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  5. Hannover 96 beim FCM: Was Sandro Wagner besser machen soll als Christian Titz

FCM-Gegner im Check "War bei Herrn Titz nicht so ausgeprägt": So soll Wagner Hannover auf Kurs bringen

Der 1. FC Magdeburg trifft erstmals auf Trainer Sandro Wagner. Bei Hannover 96 will der junge Coach seine Vergangenheit hinter sich lassen und mit einem neuen Auftreten erfolgreich sein.

Von Marcel Fritze 09.10.2026, 10:11
Sandro Wagner soll als Trainer bei Hannover 96 neues Feuer entfachen. Gelingt ihm das gleich beim Debüt am Samstag beim 1. FC Magdeburg?
Sandro Wagner soll als Trainer bei Hannover 96 neues Feuer entfachen. Gelingt ihm das gleich beim Debüt am Samstag beim 1. FC Magdeburg? (Foto: imago/DeFodi)

Magdeburg/DUR - Am Samstag empfängt der 1. FC Magdeburg einen wahren Angstgegner in der 2. Bundesliga. Nur eines von acht Spielen gegen Hannover 96 gewann der FCM. Am 26. Februar 2023 gab es ein 2:1 in der niedersächsischen Landeshauptstadt nach Toren von Baris Atik und Luc Castaignos.

Geradezu traurig sieht die Heimbilanz der Magdeburger aus, die alle vier Heimspiele gegen die Roten verloren. Das soll sich nun ändern, denn die Elbestädter wollen den dritten Heimsieg in Folge einfahren. Auf der anderen Seite hoffen die Gäste auf einen erfolgreichen Neustart unter Trainer Sandro Wagner.

Der 38-Jährige trat vor der Länderspielpause die Nachfolge von Christian Titz an. Nun hatte er drei Wochen Zeit, um seine Mannschaft auf den FCM vorzubereiten. Was macht den neuen Übungsleiter aus und was erwartet er von seinen Spielern?

Hannover 96: Wagners erste Station in 2. Bundesliga

Die Verpflichtung von Wagner löste in Hannover eine spürbare Begeisterung aus. Aufsichtsratschef Martin Kind adelte den ehemaligen Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft wegen seiner Persönlichkeit sogar als “Mini-Klopp”. “Er ist offen und kommunikativ. Und er kann motivieren. Das war bei Herrn Titz nicht so ausgeprägt”, zog Kind den Vergleich zum Vorgänger.

Fan-Info: So sehen Sie FCM - Hannover 96 live in Stream und TV

Wagner bringt eine gewisse Strahlkraft mit. Seine Erfahrungen als Cheftrainer hingegen sind überschaubar. Mit der SpVgg Unterhaching gelang ihm 2023 der Aufstieg in die dritte Liga. Nach seinem Engagement bei der DFB-Elf wagte er im Sommer 2025 den Schritt in die Bundesliga zum FC Augsburg.

Bei seiner ersten Station im Profibereich fiel er mehr durch markige Sprüche auf als durch erfolgreichen Fußball. Nach drei mageren Siegen aus zwölf Ligaspielen musste er im November schon wieder seinen Hut nehmen. Nun versucht er sein Glück bei den ambitionierten Hannoveranern, die durchwachsen in die Saison gestartet sind.

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Dort schlägt er deutlich leisere Töne an. Von einem Personenkult wolle Wagner nichts wissen. “Wir sind hier keine One-Man-Show. 96 steht im Vordergrund”, betonte er auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Er möchte der Mannschaft nicht irgendetwas aufdrücken, sondern in Zusammenarbeit mit den Spielern einen “96-Fußball” entwickeln.

Hannover ohne Toptorschütze Gindorf in Magdeburg

Es ist nicht zu erwarten, dass Wagner in seinem ersten Spiel viel verändern wird. An Torwart Leo Weinkauf, der am zweiten Spieltag den für eine Millionen Euro neu verpflichteten Pascal Loretz ablöste, werde er vorerst festhalten. Verzichten muss er bei seinem Debüt auf den erkrankten Toptorschützen Lars Gindorf (drei Tore), Karl Steinmann und Mustapha Bundu.

Umso mehr wird die Verantwortung in der Offensive auf Marcel Hartel liegen, der einst Union Berlin, Arminia Bielefeld und den FC St. Pauli in die Bundesliga führte. Auch in Hannover ließ er sein Können bereits mit zwei Toren in den ersten fünf Spielen aufblitzen. Bei den Mittelstürmern Benjamin Källman und Benedikt Pichler drückt allerdings der Schuh, beide sind torlos.

Wagner lobt FCM-Trainingszentrum

Anders als sein Vorgänger möchte Wagner mehr Fokus auf das kollektive Abwehrverhalten legen. “Mir ist wichtig zu sehen, dass jeder für den anderen durchs Feuer geht. Diese Energie, dass sie alles geben für das Trikot. Das ist die Basis”. Zudem fordert er “Klarheit im Defensivbereich und in der Offensive” von seinen Schützlingen.

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Im Gegensatz zu Ex-FCM-Coach Titz könnte Jean Hugonet am Samstag an seine alte Wirkungsstätte zurückkehren, erstmals im gegnerischen Trikot. Ob er zum Einsatz kommen wird, ist aufgrund seiner wochenlangen Rückenverletzung jedoch unklar.

Obwohl Wagner neu in der zweiten Liga ist, wisse er, was in Magdeburg auf ihn zukommt. “Ein schöner Kessel, gute Lautstärke. Ich persönlich freue mich sehr darauf”. Der FCM habe “für die Liga herausragende Spieler”, stellte der 38-Jährige fest und lobte das neu geschaffene Trainingszentrum: “Man kann den Hut davor ziehen, was Magdeburg in den letzten Jahren auf die Beine gestellt hat.”