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  5. 1. FC Kaiserslautern vor FCM-Spiel: Lautern-Experte gibt tiefe Einblicke

Zweitliga-Spitzenspiel Lautern-Experte erklärt: Davor muss sich der 1. FC Magdeburg fürchten

Die Unterschiede zwischen 1. FC Magdeburg und 1. FC Kaiserslautern sind kleiner als man denkt. Was denken die Lauterer über Magdeburg und was können die Zuschauer  erwarten?

Von Nico Esche 02.04.2025, 13:43
Am Sonntag treffen die beiden Top-Stürmer der 2. Bundesliga aufeinander: Ragnar Ache vom 1. FC Kaiserslautern (li.) und Martijn Kaars vom 1. FC Magdeburg.
Am Sonntag treffen die beiden Top-Stürmer der 2. Bundesliga aufeinander: Ragnar Ache vom 1. FC Kaiserslautern (li.) und Martijn Kaars vom 1. FC Magdeburg. (Foto: IMAGO / RHR-Foto; Fussball-News Saarland)

Magdeburg/Kaiserslautern/DUR – Keinen Meter Raum werden der 1. FC Kaiserslautern und der 1. FC Magdeburg am Sonntag dem jeweils anderen schenken. Für beide Teams ist der Aufstieg in die Bundesliga sieben Spieltage vor Schluss immer noch realistisch.

Wie ist die Stimmung beim FCK? Wie blicken die Lauterer auf den 1. FCM und das Spiel am Sonntag (13.30 Uhr, live bei Sky) und worauf müssen sich die "Blau-Weißen" gefasst machen? Das weiß Lautern-Experte Thomas Hilmes.

In den Spielen zwischen dem 1. FCM und dem 1. FCK kam es immer wieder zu Ärger. Kaum ein Spiel kam ohne Rudelbildung und Kontroversen aus, immer ging es auf dem Platz heiß her. Obwohl beide Teams erst vor wenigen Jahren das erste Mal aufeinandertrafen, entwickelte sich binnen kürzester Zeit eine gesunde Rivalität.

FCM – FCK: Duell mitten im Aufstiegsrennen

Beide Vereine können sich noch Hoffnung auf den Aufstieg machen. Eine von vielen Parallelen: Beide kämpften einst in der 3. Liga um den Klassenerhalt, beide stiegen gemeinsam ins Unterhaus auf – und kämpften bald wieder ums Überleben.

"Man ist relativ gelassen"

Lautern-Experte Thomas Hilmes über möglichen FCK-Aufstieg

Souverän zeigten sich die Lauterer als auch die Magdeburger selten in der laufenden Saison. Trotzdem machen sie den Zweitliga-Flaggschiffen aus Köln, Hamburg oder Hannover Konkurrenz um den Aufstieg. Doch darüber wird intern und im Umfeld kaum gesprochen.

"Im Verein und bei den Fans ist man relativ gelassen. Der Aufstieg ist zwar ein Thema, aber überzeugt davon sind noch nicht alle“, sagt Thomas Hilmes gegenüber "Magdeburg Blau-Weiß“. Hilmes ist unter anderem Autor beim Portal "Der Betze brennt“.

"Auch“, so der Experte weiter, "weil der FCK zuletzt Probleme mit Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte hatte und mit Magdeburg, Nürnberg und Köln davon noch einige bespielt muss. Letztes Wochenende gegen Düsseldorf klappte das endlich mal wieder sehr gut, aber die waren auch ersatzgeschwächt.“

1. FC Kaiserslautern: Euphorie und Trainer Markus Anfang

Wenn überhaupt, komme laut Hilmes die Euphorie für einen Aufstieg von außen, von Investoren. Einer von ihnen gab nach einer Siegesserie der Lauterer zu Beginn der Rückrunde aus: "Das Ziel ist die Bundesliga.“ Anschließend gewann man in sechs Spielen nur noch zweimal.

Ähnlich nüchtern blickt man beim 1. FC Magdeburg auf das Thema – zumal aus den letzten drei Spielen nur ein Punkt geholt wurde. Trainer Christian Titz braucht sich dennoch keine Sorgen um seinen Posten zu machen. Und wie sieht es bei den Pfälzern aus?

1,7 Punkte holte Markus Anfang im Schnitt, seit er im Sommer vom FCK angeheuert wurde. Etwas mehr als Titz. Aber: Kaiserslautern ist auch bekannt dafür, Trainer mitten in einer sportlichen Hochphase zu beurlauben. Ein Abgang ist dennoch unwahrscheinlich, so die Prognose von Hilmes: "Markus Anfang sitzt zurzeit fest im Sattel."

Lauterns Schwäche in Magdeburg

Das Spiel am Sonntag zwischen 1. FCM und 1. FC Kaiserslautern ist vielleicht noch kein Endspiel. Dennoch gilt es, "Big Points“ zu holen. Lautern ist gewarnt vor den Magdeburgern. Auch wegen der Historie beider Teams.

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In der Pfalz weiß man um die Heimschwäche der Magdeburger. Trotz der zuletzt gewonnenen Heimspiele gegen den 1. FC Köln und dem SV Darmstadt. Man bleibe aber realistisch, sagt Thomas Hilmes. Die Bilanz spricht für den 1. FCM.

Nur ein einziges Pflichtspiel gewann Kaiserslautern in Magdeburg, das ist schon fast fünf Jahre her. Es folgten vier Auswärts-Niederlagen für die Pfälzer mit einem Torverhältnis von 1:8. In Magdeburg hat der FCK immer schlecht ausgesehen.

FCK-Spieler Ache derzeit kaum zu bändigen

Diese Schreckensbilanz wollen die Lauterer beenden, am besten schon am Sonntag. Verzichten müssen sie in Torwart Julian Krahl (verletzt) und Daniel Hanslik (gesperrt) auf zwei absolute Leistungsträger. Zählen können sie hingegen auf ihren wohl wichtigsten Spieler: 16-Tore-Mann Ragnar Ache.

Hilmes: "Bei Ache ist nach kleiner Februar-Flaute im März der Knoten geplatzt, er schießt nicht nur die wichtigen Tore und ist insgesamt der beste Spieler im Kader."

Ihn gilt es aus Sicht der Magdeburger zu stoppen. Sprungkraft, Kopfballstärke, Schusstechnik, Durchsetzungskraft – neben Hamburgs Davie Selke zählt Ache zu den komplettesten Stürmern in der 2. Liga.

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"Sein Nachteil ist seine Verletzungsanfälligkeit", zählt Experte Hilmes einen der wenigen Makel von Ache auf, fügt aber an: "Der Nachteil für den FCM am Sonntag ist, dass er nicht verletzt ist."

Was können die Fans in der Avnet-Arena also erwarten? Die einstige Mentalitäts-Schwäche, nach Rückständen nicht wieder zurückzukommen, war zuletzt bei den Pfälzern kaum mehr zu merken. Probleme bekommen sie, wenn überhaupt, bei Standards oder Kontern, sagt Hilmes.

Sind beide Teams fit, wird es ein Duell auf Augenhöhe. Hitzig wird es ohnehin. Kann der 1. FC Magdeburg am Sonntag gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht dreifach punkten, können sie mit hoher Wahrscheinlichkeit jetzt schon "nur" für die nächste Runde im Unterhaus planen – ein Aufstieg wird dann verdammt schwer.