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  5. FCM - Dynamo: Polizei sieht geplante FCM-Hooligan-Gewalt im Stadion

Hintergründe zu den Krawallen Geplante Gewalteskalation beim FCM? Polizei gibt neue Details bekannt

70 verletzte Polizisten und wilde Gewalt-Szenen im Stadion: Die Vorfälle beim Heimspiel gegen Dynamo Dresden werfen viele Fragen auf und werden viele Konsequenzen haben.

Aktualisiert: 27.01.2026, 14:27
In der Avnet Arena des 1. FC Magdeburg kam es beim Heimspiel gegen Dynamo Dresden zu Ausschreitung von FCM-Fans mit der Polizei. Was genau ist passiert und wie geht es jetzt weiter?
In der Avnet Arena des 1. FC Magdeburg kam es beim Heimspiel gegen Dynamo Dresden zu Ausschreitung von FCM-Fans mit der Polizei. Was genau ist passiert und wie geht es jetzt weiter? (Foto: Screenshot Youtube)

Magdeburg/DUR/dpa/bbi - Rund um das Spiel zwischen 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden (1:2) in der 2. Bundesliga ist es am Samstagabend zu heftigen Ausschreitungen in der Avnet Arena gekommen. 

Nach dem Gewaltausbruch ermittelt die Polizei in drei Fällen wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Wir geben mit Fragen und Antworten einen Überblick über die aktuelle Situation.

Krawalle zwischen FCM-Fans und Polizei: Was genau ist passiert?

Gegen Ende der ersten Halbzeit kam es im Außenbereich der Nordtribüne zu Ärger zwischen FCM-Fans und der Polizei. Laut Darstellung der Polizei sollen "gewaltbereite Anhänger" versucht haben, in den Gästebereich der Dynamo-Fans vorzudringen. 

Klar ist: Die Polizei ging mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die Fans vor. Diese sollen laut Polizei Steine, Absperrgitter, Mülltonnen, Stühle, Toilette, Gehwegplatten und einen Gullydeckel auf die Beamten geworfen und diese zudem mit Pyrotechnik beschossen haben.

Insgesamt waren am Spieltag rund 600 Polizisten im Einsatz. Der Großteil von ihnen stammt aus Sachsen-Anhalt, aber auch aus Brandenburg und Sachsen.

Was war Auslöser für die Krawalle?

Das ist offiziell unklar. Die "Volksstimme" berichtete am Sonntag in einem ausführlichen Artikel zu den Vorfällen, dass es Provokationen von Dresdener Ordnern gegeben habe. Anschließend sei es zu "Straßenschlacht-ähnlichen Auseinandersetzungen" gekommen, wie Videos in den Sozialen Netzwerken belegen.

Auch Raketen, die aus dem Dynamo-Fanblock auf die Gegentribüne abgefeuert wurden, könnten ein Auslöser gewesen sein. Möglich bleibt auch, dass es keinen konkreten Auslöser für die Krawalle gab und diese sogar vorab geplant waren. Das berichtet die "Volksstimme" am Montag in einem Hintergrund-Bericht mit Verweis auf die Polizei und nennt viele Indizien und erschreckende Details.

Die Polizei geht davon aus, dass die Eskalation gezielt gesucht wurde. Am Vorabend des Fußballspiels hatten sich nach Polizeiangaben rund 90 Anhänger aus Dresden mit 50 Anhängern aus Magdeburg im benachbarten Schönebeck zu einer körperlichen Auseinandersetzung verabredet. Der Polizei sei es jedoch gelungen, das Aufeinandertreffen und auch weitere Treffen zu verhindern.

Da am Spieltag dann im Heimbereich eine abgeklebte Sicherheitskamera durch die Polizei festgestellt wurde, gehen die Ermittler davon aus, dass die Konfrontation zwischen den beiden Fanlagern während oder nach dem Spiel gezielt gesucht werden sollte.

Wie ist die Bilanz der Polizei nach FCM gegen Dynamo Dresden?

Verheerend. Von 64 bis 70 verletzten Beamten berichtet die Polizeiinspektion Magdeburg, 17 davon mussten wegen "erheblicher Verletzungen" im Krankenhaus behandelt werden. Auch Sachsen-Anhalts Innenministerin Dr. Tamara Zieschang (CDU) meldete sich zu Wort und sprach angesichts der Vorfälle von "brutaler Gewalt" gegen die Polizei.

Die Fanhilfe Magdeburg rief im Zusammenhang mit den Ereignissen dazu auf, keine voreiligen Bewertungen oder pauschale Schuldzuweisungen abzugeben. Die Lage am Samstagabend sei äußerst dynamisch und unübersichtlich gewesen. Die Ereignisse würden zunächst aufgearbeitet.

Wie sind die Reaktionen auf die Ausschreitungen in Magdeburg

Der Präsident des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt hat derweil ein hartes Durchgreifen gefordert. Täter müssten schnell ermittelt werden und dann sei es entscheidend, dass es schnelle und harte Urteile gebe, sagte der frühere Innenminister von Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht (CDU), dem MDR. Es gehe auch um eine präventive Wirkung. Statt einer Bewährungs- oder Geldstrafe sei eine Gefängnisstrafe vielleicht auch mal angemessen.

Gleichzeitig sprach sich Stahlknecht gegen Geisterspiele aus. "Wir haben immer einige, die sich nicht an Regeln halten, und am Ende leidet dann eine gesamte Gesellschaft unter diesen Auswüchsen." Die Polizeigewerkschaft GdP sieht das anders. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, Heiko Teggatz, sagte: "Wenn Sicherheit nicht gewährleistet werden kann, müssen Spiele ohne Zuschauer stattfinden."

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Sachsen-Anhalt fordert nach der Gewalteskalation sogar Geisterspiele für mindestens ein Jahr in Magdeburg. Nur eine derart konsequente und gemeinsam getragene Maßnahme von DFL und DFB könne ein klares und unmissverständliches Signal setzen, sagte der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft in Sachsen-Anhalt, Olaf Sendel.

Was sagt der FCM zu den Krawallen im Stadion?

Am Sonntag veröffentlichte der Club ein Statement und verurteilte die Vorkommnisse. "Der 1. FC Magdeburg steht über seine Fanbetreuung und seine Sicherheitsbeauftragten bereits in engem Austausch mit den zuständigen Behörden sowie den weiteren beteiligten Stellen, um die Geschehnisse umfassend aufzuarbeiten", hieß es darin. Den verletzten Personen wünschte der FCM schnelle Genesung.

Hat sich der DFB bereits geäußert?

Wie die "Volksstimme" berichtet, hat der DFB-Kontrollausschuss die Ermittlungen aufgenommen. Das war bei ähnlichen Vorfällen in der Vergangenheit in anderen Stadien stets der Fall. Dem FCM droht ein Nachspiel, das deutlich über die üblichen Pyro-Geldstrafen hinausgehen könnte.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Polizei ermittelt zudem wegen "schweren Landfriedensbruchs sowie weiterer möglicher Straftaten" gegen die beteiligten FCM-Fans. Dafür wurde extra eine Ermittlungsgruppe im Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion Magdeburg gegründet. Zeugen werden gesucht, ein Hinweisportal wurde online bereits eingerichtet.

Dass sich auch das Innenministerium umgehend eingeschaltet hat, zeigt, wie ernst man die Vorfälle vom Samstagabend in der Avnet Arena nimmt.

Die Polizeigewerkschaft GdP sprach bereits von "Straftätern" und forderte Konsequenzen. Vereine und Ligen seien in der Pflicht, solche Exzesse künftig zu verhindern. Dem FCM droht eine heftige Strafe, dazu ist ein großer Imageschaden entstanden. Und für einzelne Fans könnte die Strafe noch drastischer ausfallen.

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