Gegen Greuther Fürth 40 Tore in zehn Spielen! So will FCM-Coach Sander den nächsten "wilden Ritt" verhindern
40 Tore in zehn Duellen, allein 18 in den vergangenen beiden Spielen: Zwischen dem 1. FC Magdeburg und Greuther Fürth ist Spektakel fast garantiert. Doch FCM-Trainer Petrik Sander verfolgt diesmal einen anderen Plan.

Magdeburg/DUR – Die Spiele zwischen dem 1. FC Magdeburg und der SpVgg Greuther Fürth kamen oft einem Kuriositätenkabinett gleich. Selten stehen Zweitligaspiele für so viel Spektakel, wie die Aufeinandertreffen beider Klubs.
Zehnmal duellierten sich die Magdeburger mit den Fürthern. Dabei gelangen den Teams insgesamt 40 Tore. Das macht vier Tore pro Spiel im Schnitt. Allein 18 davon fielen in den vergangenen beiden Partien. Irre Bilanz!
„Das war ein wilder Ritt, den wir damals erlebt haben nach einer 5:1-Führung“, sagt Petrik Sander vor dem kommenden Duell gegen Fürth am Freitag (18.30 Uhr, Sky). Am 21. Spieltag der vergangenen Saison stand es nach 33 Minuten bereits 5:1 für den FCM. Rund um die Halbzeit schloss Fürth mit drei weiteren Toren auf. Diesmal soll es anders werden.
FCM-Trainer Petrik Sander setzt gegen Fürth auf eine stabile Defensive
Denn seine Mannschaft, so sagt der FCM-Cheftrainer, habe sich gewandelt. Nicht nur seine, sondern auch die von Greuther Fürth. Acht Spieler, die im FCM-Kader einst standen, haben den Verein verlassen. Mit Branimir Hrgota und Noel Futkeu sind zudem die zwei großen Stars der Fürther aus der ausgelaufenen Spielzeit nicht mehr an Bord.
Petrik Sander arbeitet auf einen Sieg hin. Dafür braucht es eine stabile Abwehr. „Ich glaube schon, dass wir in der Herangehensweise einen Schritt nach vorne gemacht haben und diese Stabilität sich in der Defensive ausdrückt“, untermauert der Coach die Veränderung seines Teams im Vergleich zur Vorsaison.
Drei Spiele ohne Gegentor: So hat sich der FCM defensiv verändert
58 Gegentreffer kassierte der FCM in der Saison 2025/26. Nur drei Teams mussten mehr Gegentore hinnehmen. Aktuell musste FCM-Keeper Dominik Reimann auch schon ganz achtmal hinter sich greifen.
Aber: Sechs Treffer gingen auf das Konto beim Katastrophen-Auftakt von Eintracht Braunschweig. Insgesamt steht der FCM bei drei Ligaspielen zu Null – von fünf!
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Beim bislang letzten Spiel gegen Fürth standen noch Jean Hugonet und Tobias Müller in der Innenverteidigung sowie Marcus Mathisen als abkippender "Sechser". Vor ihm spielte Dariusz Stalmach. Bis auf Müller sind alle Akteure von damals weg, "ersetzt" durch Anselmo García Mac Nulty, Falko Michel und Luka Hyryläinen, die in dieser Spielzeit bislang auf hohem Niveau agieren.
Warum Sander gegen Greuther Fürth diesmal kein Spektakel erwartet
In der Defensive hat sich einiges getan. Der FCM besinnt sich auf das Verteidigen. Die Tore vorne fallen früher oder später sowieso, so die Idee. Weil der Club seine Standardsituationen besser nutzt als zuvor und das Offensivtrio Baris Atik, Mateusz Zukowski und Emmanuel Iyoha nahezu aus dem Nichts ein Tor erzielen kann.
Die defensive Stabilität als Faktor. "Das ist die Basis von allem“, betont Sander. Auch deswegen geht der Coach für das kommende Spiel nicht von einem „Spektakel“ aus. „Für die Zuschauer würde es mich freuen, wenn das Ergebnis so aussieht wie beim letzten Mal“, so der Trainer, und fügt an: „Und wir dann als Sieger vom Platz gehen, dann wäre das für mich auch okay“.