Diskussion um VAR-Entscheidung „Es war nur ein Streicheln“: FCM-Profi Müller und Trainer Sander uneins über Elfmeter
Ein Elfmeter gegen Dynamo Dresden sorgt beim 1. FC Magdeburg für unterschiedliche Meinungen. Während Tobias Müller die VAR-Entscheidung kritisiert, findet Trainer Petrik Sander klare Worte.

Magdeburg/Dresden/DUR – Es war eine, wenn nicht sogar die klar spielbeeinflussende Szene im Match zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden: Tobias Müller will den Ball im eigenen Sechzehner klären, touchiert dabei die Wade von Nicolai Rapp, der in der Folge zu Boden geht.
Das Spiel lief weiter, ehe Sekunden später Schiedsrichter Robin Braun vom VAR an die Seitenlinie gerufen wurde. Nach Sichtung der Bilder entschied der Referee auf Strafstoß für Dresden. Mit dem erzielten Treffer aus elf Metern, kippte das Spiel aufseiten der Gastgeber.
Magdeburg tat sich im Anschluss beinah über das gesamte Spiel über schwer, Anschluss zu finden. Der FCM verlor 0:2, auch durch den frühen Nackenschlag. Die Meinungen über den gepfiffenen Elfmeter gingen nach Spielende beim 1. FC Magdeburg auseinander. Uneinigkeit herrschte zwischen Trainer und Spieler.
FCM-Verteidiger Müller kritisiert Elfmeter nach VAR-Eingriff
„Über die Richtigkeit des Elfmeters gibt es nichts zu diskutieren“, stellte Cheftrainer Petrik Sander nach Abpfiff fest. „Es war ein klarer Elfmeter“. Anders gesehen hat es der Verursacher des Strafstoßes, der den FCM empfindlich getroffen hatte.
Müller wechselte kurz nach dem Pausenpfiff noch ein paar Worte mit dem Referee: „Ich sagte ihm, wenn du es direkt pfeifst, dann kann ich es noch akzeptieren, aber so kann ich es nicht akzeptieren“. Gemeint: Der VAR schaltet sich nur ein, wenn eine klare Fehlentscheidung vorliegt.
Der FCM-Verteidiger erinnert sich an die Szene so, dass es eine „minimale Berührung“ gegeben hat. „Es war wirklich nur ein Streicheln“, beteuert Müller. Er hält fest: „So kann ich es nicht akzeptieren, dass es als klare Fehlentscheidung gewertet wird“.
Magdeburg-Trainer Sander: „Es war ein klarer Elfmeter“
Auf Müllers Worte angesprochen bleibt dessen Trainer Sander bei seiner Meinung: „Wenn man sich die Bilder anguckt, brauchen wir nicht zu diskutieren über irgendwas. Da gibt es einen klaren Kontakt und der Pfiff war folgerichtig“.
Der Strafstoß – so viel steht fest – nahm die Wucht aus dem Spiel der Magdeburger, die in den ersten Sekunden durch einen Schuss von Mateusz Zukowski nach wenigen Sekunden im Spiel bereits in Führung hätten gehen können. Der Pole verzog. Nur Augenblicke später geriet man derweil selber in Rücklage – und verlor den Elbclasico.
Der Fokus richtet sich für den FCM indes voll und ganz auf den kommenden Gegner. Am Samstag (13 Uhr/Sky) gastiert der Karlsruher SC in der Avnet Arena. Ausgerechnet die Mannschaft, die sich als Tabellenletzter gegen den SV Darmstadt am Wochenende die Herzen mit einem 4:0-Sieg freigeschossen hat.
Beim FCM wird bis dahin schon längst wieder Einigkeit herrschen. Am Ende wollen drei Punkte geholt werden.