Zweitliga-Topspiel Was sich Philipp Hercher gegen seinen Ex-Club Kaiserslautern vornimmt
Philipp Hercher vom 1. FC Magdeburg ist dem 1. FC Kaiserslautern noch emotional verbunden. Am Sonntag will er aber nur einer Person ein Geschenk machen.

Magdeburg/DUR – Spiele gegen den 1. FC Kaiserslautern sind für Philipp Hercher ganz besondere Partien. Schließlich erlebte der Rechtsverteidiger des 1. FC Magdeburg beim FCK eine erfolgreiche Zeit und ist dem Verein nach fünf gemeinsamen Jahren noch eng verbunden.
Beim Hinspiel am Betzenberg war Hercher sogar nachträglich offiziell verabschiedet und von den FCK-Fans noch einmal gebührend gefeiert worden. Anschließend schoss er auch noch ein Tor für Magdeburg, dass er aber sehr zurückhaltend bejubelte, aus Respekt vor den Zuschauern.
Am Sonntag (13.30 Uhr, live bei Sky) ist es wieder so weit: Der 1. FC Magdeburg empfängt den 1. FC Kaiserslautern, dieses Mal in der Avnet-Arena. "Es kommen immer noch Ticket-Anfragen bei mir rein", sagte Hercher gegenüber Vereinsmedien: "Es ist ein besonderes Spiel, ich kenne noch viele Spieler dort."
Philipp Hercher mit guten Startelf-Chancen gegen den FCK
Und nicht nur Hercher fiebert der Partie entgegen, denn sie ist maßgeblich für den Aufstiegskampf in der 2. Bundesliga. Der FCK steht auf Relegationsrang drei, der FCM folgt mit drei Punkten weniger auf Rang fünf der sehr engen Tabelle. Es ist also zusätzliche Brisanz drin im Duell der beiden Traditionsvereine aus Ost und West.
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Läuft alles normal, wird Hercher am Sonntag wieder in der Startelf des 1. FC Magdeburg stehen. Sechs Tore schoss er bereits in dieser Saison. War er fit, hat er auch immer gespielt, oft von Beginn an. So auch zuletzt beim 0:0 des FCM bei Hannover 96, wo er eine unauffällige Leistung zeigte.
Geschenke will Hercher am Sonntag nicht dem Ex-Verein, sondern seinem Trainer machen. Christian Titz wird am Dienstag 54 Jahre alt, die Mannschaft sieht sich da besonders in der Pflicht. "Gegen Kaiserslautern müssen wir ihm ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk machen", sagte Hercher in einer Medienrunde, aus der die "Volksstimme" zitiert.
"Im Hinspiel hatte der Schiedsrichter etwas dagegen, aber am Sonntag sollten wir die Punkte bei uns behalten", sagte Hercher. Beim 2:2 hatte Falko Michel früh eine Gelb-Rote Karte gesehen, der FCM rettete am Ende den Punkt in Unterzahl.