Nach 1:6 gegen Braunschweig "Deutlich schneller als Marcus Mathisen": Sander verteidigt seine neue Abwehr
Sind die neuen Verteidiger des 1. FC Magdeburg zu langsam? Diese Kritik kam beim 1:6-Debakel gegen Eintracht Braunschweig auf. Trainer Petrik Sander sieht das anders.

Magdeburg/DUR - Beim 1:6 gegen Eintracht Braunschweig zeigte sich der 1. FC Magdeburg vor allem defensiv komplett von der Rolle. Im Zentrum der Kritik vieler enttäuschter Fans standen oft die beiden Innenverteidiger.
Anselmo García Mac Nulty und Paul Jaeckel waren im Sommer geholt worden, um die Abwehr zu stabilisieren. Beiden erwischten keinen guten Tag und wurden immer wieder überspielt.
Zumindest gegen den Vorwurf, die Spieler seien zu langsam, verteidigte Trainer Petrik Sander sein Duo am Donnerstag. "Die Zahlen belegen, dass dem nicht so ist", sagte Sander: "Wenn ich aber schlecht stehe und eine schlechte Positionierung habe, sehe ich langsam aus."
FCM-Trainer vermisst Kommunikation seiner Abwehrspieler
Von den reinen Sprintwerten treffe die Kritik aber nicht zu. Beide seien "deutlich schneller als Marcus Mathisen". Der dänische Abwehrchef der beiden Vorsaison war im Sommer ablösefrei zum FC St. Pauli gewechselt.
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Die Aussagen des FCM-Trainers decken sich mit Daten, die Volksstimme und Magdeburg Blau-Weiß schon nach den Transfers der beiden neuen Abwehrspieler veröffentlicht hatte. In einer Analyse fiel weder Jaeckel noch Mac Nulty durch fehlende Grundschnelligkeit negativ auf.
Volksstimme-Reporter Tobias Buschendorf zweifelte im FCM-Podcast "Rundum Blau-Weiß" ebenfalls am Vorwurf, der Club habe zu langsame Spieler verpflichtet. Tempo sei im Suchprofil von Sportchef Peer Jaekel schließlich ein zentrales Kriterium gewesen.
Für Sander waren die Abwehrprobleme primär das Ergebnis von schlechter Kommunikation untereinander im Defensivverbund. Die Innenverteidiger seine gefordert, das Spiel zu sortieren und die Kollegen zu lenken. "Das war einfach nicht da", sagte Sander.