Selbst der Bürgermeister ist schockiert FCM-Fans randalieren bei Stadion-Einweihung: "Schweinen näher als Menschen"
Was als großes Fußballfest begann, endete im Desaster: Im Gästeblock der neuen Itaka-Arena randalierten Magdeburg-Fans. Beim Gastgeber herrscht Fassungslosigkeit.

Opole/Magdeburg/DUR – Es sollte ein Fußballfest werden, in dessen Zentrum die Eröffnung eines neuen Fußballtempels am Rande der polnischen Großstadt Opole stehen sollte. Eingeladen war der 1. FC Magdeburg zum Testspiel, rund 1200 Anhänger der Blau-Weißen folgten ihrem Verein auf die lange Reise in den Süden Polens.
Es wurde auch gefeiert im Stadion, unter anderem mit Feuerwerk und Live-Musik. Einige Fans vom 1. FCM jedoch zeigten sich von ihrer schlechtesten Seite und wüteten im Gästeblock. Ein örtlicher Radiosender berichtet nach dem Spiel von Vandalismus, zerstörten Toiletten und hunderten Aufklebern im Gästetrakt.
Magdeburg-Fans randalieren in neuem Stadion
Der Gastgeber, der nach jahrelangem Bau sein neues Stadion "Itaka-Arena" am Freitag einweihte, lud die Magdeburger als ersten Gegner ein. Obendrein verschoben die Polen dafür sogar Ligaspiele: einzig der FCM, ehemaliger UEFA-Pokalgegner, sollte die Ehre haben, das neue Stadion zu eröffnen.

1:1 ging das Spiel zwischen dem 1. FCM und Odra Opole aus. Doch das rückte nach dem Spiel erst einmal in den Hintergrund. Fotos in den sozialen Netzen zeigen, wie die Gästefans gewütet haben.
Eines davon stammt von Odra Opole selbst, darunter schreibt der Verein zynisch: "Wer eine künstlerische Seele hat, einen Hinweis: Itaka Arena ist nicht der beste Ort, um seine Werke auszustellen (vor allem ohne Absprache).“
Auf Facebook schrieb Opoles Bürgermeister Arkadiusz Wisniewski: "Es war, als wäre Wildnis durch das Stadion gewalzt. Es ist sehr deprimierend. Fast zwölftausend Menschen feierten gestern ein tolles Fest. Und eine kleine Handvoll zeigte, dass sie den Schweinen im Schweinestall näher sind als den Menschen.“
Opole-Stadion: FCM kündigt Aufklärung an
Der 1. FC Magdeburg kündigte eine Aufarbeitung der Geschehnisse an. Der "Bild“-Zeitung gegenüber richtete der Verein aus, man werde "intensiv an der Aufklärung dieses Vorfalls“ arbeiten.
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Weiter heißt es: "Der 1. FC Magdeburg verurteilt die mutwillige Beschmierung der Toiletten im Stadion Opolski auf das Schärfste. Ein solches Verhalten ist inakzeptabel, schadet dem Ruf unserer leidenschaftlichen und ansonsten sehr positiv wahrgenommenen Fanszene."
Für Odra Opole und seine Fans wird die Eröffnung ihres neuen "Wohnzimmers“ noch lange in Erinnerung bleiben. Immer verbunden mit dem 1. FC Magdeburg – und das wohl nicht zwingend im positiven Sinne.