Forbidden

You don't have permission to access this resource.

403 Forbidden

Forbidden

You don't have permission to access this resource.

  1. FC Magdeburg News
  2. >
  3. News
  4. >
  5. 1. FC Magdeburg: Abstieg aus DDR-Oberliga 1966 schockte Seguin und Co.

vor 60 Jahren "Wir haben nie mit dem Abstieg gerechnet": Als der FCM in der DDR abstürzte

Nur sechs Monate nach seiner Gründung stieg der 1. FC Magdeburg im Jahr 1966 aus der Oberliga ab. Trotz großer Namen und junger Talente fehlte am Ende vor allem eins – Tore.

Von Hans-Joachim Malli 13.05.2026, 16:00
Reiner Geschke (re.) gehörte damals zur Abstiegsmannschaft vom 1. FC Magdeburg. Hier im Duell mit Werner Lihsa vom BFC Dynamo im Jahr 1968.
Reiner Geschke (re.) gehörte damals zur Abstiegsmannschaft vom 1. FC Magdeburg. Hier im Duell mit Werner Lihsa vom BFC Dynamo im Jahr 1968. (Foto: imago/Werner Schulze/Archiv)

Magdeburg – Noch heute können sich Beteiligte von damals den Abstieg im Jahr 1966 nicht erklären. Nicht einmal ein halbes Jahr nach Gründung des Clubs – der 1. FC Magdeburg wurde am 22. Dezember 1965 als erster von damals zehn Fußballclubs aus der Taufe gehoben – mussten die Elbestädter aus der Oberliga runter.

Als ausschlaggebend für das Desaster sollte sich am Ende einer turbulenten Saison die erschreckende Abschlussschwäche erweisen. Ganze 19 Treffer brachten die Magdeburger in 26 Oberliga-Partien zustande. Am Ende waren es 14 Partien ohne eigenen Treffer.

Lesen Sie auch: Freunde, Rivalen, Legenden: Die besondere Geschichte von Seguin und Tyll

Bereits der Saisonstart verlief für die (damals) Grün-Roten wenig verheißungsvoll. Das noch als SC Magdeburg startende Team von Trainer Ernst „Anti“ Kümmel kam zum Auftakt gegen Wismut Aue nicht über ein torloses Remis hinaus, kassierte im folgenden Spiel beim SC Dynamo Berlin eine 0:5-Klatsche, um anschließend gegen den SC Empor Rostock beim 0:0 abermals ohne eigenes Tor zu bleiben.

14 Spiele ohne Treffer: Magdeburgs Offensivproblem

Bei der 1:2-Niederlage bei Dynamo Dresden gelang der erste Treffer. Am 5. Spieltag beim 1:0 gegen den späteren Mitabsteiger SC Turbine Erfurt der erste von nur sieben Saisonsiegen.

Dagegen gab es 14 Niederlagen. Besonders schmerzlich waren dabei die 0:3‑Heimpleiten gegen den späteren Meister Vorwärts Berlin und den Vizemeister Motor Jena. Vorentscheidend für den späteren Abstieg war aber das 1:2 im Rückspiel in Erfurt.

Historie: Das wilde Jahr 1966 beim 1. FC Magdeburg

Dennoch glaubte der Pokalsieger von 1964 und 1965 (zu) lange an den Klassenerhalt, sah sich auch bestärkt durch das nur knappe Ausscheiden gegen Titelverteidiger West Ham United aus dem Europapokal der Pokalsieger, als man gegen das Starensemble um die späteren Weltmeister Moore, Horst und Peters um nur ein Tor scheiterte.

„Wir haben nie mit dem Abstieg gerechnet“, versicherte Wolfgang Seguin noch 60 Jahre später glaubhaft, „hatten wir doch eine dem Namen nach starke Truppe“. Das FCM-Idol, damals 20, gehörte mit Jürgen Sparwasser (17) und Manfred Zapf (19), allesamt Nachwuchsauswahlspieler, zu den Youngstern im Team.

Wann der FCM-Abstieg endgültig feststand

Das hatte in Nachwuchsauswahl-Keeper Wolfgang Blochwitz, Ex-Nationalspieler Günter „Mücke“ Hirschmann und dem Olympiadritten von 1964, und Hermann „Männe“ Stöcker, zugleich Mannschaftskapitän, gleich mehrere Ausnahmekönner. Dennoch reichte es nicht zum Klassenerhalt.

Auch interessant: So prägten die FCM-Nationalspieler den DDR-Fußball

Übrigens: Nur acht Jahre später sollte der FCM mit Zapf, Seguin und Sparwasser den Europapokal der Pokalsieger holen – den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Heinz Krügel brachte den FCM schnell zurück

Der Abstieg stand bereits am vorletzten Spieltag nach einem 0:3 in Jena fest. Da half auch das abschließende 3:1 am 14. Mai 1966 im „Bezirksderby“  gegen Lok Stendal, das sich zuvor mit dem späteren FCM-Akteur Wolfgang Abraham durch fünf Heimsiege in Folge rettete, nicht mehr.

Historie: Heinz Krügels erstes Meisterstück mit dem FCM

„Natürlich waren wir alle geschockt“, so Seguin, der aber mit Trainer Heinz Krügel 1967 sofort wieder aufstieg. Krügel, 1964 mit dem SC Chemie Halle ab- und sofort wieder aufgestiegen, setzte sich 1966/67 mit dem FCM in der zweitklassigen DDR-Oberliga mit einem Punkt Vorsprung gegenüber Post Neubrandenburg durch.

Im abschließenden Saisonspiel vor 35.000 Zuschauern im Ernst-Grube-Stadion genügte den Blau-Weißen gegen die Mecklenburger ein 1:1 zum sofortigen Wiederaufstieg.

403 Forbidden

Forbidden

You don't have permission to access this resource.