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Brisante Duelle Atik, Platzverweise, Brutalo-Foul: FCM gegen FCK sorgte für große Emotionen

Am Samstag geht es zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem 1. FC Kaiserslautern um Punkte in der 2. Bundesliga. Die Begegnung bot in den letzten Jahren jede Menge Zündstoff.

Von Marcel Fritze Aktualisiert: 11.09.2026, 12:33
2022 geriet FCM-Profi Florian Kath mit Philipp Hercher, damals noch beim 1. FC Kaiserslautern, aneinander.
2022 geriet FCM-Profi Florian Kath mit Philipp Hercher, damals noch beim 1. FC Kaiserslautern, aneinander. (Foto: imago/Eibner)

Magdeburg/Kaiserslautern/DUR – Wenn am Samstagmittag (13 Uhr, live bei Sky) der 1. FC Magdeburg gegen den 1. FC Kaiserslautern aufläuft, geht es für den FCM um den zweiten Heimsieg in Folge. Dann wird es sehr wahrscheinlich wieder heiß hergehen in der Avnet Arena, auf dem Platz und auf den Rängen.

Denn über die letzten Jahre hat sich eine kleine Rivalität zwischen den beiden Traditionsvereinen aufgebaut. Regelmäßig kochten bei den Duellen die Emotionen hoch, sei es wegen körperlicher Härte oder fragwürdiger Schiedsrichter-Entscheidungen. Ein Blick auf die größten Aufreger der bisherigen Partien.

Das Kräftemessen zwischen FCM und FCK hat noch keine lange Geschichte. Im Herbst 2019 kämpften die beiden Kontrahenten in der dritten Liga das erste Mal überhaupt um Punkte. Seitdem gingen sie sich nicht mehr aus dem Weg, denn im Sommer 2022 stiegen sie gemeinsam in die zweite Liga auf.

FCM und FCK sind seit 2019 Dauerrivalen in der Liga

Im direkten Vergleich hat Magdeburg mit sechs Siegen die Nase vorne, nur dreimal gewann Kaiserslautern. Die übrigen fünf Duelle endeten unentschieden. Bis zur letzten Begegnung im Mai 2026 konnte der FCM auf eine beeindruckende Serie von fünf Heimsiegen in Folge zurückblicken. Doch dann unterlag man dem FCK nach einer lustlosen Vorstellung mit 0:1. Nur vier Monate später bekommen die Magdeburger die Chance zur Revanche.

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Die verrückteste Partie fand am 28. August 2022 auf dem Betzenberg statt. Blau-Weiß drehte den frühen Rückstand innerhalb von nur elf Minuten in eine 3:1-Führung, konnte diese aber nicht halten. Mitte der zweiten Halbzeit geriet der Club mit 3:4 ins Hintertreffen, schaffte aber dank eines Eigentors von Tomiak noch den 4:4-Ausgleich.

Am meisten sind die Aufeinandertreffen in Erinnerung geblieben, bei denen es krachte. Weil die “Roten Teufel” seit Jahren dafür bekannt sind, robust in die Zweikämpfe zu gehen, waren die bisherigen Vergleiche von vielen Fouls und Rudelbildungen geprägt.

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Beispielhaft dafür war das Gipfeltreffen der 3. Liga am 12. Februar 2022, bei dem der zweitplatzierte FCK den bereits auf zwölf Punkte enteilten Tabellenführer aus Magdeburg empfing. Das 2:2 hatte nicht nur vier Tore zu bieten, sondern auch eine ganze Reihe an kniffligen bis strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen.

FCM - FCK: Kaths Brutalo-Foul erhitzt die Gemüter

Als die hitzige Partie in ihren letzten Zügen war, eskalierte die Lage. In einer eigentlich belanglosen Situation an der Mittellinie brannten beim Magdeburger Florian Kath die Sicherungen durch. Mit mehreren Metern Anlauf und beiden Beinen voran grätschte er dem Lauterer Muhammed Kiprit den Ball weg.

Sofort betraten der daneben stehende FCK-Trainer Marco Antwerpen und sein Assistent wild gestikulierend das Feld. Daraufhin gingen die Spieler auf dem Platz und die Ersatzbänke beider Seiten aufeinander los. Es dauerte eine ganze Weile, bis das Handgemenge aufgelöst werden konnte.

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Im Anschluss wurde es bunt. Schiedsrichter Thorben Siewer zeigte Kath für sein brutales Einsteigen überraschenderweise nur die gelbe Karte. Die Lauterer Rene Klingenburg und Philipp Hercher, der später auch beim FCM spielte, wurden ebenfalls verwarnt. Rot hingegen sah Magdeburgs Co-Trainer Silvio Bankert, der mittendrin im Gewühl war, aber eigentlich nur schlichten wollte.

Erst Michel, dann Kaars: Doppel-Platzverweis für FCM im Hinspiel

Bis zum Hinspiel der Saison 2024/25 war dies tatsächlich der einzige Platzverweis in den Duellen zwischen FCM und FCK. Am 3. November 2024 hingegen traf es gleich zwei Magdeburger, die frühzeitig zum Duschen mussten.

Zunächst verursachte Falko Michel mit einem Foul an Daisuke Yokota den Elfmeter, den die Pfälzer zum 1:2-Anschluss nutzten (31.). Nur fünf Minuten später entwischte ihm der Japaner erneut und Michel sah folgerichtig für einen Trikotzupfer Gelb-Rot.

Kaiserslautern kam zum 2:2-Ausgleich und in der dritten Minute der Nachspielzeit setzte Kaars übermotiviert an der Seitenlinie nach, wofür er ebenfalls seinen zweiten gelben Karton kassierte.

Baris Atik ist FCM-Toptorschütze gegen Kaiserslautern

Ein Spieler, der besonders gerne gegen den FCK trifft, ist Baris Atik. Der Magdeburger Spielmacher lief von Juli 2017 bis Januar 2018 als Leihgabe der TSG Hoffenheim in 14 Spielen für die Roten Teufel auf, wurde dort aber nicht so wirklich glücklich. Die Leihe wurde vorzeitig abgebrochen, weil der Verein ihm nicht die gewünschten Einsatzzeiten garantieren konnte.

Im FCM-Trikot traf er schon fünfmal gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber und ist damit der unangefochtene Toptorschütze dieses Duells. Darüber hinaus gilt er bei den Lauterer Fans aufgrund seiner provokanten Art als absolute Reizfigur. Dahinter folgt Moritz-Broni Kwarteng, der in seinen zwei Spielen gegen den FCK drei Tore erzielte.

Neben Atik hat auch Torben Müsel eine Vergangenheit auf dem Betzenberg. Er trat dem FCK im Alter von sieben Jahren bei, durchlief alle Nachwuchsmannschaften und feierte im Herbst 2017 sein Debüt in der 2. Bundesliga. Nach neun Einsätzen kehrte Müsel seinem Jugendverein den Rücken. Über die Stationen Borussia Mönchengladbach, KAS Eupen und Rot-Weiss Essen landete er in diesem Sommer beim FCM. Für ihn kommt es am Samstag zum Wiedersehen mit seinem Ausbildungsverein.

Außerdem wechselte Richmond Tachie im Januar 2026 vom FCK, für den er in 55 Spielen neun Tore und acht Vorlagen sammelte, nach Magdeburg. In der Elbestadt kommt er über die Rolle des Jokers bislang nicht hinaus.