Kommentar zum 1. FC Magdeburg Auf seine Spieler konnte sich Markus Fiedler nicht verlassen
Markus Fiedler ist beim 1. FC Magdeburg entlassen worden. Auf seine Mannschaft konnte sich der Trainer in seiner so kurzen Amtszeit leider nicht verlassen. Ein Kommentar zum Aus.

Magdeburg/DUR – Am Ende kam es, wie es kommen musste: Der 1. FC Magdeburg hat am Sonntagabend Markus Fiedler und seine Co-Trainer freigestellt. Seit Donnerstag war das unausweichlich gewesen.
Denn an jenem trüben Herbsttag verlor der 1. FC Magdeburg gegen Eintracht Braunschweig mit 0:6. Zuvor, nach einem 0:4 gegen SV Elversberg, war Fiedler noch der Entlassung entgangen, weil Sportchef Otmar Schork ihm das Vertrauen ausgesprochen hatte.
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Doch gegen Braunschweig nur zwei Tage später zeigte die Mannschaft derart beängstigende Auflösungserscheinungen, dass der Club seine Zusage revidierte.
Fiedler musste vom Seitenrand hilflos mit ansehen, wie seine Profis nach dem 0:2 unmittelbar nach Wiederanpfiff jede Gegenwehr einstellten. 0:6 stand es bereits nach 72 Minuten. Ein Auftritt, der nicht zu fassen war.
Markus Fiedler wurde beim FCM im Stich gelassen
Erst am Sonntag hatte der FCM im Heimspiel gegen SV Elversberg maßlos enttäuscht. Von einem "Nackenschlag" hatte Sportchef Otmar Schork anschließend gesprochen. Ein Schlag ins Gesicht folgte gegen Braunschweig. Als eigentlich alle mit einer Reaktion der Mannschaft rechneten, tauchte diese noch tiefer ab.
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Der Auftritt vom Donnerstag, aber auch schon der vom Sonntag zuvor, nötigt die Frage geradezu auf, ob da eine Mannschaft gegen ihren Trainer spielt. Mindestens haben die Spieler ihren neuen Coach komplett im Stich gelassen, als dieser den Rückhalt dringend gebraucht hätte. Das Scheitern des 39-Jährigen haben die Spieler in hohem Maßen mitzuverantworten.
So wie die Blau-Weißen verhält sich jedenfalls kein Team, das für ihren Trainer durchs Feuer geht, sich für ihn, den Verein und den maximalen Erfolg zerreißt. Auch nicht in einem Testspiel. Im Abstiegskampf ist das eine alarmierende Nachricht.
Der offenbar tiefe Graben zwischen Mannschaft und Trainer ist jedenfalls ein neuer Tiefpunkt in dieser an Tiefpunkten bereits so reichen Saison. Jetzt ist Fiedler weg, die Spieler aber bleiben. Und der FCM muss hoffen, dass sie mit dem Nachfolger besser umgehen als mit Markus Fiedler.