Fans in der 2. Bundesliga Nach Jahren des Booms: FCM stellt erstmals keinen Zuschauerrekord auf
Jahrelang kannte der 1. FC Magdeburg bei den Zuschauerzahlen nur eine Richtung: nach oben. Doch nach der Saison 2025/26 zeigt sich erstmals ein leichter Rückgang.

Magdeburg/DUR – Jahr für Jahr knackte der 1. FC Magdeburg seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga den Zuschauerrekord in der heimischen Arena. Nach einer zuletzt sportlich durchwachsenen Spielzeit muss der FCM nach Jahren des Aufschwungs nun einen Knick verzeichnen.
In der Saison 2025/26 besuchten insgesamt 426.873 Zuschauer die Avnet Arena. Und damit rund 3000 weniger als in der Vorsaison. Die Zahlen weichen allerdings je nach Quelle ein wenig ab und reichen von einem Zuschauerschnitt von 25.084 bis 25.110.
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Deutlich zeigt sich aber, dass etwas weniger Fans dem heimischen Stadion einen Besuch bei Spielen in der 2. Bundesliga abgestattet haben, als noch in der Saison zuvor. Die Auslastung lag in Magdeburg bei 84 Prozent. Insgesamt pendelt der FCM damit im unteren Tabellenmittelfeld aller Zweitligisten (Rang elf).
FCM-Zuschauerschnitt sinkt nach Rekordsaison leicht ab
Ein Blick zurück in die vorvergangene Spielzeit. Nicht nur sportlich war die Saison 2024/25 für den 1. FC Magdeburg mit Rang fünf historisch erfolgreich. Auch in Sachen Zuschauer stellte der Verein einen neuen Rekord auf: 25.283 Fans kamen im Schnitt zu einem der 17 Heimspiele in die Avnet Arena, so viele wie nie zuvor.
Seit der Rückkehr in die 2. Bundesliga wuchs die Begeisterung in Magdeburg unaufhaltsam. Im Schnitt 22.602 Zuschauer besuchten Heimspiele des FCM in der Saison 2022/23. Schon ein Jahr später kletterte der Wert auf 25.060. Beides waren jeweils Rekorde.
Die Stadionauslastung erreichte seinen Höhepunkt in der Saison 2024/25 (88 Prozent). Dieser sank ein Jahr später auf die aktuell gemessenen 84 Prozent. Waren in der Vorsaison noch sieben Spiele als ausverkauft gemeldet, waren es 2025/26 nur noch vier.
Nur vier FCM-Heimspiele waren ausverkauft
Ein Grund für die im Vergleich geringe Auslastung sind die Pufferzonen um den Gästebereich. Ein Ärgernis, auch für den Verein, der diese Plätze gerne an den Mann und an die Frau bringen will. Der 1. FCM arbeitet seit längerer Zeit daran, diese aus Sicherheitsgründen unbelegten Plätze künftig füllen zu dürfen.
Einen Etappensieg erreichte der FCM beim letzten Heimspiel der Saison 2025/26. Beim Match gegen den 1. FC Kaiserslautern kamen 28.875 Zuschauer in die Avnet Arena. So viele wie nie zuvor.
Auch die Mitbewerber in der 2. Bundesliga spielen eine Rolle. Zuvor kamen mit Schalke 04, Hamburger SV und 1. FC Köln drei Publikumsmagneten nach Magdeburg. Letztgenannte verabschiedeten sich vergangenes Jahr in die Bundesliga, Schalke folgt ihnen in diesem Jahr.
Auswärts bleibt der 1. FC Magdeburg eine Fan-Macht
Trotz leicht zurückgehender Zuschauerzahlen bei Magdeburger Heimspielen, ist der FCM immer noch eine Macht bei den Schlachtenbummlern. In der abgelaufenen Saison tingelten im Schnitt und je nach Quelle zwischen 2847 und 2877 FCM-Fans durch die Republik. Das macht Platz 20 unter allen deutschen Profiklubs.
Im Schnitt reisten 7035 Fans von Zweitligisten pro Spiel kreuz und quer durch Deutschland. Mehr als von Klubs in der Bundesliga (6653). Was vor allem an den reisefreudigen Anhängern des FC Schalke 04 lag, die bei Auswärtsspielen im Schnitt über 7000 Fans mobilisieren konnten. Kein anderer deutscher Verein erreicht auch nur im Ansatz diese Zahlen.
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Aber: Auch bei den Auswärtsfahrern macht sich bei den Magdeburgern ein leichter Rückgang bemerkbar. Über 3300 waren es noch in der Saison zuvor im Schnitt. Den Höhepunkt erreichte man beim Hertha-Spiel in Berlin, bei dem 10.000 FCM-Fans in die Bundeshauptstadt reiste. In der abgelaufenen Saison waren es dann "nur" noch 8000 im Olympiastadion.
Dennoch, der "schlafende Riese" aus Magdeburg ist längst erwacht, der FCM im deutschen Unterhaus etabliert. Nicht zuletzt wegen der starken Magdeburger Fanbase entscheiden sich Spieler eher, zum FCM zu wechseln, als woanders zu unterschreiben. Ein Faustpfand und schöner Nebeneffekt - trotz stagnierender Zahlen.