Hat er sich damals verzockt? Vom Aufstiegshelden zum Aussortierten: Bell Bell in Braunschweig vor endgültigem Aus
Vor zwei Jahren verließ Leon Bell Bell den 1. FC Magdeburg als Aufstiegsheld. Nun steht der Linksverteidiger vor einer ungewissen Zukunft: Eintracht Braunschweig plant offenbar ohne ihn und hat bereits einen möglichen Nachfolger im Blick.

Braunschweig/Magdeburg/DUR – 2024 verließ Magdeburgs Aufstiegsheld Leon Bell Bell den 1. FC Magdeburg und wechselte ablösefrei und nach 131 Pflichtspielen für den FCM zu Eintracht Braunschweig.
Es war ein Abgang, den der Spieler offenbar verpokert hat. Ab diesem Sommer ist Bell Bell vereinslos. Eine Zukunft in Braunschweig ist für ihn nahezu ausgeschlossen.
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Der Ex-FCM-Spieler sowie zahlreiche weitere Akteure wurden im Mai offiziell vom BTSV verabschiedet. Bell Bells Vertrag läuft aus, eine Verlängerung ist wohl nicht angepeilt. Die Chancen stehen schlecht für den 46-maligen Eintracht-Spieler, denn die Braunschweiger haben bereits einen Nachfolger im Visier.
Leon Bell Bell vor dem Abschied: Braunschweig sucht bereits Ersatz
Wie die "Braunschweiger Zeitung" und das "Hamburger Abendblatt" unabhängig voneinander berichtet, haben die "Löwen" großes Interesse an Noah Katterbach. Das einstige Kölner Riesentalent spielte zuletzt für den HSV II in der Regionalliga Nord und scheint wechselwillig. Ein Katterbach-Transfer wäre das finale Ende für Bell Bell in Braunschweig.
2019 war Linksverteidiger Leon Bell Bell vom FSV Mainz 05 II nach Magdeburg gewechselt, wurde dort Stammspieler und feierte mit dem Erfolgsteam um Baris Atik und Tobias Müller 2022 die Drittligameisterschaft. Zwei Jahre später war Schluss am Heinz-Krügel-Platz. Hat der Spieler womöglich zu hoch gepokert?
Darum zweifelte Ex-FCM-Sportchef Schork bereits 2024
Nach der nüchternen Verabschiedung von Bell Bell im nahezu leeren Stadion im Jahr 2024, sprach Ex-FCM-Sportchef Otmar Schork über den Verteidiger. Bell Bell habe laut Schork nach der Absage für den Afrika-Cup mit Kamerun einen „sportlichen Knacks bekommen“, seine „Leistungskurve ging extrem nach unten“. Trotzdem habe es offenbar Gespräche zwischen Spieler und Verein gegeben.
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Schork wurde damals deutlich, sagte, dass Bell Bell „von mehr geträumt“ habe. Weiter: „Es war eine Hinhaltetaktik“. Der Spieler selbst behauptete nach seinem Wechsel nach Braunschweig, dass er einen Tapetenwechsel haben wollte. Der FCM hatte ihm laut Bell Bells Aussage ein Angebot zur Verlängerung gemacht, das er aber nicht unterschrieb.
Eintracht Braunschweig freute sich. Sprach über Bell Bell als „absoluten Wunschspieler“. Seitdem sind zwei Jahre vergangen, Bell Bell spielte zumeist eher zweite Geige und der BTSV entkam dem Abstieg zweimal nur um Haaresbreite.
Für die Niedersachsen gilt auch in der kommenden Saison einzig das oberste Ziel des frühzeitigen Klassenerhalts. Ob mit oder ohne Leon Bell Bell. Die Zeichen stehen auf Abschied.