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  5. FCM-Gegner Karlsruher SC: Laufstark und aggressiv - KSC im Check

BLICK AUF DEN FCM-GEGNER Laufstark und aggressiv: So spielt der KSC unter dem neuen Trainer

Am Samstag trifft der 1. FC Magdeburg erstmals in der 2. Bundesliga auf einen Karlsruher SC, der nicht von Christian Eichner trainiert wird. Was es aber nicht unbedingt einfacher für den FCM macht.

Von Marcel Fritze 23.10.2026, 11:30
Maxmilian Senft (Cheftrainer Karlsruher SC) gastiert mit seiner Mannschaft am Mittwoch beim 1. FC Magdeburg um Coach Petrik Sander.
Maxmilian Senft (Cheftrainer Karlsruher SC) gastiert mit seiner Mannschaft am Mittwoch beim 1. FC Magdeburg um Coach Petrik Sander. (Foto: imago/Jan Huebner)

Karlsruhe/Magdeburg/DUR - Am 9. Spieltag könnte der 1. FC Magdeburg eine neue Bestmarke in seiner Geschichte erreichen. Noch nie gewann der FCM vier Heimspiele in Folge in der 2. Bundesliga. Zuletzt gelang eine solche Serie eine Liga tiefer in der Aufstiegssaison 2021/22.

Allerdings gastiert am Samstag (13 Uhr, Sky) mit dem Karlsruher SC ein Angstgegner in der Avnet Arena. Seit dem 2:0 im Frühjahr 2018 in der dritten Liga gewann Blau-Weiß keines der vier darauf folgenden Heimspiele. Der bislang einzige Sieg in der zweiten Liga wurde vor vier Jahren auswärts beim KSC eingefahren.

Die Badener sind unter dem neuen Trainer Maximilian Senft mäßig in die Saison gestartet, schossen sich aber jüngst beim 4:0 gegen Darmstadt den Frust von der Seele. Welchen Fußball lässt der neue Coach spielen und worauf muss sich der FCM einstellen?

Karlsruher SC: Zweite Station als Cheftrainer für Maximilian Senft

Bei den Karlsruhern gab es im Sommer einen historischen Umbruch. Nach über sechs Jahren legte Trainer Christian Eichner sein Amt nieder. Damit verewigte er sich auf Platz drei der Rekordtrainer hinter Winfried Schäfer und Arthur Beier. Schon länger hatte die Vereinsführung auf einen Kurswechsel gedrängt.

Die Nachfolge trat Maximilian Senft an, der in seiner österreichischen Heimat den SV Ried von der zweiten Liga zurück in die Bundesliga führte und dort etablierte. Für den 37-Jährigen war es die erste Station als Cheftrainer im Profibereich. Nun trifft er beim KSC auf ein ungleich größeres Umfeld mit höheren Erwartungen.

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“Er verkörpert unsere fußballerische Gesamtstrategie, weil er moderne Trainingsarbeit, klare Entwicklung und aktiven Fußball miteinander verbindet”, begründete Sportchef Mario Eggimann die Verpflichtung von Senft. Trotz vieler Kaderbewegungen hielt der KSC den Kern der Mannschaft zusammen. Lediglich Linksverteidiger David Herold zog weiter in die Bundesliga.

Allerdings durchliefen die Karlsruher nach dem erfolgreichen Auftakt gegen Bielefeld eine Durststrecke von sechs sieglosen Partien. Am 7. Spieltag stellte Senft auf eine Dreierkette in der Abwehr um, verlor aber beim FC St. Pauli. Eine Woche später gegen Darmstadt platzte dann endlich der Knoten.

Sechs Torbeteiligungen: Marvin Wanitzek in Topform

Angeführt von einem überragenden Marvin Wanitzek, der mit einem Tor und zwei Vorlagen glänzte, entfaltete der KSC sein offensives Potential. Der Kapitän steht schon wieder bei sechs Torbeteiligungen und ist auch unter dem neuen Trainer der Fixpunkt im Spiel der Badener. Besonders auffällig agierte zudem Shio Fukuda, der mit drei Toren treffsicherste Karlsruher.

Dieser Auftritt kam der Idealvorstellung des Trainers schon sehr nahe. “Wie aggressiv Zweikämpfe geführt wurden, wie viel die Jungs füreinander gesprintet sind, in beide Richtungen”, erklärte Senft die Merkmale der KSC-Identität, die seine Schützlinge gegen Darmstadt auf den Platz brachten.

Nach acht Spieltagen sind die Karlsruher die Mannschaft mit den meisten intensiven Läufen den zweitmeisten gelaufenen Kilometern der Liga.

Marvin Wanitzek (re.) ist der herausragende Spieler vom Karlsruher SC.
Marvin Wanitzek (re.) ist der herausragende Spieler vom Karlsruher SC.
(Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Was bislang fehlte, war einerseits die Konsequenz in der Chancenverwertung. Vor dem Darmstadt-Spiel blieb der KSC dreimal am Stück ohne Torerfolg. Vor allem Toptalent Louey Ben Farhat gilt als Sorgenkind.

Der Stürmer, der nach langem Hickhack einen Vertrag beim SC Freiburg unterschrieb, aber direkt wieder für ein Jahr nach Karlsruhe verliehen wurde, wartet noch auf ein Tor und fehlte zuletzt wegen einer Erkältung. In Magdeburg soll er wieder dabei sein.

FCM - KSC: Fragezeichen hinter Karlsruhe-Torwart Hans-Christian Bernat

Auf der anderen Seite stand die Abwehr nicht immer sattelfest. 14 Gegentore bedeuten einen Schnitt von etwa zwei kassierten Toren pro Spiel.

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Wechselhaft präsentierte sich unter anderem Torwart Hans-Christian Bernat, der für das Magdeburg-Spiel wegen Rückenproblemen auf der Kippe steht. “Schmerzfrei wird er nicht sein”, beschrieb Senft den Zustand seines Schlussmanns. Als Ersatz stünde der erfahrene Robin Himmelmann bereit.

Ansonsten kann der Trainer aus dem Vollen schöpfen. Für ihn ist es das erste Mal, dass er auf den FCM trifft. “Sie verteidigen zwischen zwei Extremen: entweder ganz hoch, Mann auf Mann, oder ganz tief”, sagte Senft auf der Pressekonferenz am Donnerstag über die Magdeburger Spielweise.

Deshalb sei es “taktisch eine ganz andere Herausforderung als Darmstadt.” Vielleicht mit einem historischen Erfolg für das Heimteam.