SChnelle Lösung nicht in Sicht Wie einst beim FCM! Das Hüpfverbot ist zurück in der 2. Bundesliga
Mit einem Hüpfverbot für die eigenen Fans sorgte der 1. FC Magdeburg 2016 für Schlagzeilen. Nun droht dem VfL Bochum in der 2. Bundesliga das gleiche Schicksal.

Bochum/DUR - Das Hüpfverbot ist zurück im deutschen Fußball! Allerdings nicht beim 1. FC Magdeburg, sondern bei einem anderem Zweitligisten. Den Fans des VfL Bochum ist es ab sofort strengstens untersagt, "gemeinschaftliche, synchronisierte, rhythmische Hüpf- und Sprungbewegungen" in der Ostkurve des Stadions auszuführen.
Darüber informierten der Club und der Stadionbetreiber am Mittwoch. Grundlage für das Verbot war ein Gutachten, das im Zuge der geplanten Stadionmoderniesierung erstellt worden war.
Dieses kam zu dem Schluss, dass gemeinschaftliches Hüpfen im Fanblock zu Schwingungen und in der Folge zu Unwohlsein bei Stadionbesuchern führen könne. Die Bauaufsichtsbehörde habe daher per Ordnungsverfügung ein "Hüpfverbot" festgelegt. Die Tragfähigkeit der Osttribüne sei aber gegeben, ein Risiko bestehe hier nicht.
Hüpfverbot in Magdeburg galt drei Jahre
Das weckt natürlich Erinnerungen bei FCM-Fans. Zwischen 2016 und 2019 galt ein Hüpfverbot in der damaligen MDDC-Arena. Das hatte deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt. Der FCM hatte die Nordtribüne entsprechend umgebaut, um das Problem zu lösen.
Beim VfL gilt das Verbot schon im kommenden Heimspiel gegen Arminia Bieelfeld am Sonntag (11. Oktober). Torjubel sei nach wie vor erlaubt, lediglich "choreographiertes Springen" ist nun verboten.
Dies muss der VfL Bochum umsetzen und kontrollieren. Der Club appellierte entsprechend an seine Fans, sich an das Verbot zu halten, da sonst erhebliche Konsequenzen drohen. Auch eine Sperrung der Fantribüne mit ihren 10.000 Plätzen käme sonst in Frage.
Eine schnelle Lösung wird es für das Problem aber nicht geben, Der VfL hofft, dass Verbot mit Ende der geplanten Sanierungsarbeiten im Stadion 2028 aufheben zu können.