch und Max Geschwill verdient 2:0. St. Pauli bleibt in dieser Saison weiter sieglos.
Eine weitere schon fast „Kuriosität“ bot die Partie zwischen dem 1. FC Saarbrücken und Hertha BSC. Das Spiel schleppte sich nach den Toren von Paul Seguin (Sohn von FCM-Legende Wolfgang Seguin) und Saarbrückens Philip Fahrner bis ins Elfmeterschießen.
Dort scheiterten gleich zwei Ex-Magdeburger und heutige Saarbrücker in Persona von Florian Pick und kurz danach in Kai Brünker vom Punkt. Luca Schuler aufseiten der Herthaner machte es besser. Am Ende siegten die Hauptstädter mit 4:2 nach Elfmeterschießen.
Raphael Obermair glänzt beim Pokalsieg des SC Paderborn
Erfolgreicher als die Saarbrücker waren die ehemaligen Magdeburger um Laurin Ulrich, Albert Millgramm und Raphael Obermair, die gemeinsam von Beginn an gegen Regionalligist 1. FC Phönix Lübeck randurften. Beim 4:1-Sieg des SCP legte Obermair das erste Tor auf.
Eine bittere Klatsche der besonderen Art musste der 1. FC Heidenheim um die Ex-Magdeburger Marcel Costly, Sirlord Conteh und Maximilian Breunig einstecken. Der frisch aus der Bundesliga abgestiegene Verein fand kaum ins Spiel, kassierte fünf Gegentore vom Regionalligisten SSV Jeddeloh II und schied 5:2 sang- und klanglos aus dem Pokal aus.