Was machen die Fans? Trotz 50.000 Zuschauern: Bei Fortuna gegen FCM wird es sehr leise
Das Kellerduell der 2. Bundesliga könnte am Samstag ungewohnt leise beginnen - und zwar in beiden Fanblöcken.

Magdeburg/Düsseldorf - Die Merkur-Spiel-Arena ist mit 50.000 Zuschauern wohl ausverkauft, wenn am Samstag Fortuna Düsseldorf gegen den 1. FC Magdeburg spielt. Dennoch wird es bei der Zweitliga-Partie zumindest zu Beginn erstaunlich still bleiben.
Die Deutschlands aktive Fanszenen haben zu einer Protestaktion für den anstehenden Spieltag aufgerufen, und das bundesweit. So sollen die ersten zwölf Minuten aller Partien schweigend verbracht werden, erst dann soll der Support für die eigene Mannschaft beginnen.
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Hintergrund des geplanten Stimmungsboykotts ist Kritik der Ultras an der Innenministerkonferenz, die Fußballspiele strenger überwachen und Strafen verschärfen will. Die aktiven Fanszenen fühlen sich dadurch zu Unrecht kriminalisiert und unter Generalverdacht gestellt, wodurch sie die Fankultur gefährdet sehen.
FCM-Fans machten bei Protestmarsch in Leipzig mit
Schon am vergangenen Wochenende hatten sich rund 20.000 Fans zu einem Protestmarsch unter dem Motto "Der Fußball ist sicher" in Leipzig getroffen. Zu diesem hatten explizit auch die FCM-Fans der "Blue Generation" aus "Block U" aufgerufen.
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Nun soll der Protest auch in den Spieltag hineingetragen werden. Die Fortuna-Ultras gaben bereits frühzeitg bekannt, sich dem Protest anzuschließen. Zudem sollen entsprechende Spruchbänder auf den Rängen gezeigt werden. Am Freitagnachmittag zog dann auch "Block U" und verkündete sein zwölfminütiges Schweigen nach Anpfiff.
Entsprechend müssen sich die Spieler im Kellerduell des Tabellen-15. gegen das Schlusslicht zumindest in der Anfangsphase auf eine sehr ungewohnte Atmosphäre einstellen. Danach dürfte es im Stadion aber gewohnt lautstark zur Sache gehen, auch das kündigten die beiden Fanlager bereits an.