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Denkwürdigste Duelle Platzverweise, Rudelbildungen, Spektakel: So emotional war FCM gegen FCK

Am Sonntag geht es zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem 1. FC Kaiserslautern um Punkte im Aufstiegskampf. Die Begegnung bot in den letzten Jahren jede Menge Zündstoff.

Von Marcel Fritze Aktualisiert: 02.04.2025, 09:33
2022 geriet FCM-Profi Florian Kath mit Philipp Hercher, damals noch beim 1. FC Kaiserslautern, aneinander.
2022 geriet FCM-Profi Florian Kath mit Philipp Hercher, damals noch beim 1. FC Kaiserslautern, aneinander. (Foto: imago/Eibner)

Magdeburg/DUR – Wenn am Sonntagnachmittag der 1. FC Magdeburg auf den 1. FC Kaiserslautern trifft, geht es erstmals in der Historie dieser Begegnung um wichtige Punkte im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga. Dann wird es sehr wahrscheinlich wieder heiß hergehen, auf dem Platz und auf den Rängen.

Denn über die letzten Jahre hat sich eine kleine Rivalität zwischen den beiden Traditionsvereinen aufgebaut. Regelmäßig kochten bei den Duellen die Emotionen hoch, sei es wegen körperlicher Härte oder fragwürdiger Schiedsrichter-Entscheidungen. Ein Blick auf die größten Aufreger der bisherigen Partien.

Das Kräftemessen zwischen FCM und FCK hat noch keine lange Geschichte. Im Herbst 2019 kämpften die beiden Kontrahenten in der dritten Liga das erste Mal überhaupt um Punkte. Seitdem gingen sie sich nicht mehr aus dem Weg, denn im Sommer 2022 stiegen sie gemeinsam in die zweite Liga auf.

FCM und FCK sind seit 2019 Dauerrivalen in der Liga

Im direkten Vergleich hat Magdeburg mit vier Siegen die Nase vorne, nur zweimal gewann Kaiserslautern. Die übrigen fünf Duelle endeten unentschieden. Die besten Torschützen dieser Begegnung sind Moritz-Broni Kwarteng auf FCM-Seite und Boris Tomiak für den FCK, die jeweils drei Buden erzielten.

Die verrückteste Partie fand am 28. August 2022 auf dem Betzenberg statt. Blau-Weiß drehte den frühen Rückstand innerhalb von nur elf Minuten in eine 3:1-Führung, konnte diese aber nicht halten. Mitte der zweiten Halbzeit geriet der Club mit 3:4 ins Hintertreffen, schaffte aber dank eines Eigentors von Tomiak noch den 4:4-Ausgleich.

Lesen Sie hier: Das macht der FCK besser als der FCM

Am meisten sind die Aufeinandertreffen in Erinnerung geblieben, bei denen es krachte. Weil die “Roten Teufel” seit Jahren dafür bekannt sind, robust in die Zweikämpfe zu gehen, waren die bisherigen Vergleiche von vielen Fouls und Rudelbildungen geprägt.

Beispielhaft dafür war das Gipfeltreffen der 3. Liga am 12. Februar 2022, bei dem der zweitplatzierte FCK den bereits auf zwölf Punkte enteilten Tabellenführer aus Magdeburg empfing. Das 2:2 hatte nicht nur vier Tore zu bieten, sondern auch eine ganze Reihe an kniffligen bis strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen.

FCM - FCK: Kaths Brutalo-Foul erhitzt die Gemüter

Als die hitzige Partie in ihren letzten Zügen war, eskalierte die Lage. In einer eigentlich belanglosen Situation an der Mittellinie brannten beim Magdeburger Florian Kath die Sicherungen durch. Mit mehreren Metern Anlauf und beiden Beinen voran grätschte er dem Lauterer Muhammed Kiprit den Ball weg.

Restprogramm im Aufstiegskampf: Wer hat die besten Karten in der 2. Bundesliga?

Sofort betraten der daneben stehende FCK-Trainer Marco Antwerpen und sein Assistent wild gestikulierend das Feld. Die Spieler auf dem Platz und die Ersatzbänke beider Seiten gingen aufeinander los. Es dauerte eine ganze Weile, bis das Handgemenge aufgelöst werden konnte.

Im Anschluss wurde es bunt. Schiedsrichter Thorben Siewer zeigte Kath für sein brutales Einsteigen überraschenderweise nur die gelbe Karte. Die Lauterer Rene Klingenburg und Philipp Hercher (heute FCM) wurden ebenfalls verwarnt. Rot hingegen sah Magdeburgs Co-Trainer Silvio Bankert, der mittendrin im Gewühl war, aber eigentlich nur schlichten wollte.

Erst Michel, dann Kaars: Doppel-Platzverweis für FCM im Hinspiel

Bis zum Hinspiel der laufenden Saison war dies tatsächlich der einzige Platzverweis in den Duellen zwischen FCM und FCK. Am 3. November 2024 hingegen traf es gleich zwei Magdeburger, die frühzeitig zum Duschen mussten.

Zunächst verursachte Falko Michel mit einem Foul an Daisuke Yokota den Elfmeter, den die Pfälzer zum 1:2-Anschluss nutzten (31.). Nur fünf Minuten später entwischte ihm der Japaner erneut und Michel sah folgerichtig für einen Trikotzupfer Gelb-Rot.

Kaiserslautern kam zum 2:2-Ausgleich und in der dritten Minute der Nachspielzeit setzte Kaars übermotiviert an der Seitenlinie nach, wofür er ebenfalls seinen zweiten gelben Karton kassierte.

Baris Atik und Philipp Hercher treffen auf Ex-Verein

Auch beim anstehenden Topspiel ist wieder mit vielen Nickligkeiten und Aufregern zu rechnen, alleine aufgrund der brisanten Tabellenkonstellation. Allen voran Magdeburgs Baris Atik ist für seine Hitzköpfigkeit bekannt und anders als im Hinspiel ist er mit hoher Wahrscheinlichkeit einsatzbereit für das Duell gegen seinen Ex-Verein.

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Für den FCK kam er von Juli 2017 bis Januar 2018 als Leihgabe der TSG Hoffenheim auf 14 Spiele, wurde dort aber nicht so wirklich glücklich. Die Leihe wurde vorzeitig abgebrochen, weil der Verein ihm nicht die gewünschten Einsatzzeiten garantieren konnte. Im FCM-Trikot traf er schon zweimal gegen den alten Arbeitgeber.

Auch Philipp Hercher hat eine Lauterer Vergangenheit. Im letzten Sommer wechselte er aus der Pfalz an die Elbe und traf im Hinspiel prompt gegen den Verein, bei dem er fünf Jahre lang spielte.