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  5. Prozess nach FCM-Krawallen: Mann wegen versuchten Mordes angeklagt

Landgericht Magdeburg „Aus blindem Hass“: Prozess um Steinwurf eines FCM-Fans auf Polizisten hat begonnen

Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen hat am Landgericht Magdeburg der Prozess gegen einen 29-Jährigen begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Fan vom 1. FC Magdeburg unter anderem versuchten Mord vor.

Aktualisiert: 21.07.2026, 14:23
Vor dem Landgericht Magdeburg muss sich ein 29-jähriger verantworten. Er war Teil von Ausschreitungen zwischen Fans und Polizei beim Spiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden.
Vor dem Landgericht Magdeburg muss sich ein 29-jähriger verantworten. Er war Teil von Ausschreitungen zwischen Fans und Polizei beim Spiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden. (Symbolfoto: IMAGO / Steinach)

Magdeburg (dpa) - Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen hat am Landgericht Magdeburg der Prozess gegen einen 29-Jährigen begonnen, der eine führende Rolle bei Ausschreitungen bei einem Fußballspiel gehabt haben soll.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann unter anderem versuchten Mord an einem Polizisten vor. Beim Zweitligaspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden Anfang des Jahres waren mehr als 70 Polizisten verletzt worden.

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Der groß gewachsene, breitschultrige Angeklagte erschien in hellblauer Jeans und dunklem Langarm-Shirt. Er trug Hand- und Fußfesseln, als er von Spezialkräften der Justiz in den Saal geführt wurde. Der Mann äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Der Prozess wird am Dienstag fortgesetzt.

Prozess in Magdeburg startet unter hohen Sicherheitsvorkehrungen

Laut der Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte am 24. Januar bewusst eine Führungsrolle unter angreifenden Fans eingenommen und die aggressive Stimmung angeheizt. Nachdem Überwachungskameras mit Farbe besprüht worden seien, seien in der Halbzeitpause zunächst 50 bis 60 vermummte FCM-Fans auf die Polizisten zugekommen, darunter auch der Angeklagte.

Die Polizei habe eine Kette gebildet, etwa 200 weitere gewaltbereite Fans seien nachgerückt. Es sei gerufen worden „Verreckt, Drecksbullen“ und „Wir bringen euch um“. Die Fans hätten Pflastersteine und herausgerissene Sitzschalen in Richtung Polizei geworfen.

Mehr als 70 verletzte Beamte nach Ausschreitungen beim FCM-Spiel

Der Angeklagte warf laut der Staatsanwaltschaft einen etwa 15 Kilogramm schweren Pflasterstein in Richtung der Polizisten. Er habe ihn „aus blindem Hass“ auf die Beamten geschleudert.

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In der ersten Reihe wurde ein Polizist getroffen und erlitt eine Platzwunde am linken Auge. Er hätte tödlich verletzt werden können, so die Anklage.

Der angeklagte Mann war Ende Januar, einige Tage nach den Ausschreitungen, festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Neben dem Vorwurf des versuchten Mordes geht es bei dem Gerichtsprozess auch um schweren Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung und tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte.