Lilien im Gegnercheck Personalsorgen bei Darmstadt - reicht das, um den 1. FCM zu stoppen?
Nach dem Befreiungsschlag gegen Schalke will der SV Darmstadt nachlegen, müssen aber auf zahlreiche Defensivspieler verzichten. Aufpassen muss der 1. FC Magdeburg auf die Stürmer-Macht vom SVD.

Magdeburg/Darmstadt/DUR – Sonderlich gut steht der SV Darmstadt in der laufenden Saison nicht da. Der 2:0-Sieg am vergangenen Spieltag gegen Tabellennachbar FC Schalke 04 (13. Platz), könnte aber zum Befreiungsschlag werden – immerhin verlor der SVD davor vier Spiele in Serie.
Der Kohfeldt-Effekt blieb nach der Verpflichtung von Trainer Florian Kohfeldt in Darmstadt aus. Und trotzdem beißen sich die "Lilien“ nach dem Bundesliga-Abstieg irgendwie durch. Gegen den 1. FC Magdeburg wollen sie am Sonntag (13.30 Uhr, live bei Sky) nachsetzen. Müssen aber zuvor herbe Verluste in Kauf nehmen.
Der Kader von Kohfeldt dünnt aus. Mit Christoph Zimmermann, Fabian Holland, Matthias Bader, Kai Klefisch, Paul Will und offenbar auch Ex-FCM-Spieler Andreas Müller fallen wohl gleich sechs Defensiv-Spezialisten am Wochenende aus.
Zudem ist der 2,5-Millionen-Mann Fabian Nürnberger nach seiner Box-Attacke noch bis Mitte März gesperrt. Beim Spiel gegen die SV Elversberg senste der 25-jährige Stammspieler erst den Gegner weg und schlug beim anschließenden Gerangel einem weiteren Gegenspieler ins Gesicht.
Darmstadts furioses Stürmer-Duo Lidberg und Hornby
Dennoch: Das Prunkstück der Darmstädter wird wohl auch am Sonntag gegen den 1. FC Magdeburg für Furore sorgen. Die Doppelspitze mit Fraser Hornby und Isac Lidberg ist das Flaggschiff der Hessen. Allein jedes zweite Tor geht auf das Duo.
Lidberg entschied mit seinem Doppelschlag in der 3. und 5. Spielminute die Partie gegen Schalke im Alleingang. Der Schwede ist die Tormaschine Darmstadts. Lidberg fiel einige Spiele zuletzt aus, was sich an der Punkte- und Torausbeute bemerkbar machte. Nun ist er zurück.
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"Der Rhythmus ist langsam wieder da“, sagte Lidberg nach seinem Doppelpack am Wochenende. Trainer Kohfeldt lobte nach dem Sieg gegen Schalke: "Fraser und Isac haben gemeinsam eine herausragende Partie geboten“. Der 1. FCM wird alles daran setzen, das Duo aus Lidberg/Hornby unschädlich zu machen. Allerdings stehen die beiden nicht allein auf dem Feld.
"Man sieht, wie viel Input auch Leute wie Killian Corredor und Luca Marseiler auf den Seiten bringen können, wenn sich nicht alles auf sie konzentriert“, betonte der "Lilien“-Trainer. Gemeint sind die beiden Offensiv-Kollegen von Lidberg und Hornby, die beide ebenfalls eine herausragende Saison spielen.
FCM - SVD: Duell auf Augenhöhe - trotz Tabellensituation
40 Tore erzielte der SV Darmstadt in dieser Spielzeit und damit gerade einmal acht weniger als der 1. FCM. Dahingegen kassierten die Hessen 37 Gegentore – nur eines mehr als Magdeburg. Am Ende fehlte es den Darmstädtern oft nur am Quäntchen Glück für die Punkte. Ähnlich beim FCM in dieser Saison, vor allem bei Heimspielen.
Der Zuschauer darf sich am Sonntag also auf ein Duell auf Augenhöhe freuen. Auch, wenn das die Tabellensituation beider Teams nicht hergibt, Darmstadt hat acht Punkte weniger auf dem Konto als die Magdeburger. Sie gingen aber im Gegensatz zum FCM aus dem vergangenen Match als Sieger hervor. Das Momentum liegt bei den Darmstädtern.