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  5. Mathisen, Kaars, Hugonet, Schuler - 17 Ex-FCM-Profis in 2. Bundesliga

Hugonet, Schuler, Berisha und Co. Diese 17 Ex-FCM-Profis sind jetzt Gegner in der 2. Bundesliga

In der Saison 2026/27 haben 17 Profis der 2. Bundesliga eine Vergangenheit in der ersten Mannschaft des 1. FC Magdeburg. Wir geben den Überblick.

Von Marcel Fritze Aktualisiert: 04.08.2026, 11:46
Ex-FCM-Profi Jean Hugonet (r.) im Trikot von Hannover 96.
Ex-FCM-Profi Jean Hugonet (r.) im Trikot von Hannover 96. (Foto: imago/osnapix)

Magdeburg/DUR – Viele Spieler haben den 1. FC Magdeburg in den vergangenen Jahren verlassen: in untere Ligen, in den Ruhestand, ins Ausland oder in höhere Spielklassen. Zur Saison 2026/27 sind 17 Ex-FCM-Spieler in der 2. Bundesliga aktiv und treffen dort auf ihren ehemaligen Verein.

Wir geben den Überblick, wo sie spielen und wie es sportlich um sie steht. Aufgelistet sind nur Profis, die in Magdeburgs erster Mannschaft zum Einsatz kamen, also nicht nur in der Jugend dort spielten.

Maximilian Breunig (1. FC Heidenheim)

Als Last-Minute-Leihe im Sommer 2025 gekommen, erhielt Breunig anfangs das Vertrauen und zahlte es mit drei Toren in der Liga sowie einem Treffer im DFB-Pokal gegen den Regionalligisten FV Illertissen zurück. Im Schatten von Torjäger Zukowski gingen seine Einsatzzeiten in der Rückrunde aber deutlich zurück.

Beim 1. FC Heidenheim ist er ebenfalls nicht die erste Wahl, sondern muss sich hinter den etablierten Zweitliga-Stürmern Marvin Pieringer und Budu Zivzivadze anstellen.

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Sirlord Conteh (1. FC Heidenheim)

Conteh gilt als einer der schnellsten Spieler im deutschen Fußball und diese Geschwindigkeit brachte ihn sogar in die Bundesliga. Zwischen 2019 und 2022 kickte er für den FCM, schoss elf Tore in der 2. Bundesliga, 3. Liga und im DFB-Pokal. Es folgten zwei Jahre beim SC Paderborn, wo er neun Treffer erzielte.

Anschließend ging er nach Heidenheim, wo er drei Tore und zwei Vorlagen in 44 Bundesliga-Spielen erzielte. Zudem lief er sechsmal in der UEFA Conference League auf. Nun ist der 30-Jährige wieder in einer Liga mit den Elbestädtern.

Marcel Costly (1. FC Heidenheim)

Im Januar 2018 kam Costly zum 1. FC Magdeburg, wurde Teil der Aufstiegsmannschaft, stieg aber ein Jahr später wieder ab. Nach seinem Abschied vom FCM im Sommer 2020 entwickelte sich der rechte Außenbahnspieler zunächst beim SV Waldhof Mannheim und dann beim FC Ingolstadt zur unverzichtbaren Stammkraft in der dritten Liga.

Marcel Costly wechselte zum 1. FC Heidenheim in die 2. Bundesliga.
Marcel Costly wechselte zum 1. FC Heidenheim in die 2. Bundesliga.
(Foto: imago/Beautiful Sports)

In der vergangenen Saison avancierte er beim FCI plötzlich zum Knipser. Mit 18 Toren und 9 Vorlagen zählte er zu den Topscorern der dritten Spielklasse und empfahl sich für höhere Aufgaben. Heidenheim holte den Allrounder zurück in die zweite Liga

Martijn Kaars (FC St. Pauli)

Der Niederländer drängte nach seiner 19-Tore-Saison beim FCM auf einen Wechsel in die Bundesliga. Erst Ende August 2025 schnappte der FC St. Pauli zu. Im Oberhaus fiel ihm das Toreschießen nicht so leicht. Obwohl er viel spielen durfte, glückten ihm lediglich drei Treffer. Damit konnte er den Abstieg nicht verhindern. Nun nimmt er einen neuen Anlauf in der Liga, die er einst im Sturm eroberte.

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Marcus Mathisen (FC St. Pauli)

Der dänische Innenverteidiger nahm nach seinem Wechsel zum FCM im Sommer 2024 schnell eine Führungsrolle ein. Im Folgejahr schwankten seine Leistungen. Dennoch war er unumstrittener Stammspieler und führte den FCM zum Klassenerhalt. Obwohl der Verein ihn halten wollte, entschied sich der 30-Jährige, seine Karriere beim Bundesliga-Absteiger fortzusetzen. Dort soll er ebenfalls eine zentrale Rolle einnehmen.

Jean Hugonet (Hannover 96)

In seinen drei Jahren beim FCM stieg der Franzose zum Leistungsträger auf. Nachdem ein Wechsel in die Bundesliga im Sommer 2025 nicht zustande kam, erlebte er eine wechselhafte Spielzeit, in der er seinen Stammplatz verlor. Erst in den letzten drei Partien durfte er wieder ran und steuerte gegen Kiel ein wichtiges Tor zum Nichtabstieg bei. Dass der 26-Jährige nach dem Saisonende zu Hannover 96 und Ex-FCM-Trainer Christian Titz wechselte, kam wenig überraschend.

Alexander Brunst (SV Darmstadt 98)

Der Torwart, der zwischen 2017 und 2020 für den FCM aktiv war, nimmt seit vier Jahren den Platz hinter Stammkeeper Marcel Schuhen ein. Dreimal vertrat er ihn in der Aufstiegssaison 2022/23. Auch in der Bundesliga durfte er dreimal das Darmstädter Tor hüten. Sein bislang letzter Einsatz verlief allerdings unrühmlich. Am vorletzten Spieltag der Saison 2023/24 kassierte er gegen die TSG Hoffenheim sechs Tore.

Patric Pfeiffer (SV Darmstadt 98)

Mit großen Vorschusslorbeeren kam der Abwehrhüne im Winter 2025 auf Leihbasis nach Magdeburg, konnte den Erwartungen aber nicht gerecht werden. Nur achtmal stand er auf dem Platz und überzeugte dabei selten.

Patric Pfeiffer ist Leistungsträger bei Darmstadt 98.
Patric Pfeiffer ist Leistungsträger bei Darmstadt 98.
(Foto: imago/MIS)

Bedeutend besser lief es bei seiner Rückkehr zum SV Darmstadt, mit dem er 2023 bereits in die Bundesliga aufgestiegen war. 31 Partien bestritt er in der abgelaufenen Saison und hielt die Lilien lange im Aufstiegsrennen. Nachdem er im Duell gegen Aufstiegskonkurrent Elversberg am 30. Spieltag vom Platz flog, verlor er seinen Stammplatz für die restlichen Spiele.

Mergim Berisha (1. FC Kaiserslautern)

Der in Magdeburg glücklose Stürmer legte nach seinem vorzeitigen Abschied eine bemerkenswerte Karriere hin, die ihm sogar zum Millionen-Transfer in der Bundesliga machte. Im Januar 2026 verließ er die TSG Hoffenheim aber in Richtung 2. Bundesliga, um beim 1. FC Kaiserslautern neu anzugreifen.

Pech für den 27 Jahre alten deutschen Ex-Nationalspieler (zwei Länderspiele), dass er sich beim FCK gleich verletzte und zurückgeworfen wurde. Zum Ende hin deutete er seine Qualitäten an, erzielte zwei Tore und eine Vorlage. Aktuell profitiert Berisha vom Ausfall von Ivan Prtajin, der sich nach einem Achillessehnenriss im Aufbau befindet.

Luca Schuler (Hertha BSC)

Drei Jahre lang lief der Stürmer für den FCM auf, steuerte zwölf Tore zum Aufstieg bei und legte in der zweiten Liga sieben Tore in 40 Partien nach. Mit großen Hoffnungen ging er 2024 zu Hertha BSC, musste sich aber zunächst hinten anstellen. Ausgerechnet bei seiner Rückkehr nach Magdeburg traf er für die Herthaner zum 3:1-Sieg.

In seinem zweiten Jahr lief es besser. Acht Tore in 27 Ligaspielen, dazu zwei Tore im DFB-Pokal bei der 6:1-Gala gegen Kaiserslautern - eine ordentliche Ausbeute für den 27-Jährigen.

Rayan Ghrieb (1. FC Nürnberg)

Der Start des Franzosen beim 1. FC Magdeburg war vielversprechend. Mit zwei Traumtoren im DFB-Pokal gegen Saarbrücken versetzte der Kreativgeist die Fans ins Staunen. Wenngleich er seinen Spielwitz einige Male aufblitzen ließ, war Ghrieb ein Pendler zwischen Startelf und Ersatzbank. Im Endspurt kam der FCM ohne ihn aus und entschied sich anschließend für den Verkauf nach Nürnberg.

Rayan Ghrieb versucht sein Glück nach einem Jahr beim FCM nun beim 1. FC Nürnberg.
Rayan Ghrieb versucht sein Glück nach einem Jahr beim FCM nun beim 1. FC Nürnberg.
(Foto: imago/Zink)

Dort will der 27-Jährige neu angreifen, zog sich aber in einem Testspiel einen Muskelfaserriss zu und wird den Saisonstart voraussichtlich verpassen.

Timon Weiner (Holstein Kiel)

Der ehemalige Ersatzmann von Morten Behrens, der in Magdeburg ohne Einsatz blieb, schaffte in Kiel nach langer Anlaufzeit den Schritt zur Nummer Eins. In der Saison 2023/24 war er ein Garant für den erstmaligen Bundesliga-Aufstieg der Störche.

Eine Liga höher tat sich Weiner zwar schwer, das Niveau zu halten, absolvierte aber trotzdem 25 Partien im Oberhaus. Zum Saisonende verlor er seinen Stammplatz. Auch zu Beginn der Saison 2025/26 musste er sich hinten anstellen. Erst unter Trainer Tim Walter durfte Weiner wieder zwischen die Pfosten und trug mit guten Leistungen seinen Teil zum Klassenerhalt bei.

Andreas Müller (Karlsruher SC)

Für den defensiven Mittelfeldspieler, der nach drei Jahren beim FCM im Sommer 2023 zum Bundesliga-Aufsteiger Darmstadt ging, war die erste Liga eine Nummer zu groß. In drei seiner 13 Bundesligaspiele stand er in der Startelf. Ansonsten durfte er meist nur über wenige Minuten ran.

Im Unterhaus lief er wieder zu guter Form auf, absolvierte 32 Spiele und entschied sich anschließend für den Wechsel nach Karlsruhe, um wieder näher an seiner Heimat zu sein. Beim KSC konnte er sich bislang nicht zu einem Stammplatz durchringen.

Andi Hoti (Eintracht Braunschweig)

Nach einem langen Transferstreit verließ der Kosovare den FCM im Januar 2026 in Richtung Braunschweig. Sein Wunschtransfer zu Dynamo Dresden war zuvor mehrfach gescheitert. Bei der Eintracht war er zunächst ebenfalls außen vor, profitierte aber dann vom Trainerwechsel. Unter Lars Kornetka stand er in acht von neun Partien in der ersten Elf.

Andi Hoti spielt für Eintracht Braunschweig in der 2. Bundesliga.
Andi Hoti spielt für Eintracht Braunschweig in der 2. Bundesliga.
(Foto: imago/Darius Simka)

In der Vorbereitung auf die neue Saison schien er die Nase vorn zu haben, musste aber im letzten Test angeschlagen vom Platz.

Ryan Malone (FC Energie Cottbus)

Der bullige US-Amerikaner wagte im Sommer 2015 den Schritt aus seiner Heimat zum FCM. Dort wurde er mit zwei Toren schnell zum Publikumsliebling. Berüchtigt war er vor allem wegen seiner wuchtigen langen Einwürfe. Obwohl er nach einem Jahr wieder gehen musste, holte ihn Jens Härtel auf seinen Stationen bei Hansa Rostock und Erzgebirge Aue wieder zurück.

Nachdem er schon 53 Zweitligaspiele für die Rostocker absolviert hatte, darf er sich nun erneut im Unterhaus beweisen.

Henry Rorig (FC Energie Cottbus)

Der Rechtsverteidiger durfte 2022 sowohl mit dem 1. FC Magdeburg, als auch ein Jahr später mit dem VfL Osnabrück den Aufstieg in die zweite Liga feiern. Nach dem direkten Wiederabstieg mit dem VfL holte sich Energie Cottbus den Aufstiegsgaranten.

Im Gegensatz zu seinen vorherigen beiden Stationen ist er bei den Lausitzern klar gesetzt. Scheiterte er im ersten Jahr noch knapp, erlebte Rorig im Sommer 2026 seinen dritten Aufstieg in den letzten vier Jahren. Dazu trug er drei Tore und fünf Vorlagen bei.

Joel Abu Hanna (VfL Osnabrück)

Der Verteidiger ist hier ein Sonderfall. Er stand 2018/19 als Zweitligaprofi beim FCM unter Vertrag, blieb aber ohne Einsatz. Nach vielen Stationen im Ausland kehrte der inzwischen 28-Jährige nach Deutschland zurück und schloss sich Aufsteiger Osnabrück an.